Gute Nachrichten für viele Spieler: Nvidia holt nach, was sie direkt hätten tun sollen

Der neue Preview-Treiber von Nvidia bringt Unterstützung für Smooth Motion mit der RTX-4000-Generation.

In unserem ersten Test mit einer Geforce RTX 4090 macht Smooth Motion eine gute Figur. In unserem ersten Test mit einer Geforce RTX 4090 macht Smooth Motion eine gute Figur.

Per KI generierte Bilder können dabei helfen, das Spielerlebnis zu verbessern. Das gelingt zwar nicht immer gleichermaßen gut, aber wie heißt es doch so schön: Versuch macht klug.

Dank des neuen Preview-Treibers 590.26 von Nvidia habt ihr jetzt auch bei RTX-4000-Grafikkarten die Möglichkeit, euer Glück damit in jedem Spiel per Smooth Motion-Funktion zu versuchen.

Zuvor stand die im Februar 2025 veröffentlichte Funktion nur mit einer aktuellen RTX-5000-Grafikkarte zur Verfügung. Technische Gründe dürfte es dafür nicht gegeben haben. Insofern wäre ein sofortiger Release für RTX 4000 aus Spielersicht wünschenswert gewesen.

Wir haben uns die Funktion bereits kurz mit einer RTX 4090 angesehen. Nach einer Erklärung der wichtigsten Basisinfos samt Anleitung dazu folgt unser Ersteindruck.


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Was ihr zu Smooth Motion mit RTX 4000 wissen müsst

  • Der noch zwingend nötige Preview-Treiber steht aktuell nur über das Developer-Programm von Nvidia zur Verfügung. Ein passendes Konto kann sich bei Interesse aber jeder anlegen.
  • Ihr benötigt des Weiteren das Tool Nvidia Profile Inspector, da die Option (noch) nicht in die Nvidia-App integriert wurde (siehe auch das Bild zu Beginn des nächsten Abschnitts).
  • Wann genau die Funktion Teil des regulären Treibers wird, bleibt abzuwarten. Wir gehen aber davon aus, dass es beim nächsten oder übernächsten offiziellen Update so weit sein wird.

Was ist der Unterschied zwischen Frame Generation und Smooth Motion? Im ersten Fall ist die Erstellung der KI-generierten Bilder direkt in das Spiel integriert. Ihr aktiviert Frame Generation also im Menü das Spiels selbst und so liefert die Technik tendenziell die besten Ergebnisse.

Im zweiten Fall beziehungsweise bei Smooth Motion weiß das Spiel gewissermaßen noch nichts von seinem KI-Glück. Daher wird die Funktion hier über den Treiber hinzugeschaltet. Das kann eher zu Problemen wie Bildfehlern und hoher Latenz führen. Letztlich variiert das aber immer von Fall zu Fall.

So leicht gelingt die Aktivierung

Auch wenn hier noch steht, dass die Funktion nur mit einer RTX-5000-GPU funktioniert, klappt sie bereits mit RTX 4000. Auch wenn hier noch steht, dass die Funktion nur mit einer RTX-5000-GPU funktioniert, klappt sie bereits mit RTX 4000.

Nachdem ihr den Treiber und das Tool heruntergeladen habt, müsst ihr lediglich im Profile Inspector unter Common wie oben zu sehen, die passende Option aktivieren.

Es empfiehlt sich außerdem, die Low-Latency-Einstellung weiter oben zu nutzen, damit das Spielgefühl trotz KI-generierter Bilder möglichst direkt bleibt.

Unser erster Eindruck von Smooth Motion

Wir haben die Option in Kingdom Come: Deliverance 2 mit einer RTX 4090 ausprobiert. Das Spiel unterstützt von Haus aus keine komplett KI-generierten Bilder und ist durchaus Hardware-hungrig. Daher bietet es sich für einen solchen Test gut an.

Das Ergebnis kann sich grundsätzlich sehen (und fühlen) lassen, auch wenn diese Aussage keine Allgemeingültigkeit hat (dazu gleich mehr).

Die FPS steigen wie auf dem folgenden Bild zu sehen in unserer Szene in 4K mit der maximalen Detailstufe Experimentell ohne DLSS von etwa 75 FPS auf 130 FPS:

Die KI-generierten Bild führen links zu der sprunghaften Anzeige in der Frametime-Grafik und der Angabe von 0,3 Millisekunden als Render-Zeit, weil sie nicht auf klassischem Weg über die Render-Pipeline der GPU erstellt werden. Die KI-generierten Bild führen links zu der sprunghaften Anzeige in der Frametime-Grafik und der Angabe von 0,3 Millisekunden als Render-Zeit, weil sie nicht auf klassischem Weg über die Render-Pipeline der GPU erstellt werden.

Was bedeutet das für das Spielgefühl? Subjektiv empfunden fühlt sich Kingdom Come Deliverance 2 in unserer Testsequenz mit Smooth Motion etwas besser an. Die Latenz ist zwar minimal höher, aber das Bild wirkt insgesamt dennoch flüssiger und stabiler auf uns.

Auf die Bildqualität hat das Ganze nur bei genauem Hinsehen Einfluss, etwa durch eine leichte Unschärfe oder minimales Flimmern. Im normalen Spielgeschehen ist uns das aber nicht aufgefallen.

Was ihr dazu wissen müsst:

  • Wir sprechen von einer willkommenen, aber eher subtilen Verbesserung. Subjektiv nimmt das außerdem nicht jeder gleichermaßen wahr.
  • Ob Smooth Motion in einem Spiel eine gute Wahl ist, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu zählt vor allem, wie hoch die FPS bereits ohne die Funktion sind, wobei generell gilt: je niedriger die Basis-FPS, desto schlechter das Endergebnis mit KI-generierten Bildern.
  • Es bietet sich oftmals an, die maximalen Bilder pro Sekunde zu begrenzen für ein möglichst rundes Spielerlebnis. Ein sinnvoller Wert ist die Bildwiederholrate eures Monitors (oder ein Wert knapp darunter).
  • KI-generierte Bilder können zu Bildfehlern führen. In Kingdom Come: Deliverance 2 sind sie uns wie oben erwähnt auf die Schnelle kaum ins Auge gesprungen. Das variiert aber je nach Titel, Spiel, Grafikeinstellungen und Performance.

Smooth Motion ist also kein Allheilmittel, um jedes Spiel viel besser laufen zu lassen. Er wurde aber dennoch Zeit, dass Nvidia die Funktion für die RTX-4000-Generation frei schaltet – selbst wenn wir auf einen finalen Treiber dazu noch etwas warten müssen.

Bleibt nur die Frage, wann RTX 3000 und RTX 2000 folgen, sofern technisch nichts dagegen spricht.

Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr euch freut, wenn die Funktion bald auch in den Treiber integriert wird und wie eure Erfahrungen mit komplett KI-generierten Bildern in Spielen sind.

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