Nvidia und OpenAI haben eine strategische Partnerschaft angekündigt, die den Bau von mindestens 10 Gigawatt an KI-Rechenzentren vorsieht. Der Chiphersteller will dabei schrittweise bis zu 100 Milliarden US-Dollar investieren, sobald jedes Gigawatt an Kapazität bereitgestellt wird. Die erste Phase soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 mit Nvidias kommender Vera Rubin-Plattform online gehen.
Eine Leistung von zehn Kernreaktoren
Die geplanten 10 Gigawatt entsprechen der Leistung von etwa zehn Kernreaktoren und würden so viel Strom verbrauchen wie mehrere Millionenstädte, wie Ars Technica zu dieser Größenordnung kommentiert.
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Nvidia selbst erklärt gegenüber CNBC, dass die benötigte Energie äquivalent zum Verbrauch von vier bis fünf Millionen Grafikprozessoren ist – der gesamten GPU-Produktion Nvidias für ein Jahr. Jensen Huang, CEO von Nvidia, beschreibt das Vorhaben entsprechend als ein »monumentales Projekt«.
Auch Sam Altman, Mitgründer und CEO von OpenAI sowie der zweite Co-Gründer und Vorsitzende Greg Brockman äußerten sich in einer Pressemitteilung zu der Partnerschaft.
Alles beginnt mit Rechenleistung. Recheninfrastruktur wird die Grundlage der Wirtschaft der Zukunft sein, und wir werden das, was wir gemeinsam mit NVIDIA aufbauen, nutzen, um sowohl neue Durchbrüche in der KI zu erzielen als auch Menschen und Unternehmen im großen Maßstab damit zu stärken.
Sam Altman via OpenAI
Wir arbeiten schon seit den frühen Tagen von OpenAI eng mit NVIDIA zusammen. Wir haben ihre Plattform genutzt, um KI-Systeme zu entwickeln, die täglich von Hunderten Millionen Menschen verwendet werden. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit NVIDIA 10 Gigawatt Rechenleistung bereitzustellen, um die Grenzen der Intelligenz weiter zu verschieben und die Vorteile dieser Technologie allen zugänglich zu machen.
Greg Brockman via OpenAI
Die Ankündigung kommt nur wenige Wochen nach ersten Berichten, wonach OpenAI die Abhängigkeit von Microsoft reduzieren will. Das Redmonder Unternehmen hatte immerhin rund 13,5 Milliarden US-Dollar investiert und bekam dafür unter anderem exklusiven Zugriff auf OpenAIs aktuelle LLMs. Die KI-Entwickler wollten hingegen den Berichten zufolge erste Schritte in die Unabhängigkeit wagen.
Mittels einer Klausel könne OpenAI demzufolge aus dem geschlossenen Vertrag aussteigen – die unter anderem ausgelöst werden kann, wenn ein Gesamtgewinn bei 100 Milliarden US-Dollar erreicht wird.
Offiziell ist von einem solchen Ausstieg noch keine Rede, vielmehr wird Microsoft in der gemeinsamen Mitteilung von Nvidia und OpenAI explizit hervorgehoben. Die neue Partnerschaft »komplementiert das breite Netzwerk an Partnern, inklusive Microsoft, Oracle, Softbank und Stargate«, mit deren Hilfe die fortschrittlichste KI-Infrastruktur der Welt geschaffen werden soll.
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