Nvidia-Chef Jensen Huang hat einen ungewöhnlichen Vergleich parat, wenn es um die Preisentwicklung älterer KI-Beschleuniger geht – denn ähnlich wie zu »unseren« Gaming-GPUs steigen auch in diesem Bereich die Preise.
Konkret äußerte sich Huang laut »TheTranscript« in einem Investorengespräch wie folgt:
Der GPU-Verbrauch geht durch die Decke – selbst Chips, die wir vor vier oder fünf Jahren verkauft haben, steigen im Preis schneller als feiner Wein.
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KI-Superzyklus: Warum selbst alte Server-GPUs keine Pause kennen
Dabei hat der Begriff »Fine Wine« (feiner Wein) in der GPU-Welt eine eigene Geschichte. Die Wurzeln stecken in der AMD-Vega-Ära: Damals bezeichnete man damit Grafikkarten, deren Leistung mit der Zeit durch Treiber-Updates kontinuierlich zulegte.
Nvidia dreht den Spieß gewissermaßen um: Bei seinen KI-Beschleunigern ist es nicht die Leistung, die reift – sondern der Preis.
Auch CoreWeave bestätigt den Trend. Dem auf KI-Infrastruktur spezialisierten Cloud-Anbieter zufolge sind die Durchschnittspreise für ältere Nvidia-Chips (dazu gehören A100, H100, H200 und L40) im Quartalsvergleich gestiegen.
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Der Hintergrund ist der sogenannte »KI-Superzyklus«. Gemeint ist die branchenweite, beispiellose Nachfrage nach Rechenkapazität für künstliche Intelligenz.
- Schließlich baut jedes Rechenzentrum, das KI in irgendeiner Weise verfolgt, auf solche GPUs als wichtigste Compute-Einheit – mit der Grund, wieso auch reguläre High-End-Grafikkarten kaum zu »regulären« Preisen zu bekommen sind.
- Zeitgleich setzt der darausfolgende GPU-Engpass Hersteller wie Zulieferer gleichermaßen unter Produktions- und Lieferdruck. Ein Ausweichen auf ältere KI-Beschleuniger ist die Folge, die dann wiederum ebenfalls teurer werden.
Kein Ende der Knappheit in Sicht
Die Chips, die Huang mit seinem Weinvergleich meint, entstammen größtenteils der Hopper-Generation – also H100 und H200, Beschleuniger, die vor vier bis fünf Jahren entwickelt wurden.
Trotz ihres Alters gelten die älteren Generationen in KI- und Rechenzentrums-Workloads als weiterhin konkurrenzfähig, weil Nvidia die Chips durch regelmäßige Treiber- und Software-Updates kontinuierlich weiterentwickelt.
Hinzu kommt, dass neuere Alternativen wie Blackwell weiterhin nicht in ausreichender Stückzahl verfügbar sind – so ähnlich, wie wir es eben auch im Gaming-Markt erleben.
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