Wenn ihr einen neuen PC bastelt, zahlt ihr bei Arbeitsspeicher seit Monaten heftig drauf – und wie lange das der Fall ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Bisher war Ende 2027 der Zeitraum, in dem die meisten Hoffnungen für eine Entspannung der Lage gesetzt wurden.
David McAfee, AMD-Vizepräsident und Geschäftsführer der Ryzen- und Radeon-Abteilungen, versetzt diesen im Interview mit dem taiwanischen Portal 4Gamers einen Dämpfer. Seiner Meinung nach dürften DDR5-Preise frühestens in zwei Jahren wieder ein »normales« Niveau erreichen.
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Gemeinsam durch die Hardware Krise: Warum die RAM-Knappheit uns ALLE angeht
Die nimmersatte, speicherfressende KI
Die nachfolgende Passage schreiben wir beinahe gebetsmühlenartig in jeden Text im Kontext der Speicherkrise, die auch McAfee als Haupttreiber für die explodierten Preise sieht:
- Der KI-Boom sorgt dafür, dass große Speicherhersteller wie Samsung, Sk Hynix oder Micron ihre Fabrikkapazitäten zunehmend in Richtung HBM (High Bandwidth Memory – besonders leistungsstarker Grafikspeicher für KI-Beschleuniger wie Nvidias H100 oder H200) und Server-DRAM umgeschichtet.
- Consumer-DDR5 für Gaming-PCs und Workstations steht dabei hinten an, weil die Margen im KI-Segment schlicht attraktiver sind.
Hinzu kommt eine weitere Verschiebung: Mit dem Fokus auf DDR5-Produktion ist gleichzeitig die Fertigung von DDR4-Modulen zurückgegangen.
DDR4 als Ausweichlösung mit Tücken
Viele Nutzer weichen inzwischen auf diese älteren DDR4-Plattformen aus, um den hohen DDR5-Preisen zu entgehen.
Einige Mainboard-Hersteller fahren ihre DDR4-kompatible Produktion deshalb wieder hoch, und AMD hat den eigentlich eingestellten Ryzen 7 5800X3D zuletzt reaktiviert, um der Nachfrage gerecht zu werden.
Das klingt nach einem günstigeren Weg, ist aber nur bedingt eine Entlastung: Paradoxerweise sind DDR4-Preise stellenweise sogar noch schneller gestiegen als DDR5. Mit einer Entspannung ist also auch hier nicht vor 2028 zu rechnen, wenn es nach McAfee geht.
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