Rund einen Monat nach Sonys Ankündigung, das TV-Geschäft in ein Joint Venture mit TCL auszulagern, kommt die nächste Ankündigung aus Japan. Panasonic, der letzte große TV-Hersteller aus Japan, wird eine strategische Partnerschaft mit der chinesischen Firma Skyworth eingehen.
Der chinesische Partner soll sich in Zukunft um die Produktion, Verkäufe und das Marketing von Panasonic-Fernsehern kümmern, während die japanische Firma Expertise und Qualitätssicherung beisteuert.
Panasonic soll sich folgendermaßen auf einer Veranstaltung laut dem Branchenmagazin Flatpanels HD geäußert haben:
Im Rahmen der Vereinbarung wird der neue Partner den Vertrieb, das Marketing und die Logistik in der gesamten Region leiten, während Panasonic sein Fachwissen und seine Qualitätssicherung einbringt, um seine renommierten audiovisuellen Standards aufrechtzuerhalten, wobei die Entwicklung der Top-End-OLED-Modelle vollständig gemeinsam erfolgt.
Damit endet die Zeit der Herstellung von Fernsehern in Japan. Ehemalige Schwergewichte wie Sharp und Toshiba haben sich bereits vor rund zehn Jahren aus dem Geschäft zurückgezogen.
Zukünftige Fernseher sollen weiter unter der Marke Panasonic angeboten werden und Panasonic soll sich weiterhin um den Kundensupport kümmern. Für Europa streben die beiden Unternehmen einen Marktanteil im zweistelligen Bereich an, was einen deutlichen Sprung bedeuten würde.
Das Ende hat sich seit Jahren bereits abgezeichnet
Panasonic begann schon im Jahr 2021 die Produktion kleinerer und mittelgroßer Fernseher an den chinesischen Hersteller TCL auszulagern. Ein starker Konkurrenzkampf mit chinesischen Herstellern sowie die große Premium-Konkurrenz aus Korea hat sich zudem auf die Marge im Geschäft ausgewirkt.
Mittlerweile konzentriert sich der Konzern auf das lukrativere Business-to-Business-Geschäft. So produziert Panasonic unter anderem Batterien für Elektroautos sowie Energielösungen und smarte Haustechnik.
Mit dem Z95B hat Panasonic auf der CES 2025 eine neue Panel-Technologie vorgestellt.
Für treue Kunden verschwindet der Name Panasonic zwar nicht aus den Regalen, doch für die Herstellung der Geräte wird zukünftig jemand anderes zuständig sein. Während der Konzern seinen Fokus nun endgültig auf lukrativere Zukunftsfelder wie die Batterieproduktion für Elektroautos richtet, überlässt er das Wohnzimmer der chinesischen Konkurrenz.
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