»Eine Frage der Optimierung«: Nvidia öffnet die Tür für Frame Generation auf älteren GPUs

Multi Frame Generation gibt es nur für RTX 5000. Nvidias DLSS-Chef eröffnet nun die Möglichkeit, dass die reguläre Frame Generation künftig auch auf älteren GPUs laufen könnte.

Kommt zumindest das erste Frame Generation bald für ältere Nvidia-GPUs? Kommt zumindest das erste Frame Generation bald für ältere Nvidia-GPUs?

Im Zuge der CES 2025 hat Nvidia nicht nur die neue GPU-Generation rund um die RTX 5090 vorgestellt, sondern mit DLSS 4 auch die neue Version des hauseigenen KI-Upscalings vorgestellt.

Der Haken: Das »Multi Frame Generation« genannte Feature von DLSS 4, das bis zu drei Frames per Zwischenbildberechnung erzeugt und so eine wesentlich höhere Bildrate pro Sekunde verspricht, wird exklusiv den neuen Grafikkarten vorbehalten sein.

Ähnlich handhabte es Nvidia bereits mit der ersten Version von Frame Generation, die im Zuge von DLSS 3 auf den Markt kam. Diese Technologie konnte lediglich auf der RTX 4000 genutzt werden, doch das könnte sich bald ändern.

Nvidia lässt Raum für Spekulationen

Nvidias Vizepräsident für »Applied Deep Learning Research« Bryan Catanzaro stellte sich kürzlich im Interview den Fragen der Digital Foundry.

Neben einem interessanten Deep Dive in das neue DLSS 4 ging es auch um die Frage, ob Frame Generation auf GPU-Generationen wie der RTX 3000 technisch möglich sei. Catanzaro äußerte sich dazu wie folgt:

Ich denke, dass das hauptsächlich eine Frage der Optimierung, der Technik und abschließend der ultimativen Nutzererfahrung ist. Wir führen mit der RTX-50-Serie die beste Multi-Frame-Generation-Technologie ein, und wir werden sehen, was wir in Zukunft aus älterer Hardware herausholen können.

Damit öffnet Catanzaro die Tür für eine nachträgliche Unterstützung der Frame Generation für RTX 3000 (und vielleicht sogar ältere GPUs) zumindest einen Spalt breit, auch wenn sich der hochrangige Nvidia-Mitarbeiter keine definitive Antwort entlocken ließ.

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Stein des Anstoßes für diese Gedankenspiele war eine vorhergehende Frage über die grundlegende Änderung, die Nvidia im Zuge von DLSS 4 an seiner Upscaling-Technik vornimmt.

  • Denn statt wie bisher auf die sogenannten »Optical Flow«-Hardwarebeschleuniger (OFA) zu setzen, nutzt DLSS 4 die Tensorkerne der GPUs und soll zudem weniger Videospeicher in Anspruch nehmen.
  • Bisher argumentierte Nvidia, dass ältere Architekturen wie Ampere und Turing nicht über ausreichend OFA-Leistung verfügen, um die Frame-Generation-Technologie zu unterstützen.

Theoretisch eröffnet die Catanzaro-Aussage ein weiteres Szenario: Multi Frame Generation sollte – sofern tatsächlich nur eine ausreichend hohe Tensor-Leistung benötigt wird – auch auf High-End-GPUs der RTX-4000-Serie laufen können.

Dass es zu einem solchen Schritt kommt, darf aber zumindest für die nächsten Monate bezweifelt werden, da man sich aus marktstrategischer Sicht zum Release der RTX-5000-Generation selbst ein Bein stellen würde.

Video starten 4:52 RTX 5090 Unboxing - Erster Eindruck von Nvidias neuer Flaggschiffgrafikkarte

Denkbar wäre also am ehesten ein Szenario, in dem mit der Änderung auf Tensorkerne als Grundlage für das Upscaling ältere Grafikkarten bis zur RTX 30 mit der »ersten« Version von Frame Generation ausgestattet werden.

Eine »Machbarkeitsstudie« hierfür hat nicht zuletzt AMD geliefert, die seit Einführung von FSR 3 ebenfalls eine FG-Variante ins Feld führen – und diese quelloffen für alle FSR-3-kompatiblen GPUs freischalten.

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