Nvidia hat kürzlich die Quartalsergebnisse für das dritte Viertel des Geschäftsjahres 2025/26 bekannt gegeben und dabei mal wieder neue Bestmarken gesetzt. CEO Jensen Huang fiel dabei mit einer bemerkenswerten Aussage (via Dexerto) auf, deren Vorzeichen längst klar waren:
Nvidia hat sich in den letzten 25 Jahren von einer Gaming-GPU-Firma zu einer KI-Datenzentrum-Infrastrukturfirma entwickelt.
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Eine ähnliche Aussage tätigte Huang bereits 2019, als der Nvidia-Chef sein Unternehmen als »Rechenzentren-Firma« beschrieb, dabei aber noch betonte, dass es sich hierbei um eine »Geschäftserweiterung« handelt.
Der neuerliche Wortlaut markiert hingegen gewissermaßen einen Wendepunkt, bei dem Nvidia die Gaming-Identität offiziell ablegt.
Aus wirtschaftlicher Sicht ergibt diese Aussage objektiv Sinn, schließlich unterstreichen die Quartalszahlen diese Verschiebung mit schwindelerregenden Zahlen. Beispiele gefällig?
- Nvidias Gesamtumsatz erreichte im genannten Quartal 57 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Das Datenzentren-Geschäft – die Kerndomäne – erzielte 51,2 Milliarden US-Dollar Umsatz, was im Jahresvergleich ein Wachstum von 66 Prozent bedeutet.
Damit entfallen etwa 90 Prozent der Gesamteinnahmen auf KI-Infrastruktur. Die Nachfrage speist sich aus dem weltweiten Aufbau von KI-Rechenzentren durch Cloud-Anbieter, Technologiekonzerne oder dem Bestreben einzelner Länder, unabhängige KI-Zentren aufzubauen – Stichwort: die »KI-Autobahn«, die durch Deutschland führen soll.
Das Gaming-Segment, das Nvidia einst so groß machte, hat mithilfe von RTX 5000 übrigens ebenfalls einen ordentlichen Sprung hingelegt. Im Jahresvergleich stieg der Umsatz um rund 30 Prozent – bei einem Gesamtwert von 4,3 Milliarden US-Dollar steht diese Sparte aber komplett im Schatten des KI-Booms.
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