Nicht für Gaming, aber trotzdem spannend: Spieler stellt passiv gekühlten PC mit Bildern und Leistungsdaten vor

Ein Nutzer im PCGH-Forum zeigt, dass passiv gekühlte PCs auch 2026 noch absolut Sinn ergeben können – zumindest für Office-Arbeiten.

Der vollständig passiv gekühlte PC des PCGHX-Nutzers MDJ nutzt den massiven Noctua NH-P1 zur Kühlung des AMD Ryzen 7 5700G – komplett ohne Lüfter. (© MDJ via PCGH-X) Der vollständig passiv gekühlte PC des PCGHX-Nutzers MDJ nutzt den massiven Noctua NH-P1 zur Kühlung des AMD Ryzen 7 5700G – komplett ohne Lüfter. (© MDJ via PCGH-X)

Im Extreme-Forum unserer Kollegen von PC Games Hardware tummeln sich immer wieder interessante Projekte der Community: Der Nutzer MDJ zeigt mit seinem Noctua-Build etwa, was die thermischen Grenzen eines PCs ohne jegliche aktive Belüftung hergeben.

Der gezeigte PC verzichtet nämlich komplett auf Lüfter und setzt stattdessen auf passive Kühlung. Zwar betont MDJ, dass Gaming mit seinem Build nicht wirklich machbar ist, hat aber dafür den Vorteil, dass so effektiv lautlose PC-Arbeiten möglich sind.

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Die Komponenten: Vom Noctua-Kühlriesen bis zum Graphit-Pad

Das Herzstück des Systems bildet ein AMD Ryzen 7 5700G mit acht Zen-3-Kernen und integrierter Radeon Vega 8-Grafik. Die APU verfügt über eine offizielle TDP von 65 Watt und unterstützt eine TDP-Reduzierung auf bis zu 45 Watt.

Als »Unterbau« liegt der Asrock B550M Pro vor, auf dem 32 GByte DDR4-RAM stecken. Als Netzteil wurde das Seasonic Focus Plus Gold 550W gewählt, das über eine Hybrid-Lüftersteuerung verfügt und bis zu einer Last von 275 Watt im Nulldezibel-Modus arbeitet.

Für die Kühlung kommt der Noctua NH-P1 zum Einsatz – ein passiver Kühler, der von Grund auf für lüfterlosen Betrieb entwickelt wurde. GamersNexus bezeichnete den NH-P1 in Tests einst als »einen der besten passiven Kühler« auf dem Markt – mit der Einschränkung, dass er bei Hochleistungs-CPUs schnell an seine Grenzen stößt.

  • Eine interessante Detail-Entscheidung: Statt herkömmlicher Wärmeleitpaste verwendet MDJ ein Innovation Cooling Graphite Thermal Pad mit 40×40 Millimetern.
  • Diese Graphit-Pads bieten eine Wärmeleitfähigkeit von 35 W/m·K und sind wiederverwendbar, da sie keine Flüssigkeit enthalten, die austrocknen könnte.

Der Noctua NH-P1 macht als Passivkühler den nahezu geräuschlosen Betrieb erst möglich. Der Noctua NH-P1 macht als Passivkühler den nahezu geräuschlosen Betrieb erst möglich.

Die Messungen: Zwei Szenarien zeigen die Möglichkeiten

MDJ führte zum Einblick in die Performance Belastungstests mit dem CPU-Z-Stresstest über etwas mehr als 15 Minuten durch und dokumentierte die Ergebnisse mit HWiNFO64. Dabei wurden zwei verschiedene Konfigurationen getestet: einmal ohne Leistungsbegrenzung und einmal mit einem 45-Watt-Limit.

Warum das Sinn ergibt und mit welchen weiteren Tipps ihr euren PC kühler, leiser und sparsamer halten könnt, zeigen wir euch übrigens im verlinkten Artikel.

Bei den Standardeinstellungen ohne künstliche Leistungsbegrenzung zeigte der Ryzen 7 5700G seine aggressive Boost-Strategie:

  • Die CPU-Leistungsaufnahme kletterte auf etwa 73 Watt, während die Prozessorkerne mit durchschnittlich 4,3 GHz takten. Die Temperaturen erreichten dabei Spitzenwerte zwischen 85 und 87 Grad Celsius. Nach etwa 11 bis 12 Minuten stabilisierten sich die Werte, wobei die CPU aufgrund der hohen Temperaturen begann, den Takt auf etwa 4,2 GHz zu reduzieren.

Das zweite Testszenario mit aktiviertem 45-Watt-Limit lieferte deutlich bessere thermische Ergebnisse:

  • Die Leistungsaufnahme stabilisierte sich erwartungsgemäß bei etwa 45 Watt, während die CPU-Temperatur nach einem anfänglichen Sprung von etwa 62 Grad Celsius auf komfortable 42 bis 45 Grad Celsius sank. Der durchschnittliche CPU-Takt lag bei etwa 3,8 GHz – nahe am Basistakt des Prozessors.

Um es in den Worten von MDJ selbst zu sagen: »Da ich den Rechner derzeit nur für Office nutze, läuft er gemütlich mit seinem 45W-Limit. Reicht vollkommen und einen Leistungsunterschied merkt man da absolut nicht. Und man spart eine Menge Energie und Temperatur.«

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