»Reift wie guter Wein«: Was früher für GPU-Leistung galt, meint der Nvidia-CEO heute für den Preis von KI-Beschleunigern

Nvidia-CEO Jensen Huang vergleicht alte Preise alter KI-Grafikkarten mit gutem Wein – und CoreWeave bestätigt: Selbst ältere Chips werden quartalweise teurer.

Jensen Huang sagt, ältere Nvidia-GPUs steigen im Preis schneller als »feiner Wein« – was steckt dahinter?. (© Kingsley Tsang via Unsplash, Wikimedia Commons) Jensen Huang sagt, ältere Nvidia-GPUs steigen im Preis schneller als »feiner Wein« – was steckt dahinter?. (© Kingsley Tsang via Unsplash, Wikimedia Commons)

Nvidia-Chef Jensen Huang hat einen ungewöhnlichen Vergleich parat, wenn es um die Preisentwicklung älterer KI-Beschleuniger geht – denn ähnlich wie zu »unseren« Gaming-GPUs steigen auch in diesem Bereich die Preise.

Konkret äußerte sich Huang laut »TheTranscript« in einem Investorengespräch wie folgt:

Der GPU-Verbrauch geht durch die Decke – selbst Chips, die wir vor vier oder fünf Jahren verkauft haben, steigen im Preis schneller als feiner Wein.

Video starten 1:04 Googlebook: So sieht der Nachfolger des Chromebooks aus

KI-Superzyklus: Warum selbst alte Server-GPUs keine Pause kennen

Dabei hat der Begriff »Fine Wine« (feiner Wein) in der GPU-Welt eine eigene Geschichte. Die Wurzeln stecken in der AMD-Vega-Ära: Damals bezeichnete man damit Grafikkarten, deren Leistung mit der Zeit durch Treiber-Updates kontinuierlich zulegte.

Nvidia dreht den Spieß gewissermaßen um: Bei seinen KI-Beschleunigern ist es nicht die Leistung, die reift – sondern der Preis.

Auch CoreWeave bestätigt den Trend. Dem auf KI-Infrastruktur spezialisierten Cloud-Anbieter zufolge sind die Durchschnittspreise für ältere Nvidia-Chips (dazu gehören A100, H100, H200 und L40) im Quartalsvergleich gestiegen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum Twitter-Inhalt

Der Hintergrund ist der sogenannte »KI-Superzyklus«. Gemeint ist die branchenweite, beispiellose Nachfrage nach Rechenkapazität für künstliche Intelligenz.

  • Schließlich baut jedes Rechenzentrum, das KI in irgendeiner Weise verfolgt, auf solche GPUs als wichtigste Compute-Einheit – mit der Grund, wieso auch reguläre High-End-Grafikkarten kaum zu »regulären« Preisen zu bekommen sind.
  • Zeitgleich setzt der darausfolgende GPU-Engpass Hersteller wie Zulieferer gleichermaßen unter Produktions- und Lieferdruck. Ein Ausweichen auf ältere KI-Beschleuniger ist die Folge, die dann wiederum ebenfalls teurer werden.

Kein Ende der Knappheit in Sicht

Die Chips, die Huang mit seinem Weinvergleich meint, entstammen größtenteils der Hopper-Generation – also H100 und H200, Beschleuniger, die vor vier bis fünf Jahren entwickelt wurden.


Neue Grafikkarten werfen indes ihren Schatten voraus und der ist ganz schön groß: Nvidia zeigt erstmals kommenden Superchip mit Rubin-GPU


Trotz ihres Alters gelten die älteren Generationen in KI- und Rechenzentrums-Workloads als weiterhin konkurrenzfähig, weil Nvidia die Chips durch regelmäßige Treiber- und Software-Updates kontinuierlich weiterentwickelt.

Hinzu kommt, dass neuere Alternativen wie Blackwell weiterhin nicht in ausreichender Stückzahl verfügbar sind – so ähnlich, wie wir es eben auch im Gaming-Markt erleben.

zu den Kommentaren (2)

Kommentare(2)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.