Wer in aktuellen PC-Spielen die Texturdetails auf Anschlag dreht, fürchtet vor allem eines: den berüchtigten VRAM-Flaschenhals. Genau dieser scheint nun für eine Rückkehr eines Nvidia-Klassikers auf dem deutschen Hardware-Markt gesorgt zu haben.
Wie das Tech-Portal ComputerBase berichtet, taucht Nvidias eigentlich längst in Rente geschickte Geforce RTX 3060 mit 12 GB Videospeicher plötzlich wieder großflächig als Neuware bei den Händlern auf.
Doch der Traum von einem sorglosen Upgrade könnte bereits beim Blick auf das Preisschild wieder platzen: Mit über 330 Euro ist der Ampere-Klassiker genau für den Preis zu haben, den Nvidia im Jahr 2021 als unverbindliche Preisempfehlung herausgegeben hat. Damit liegt er deutlich über dem Preis der modernen RTX-5050-Einstiegskarte.
Der technische Schlagabtausch: RTX 3060 vs. RTX 5050
Auf dem Papier besitzt die RTX 3060 ein starkes Argument, das selbst noch in der heutigen Hardware-Landschaft zieht: 12 Gigabyte Videospeicher. Vor allem aktuelle Blockbuster verlangen nach immer mehr Video-RAM, was der Karte gegenüber einigen RTX-5000-Einstiegsmodellen mit 8 GB einen Vorteil verschafft.
Laut Computerbase ist die Karte für rund 330 Euro bei mehreren Händlern gelistet. Damit liegt sie fast 90 Euro über den günstigsten RTX 5050-Karten und auch über dem Preis, den Händler noch im Sommer des letzten Jahres aufgerufen haben
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Abseits des Speichers wirkt die RTX 3060 allerdings mit ihrer Ampere-Architektur zunehmend antiquiert. Zwar unterstützt die RTX 3060 das aktuelle DLSS 4.5 Super Resolution, doch der Leistungsverlust beim KI-Upsampling fällt im Vergleich hoch aus.
Hier zieht die neue RTX 5050 vorbei. Auch wenn der VRAM hier mit 8 GB knapper ausfällt, meistert die Blackwell-Architektur das neue DLSS 4.5 besser und trumpft zudem mit exklusiven Features wie der Dynamic Multi Frame Generation auf.
Im GameStar Ranking für Grafikkarten liegt die RTX 5050 daher eine Leistungsklasse höher als die RTX 3060.
Warum kehrt die Karte überhaupt zurück?
Laut Computerbase handelt es sich bei den Grafikkarten nicht um Restbestände. Asus soll gegenüber dem Magazin bestätigt haben, dass es sich um Ware aus einer neuen Produktion handelt.
Der Hauptgrund für die überraschende Wiederbelebung des Ampere-Klassikers ist die aktuelle globale Speicherkrise. Die moderne RTX-5000-Serie leidet unter stark steigenden Kosten für den neuen GDDR7-Videospeicher und knappen Fertigungskapazitäten bei TSMC sowie der KI-Konkurrenz.
Für die RTX 3060 kann man die Produktion bei Samsung im alten 8-Nanometer-Verfahren zurückgreifen und auf den günstigeren, von der Krise weniger betroffenen GDDR6-Speicher setzen.
Für die meisten Spieler kein Deal
Das Comeback der RTX 3060 ist direkt auf die weiterhin anhaltende Speicherkrise zurückzuführen. Für die meisten Spieler dürfte der Klassiker aber kein guter Deal sein.
Mehr zum Thema: AMD-Warnung: Die Speicherkrise soll noch länger als gedacht anhalten
Mit einem Preis von rund 330 Euro ist der Klassiker schlichtweg zu teuer. Wer heute flüssig und zeitgemäß in Full-HD spielen möchte, greift stattdessen eher zur wesentlich moderneren RTX 5050. Diese ist mit einem Einstiegspreis von 259 Euro nicht nur erheblich günstiger, sondern dank exklusiver Features wie der Dynamic Multi Frame Generation und einer wesentlich besseren Energieeffizienz auch die deutlich zukunftssicherere Wahl.
Selbst das stärkste Argument der RTX 3060 – die 12 GB VRAM – verliert im Alltag an Bedeutung, da der Klassiker vom rechenintensiven DLSS 4.5 weniger stark profitiert als neue Blackwell-Karten.

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