Sony soll in Zukunft weniger Spiele auf den PC bringen - laut einem Ex-Microsoft-Manager ist die Steam Machine der Grund dafür

Sony überdenkt wegen der Steam Machine wohl die aktuelle Exklusiv-Politik.

Laut einem Branchenkenner sieht Sony in Valve den größten Konkurrenten. (Bild: Sony und Valve) Laut einem Branchenkenner sieht Sony in Valve den größten Konkurrenten. (Bild: Sony und Valve)

Laut einem Bericht soll Sony überlegen, neue Singleplayer-Spiele nicht mehr auf den PC zu bringen. Ein ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter hat eine Vermutung, was dahinterstecken könnte.

Sony bereitet sich auf die Steam Machine vor

Die Zeiten der großen »Konsolenkriege« sind eigentlich vorbei. Sony bringt seit ein paar Jahren Hits wie Ghost of Tsushima oder Marvel's Spider-Man 2 mit etwas Abstand auch auf den PC und Microsoft hat die Plattformgrenzen mit PS5-Releases von Reihen wie Forza, Gears of War oder dem Flugsimulator ebenfalls aufgeweicht.

Video starten 1:00:20 Wird die nächste Steam Machine wieder zum Desaster für Valve?

Dieser Kuschelkurs könnte aber schon bald der Vergangenheit angehören. Kürzlich berichtete der bekannte US-amerikanische Journalist und Brancheninsider Jason Schreier, dass Sony in Zukunft zwar weiterhin Multiplayer-Titel wie Helldivers 2 oder Marathon, aber nicht länger Singleplayer-Hits wie das kommende Marvel's Wolverine auf den PC porten möchte.

Dieser Bericht wird online natürlich intensiv diskutiert. Auf X hat sich auch Mike Ybarra, der ehemalige Präsident von Blizzard und Corporate Vice President für Xbox Live und Xbox Game Pass, zu den Gerüchten geäußert.

Laut Ybarra würde dieser Schritt aus Sonys Sicht durchaus Sinn ergeben. Die Xbox habe man eindeutig geschlagen und jetzt bereite man sich auf den nächsten Konkurrenten vor. Sony sehe demnach Valve mit der Steam Machine und SteamOS als den nächsten »Gegner«.

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Tatsächlich möchte Valve mit der Steam Machine das Wohnzimmer erobern und dürfte dabei gute Chancen haben. Schon jetzt hat Steam sowohl den größten Spielekatalog als auch die meisten Nutzer aller Spieleplattformen.

Dazu kommen regelmäßige Sales, eine faire Rückgabe-Politik und der Gratis-Multiplayer. In Zukunft erwartet Ybarra zudem weitere SteamOS-Konsolen von Drittherstellern, die dann auch Budget- und High-End-Optionen beinhalten könnten.

Für Sony könnte die Luft dadurch dünn werden. Der Schritt zurück zu Exklusivspielen ist daher im Grunde nur logisch. Das PlayStation-Geschäft ist eben weiterhin stark an den Verkauf von Konsolen gebunden.

Und da setzt Sony auf starke Marken und Figuren. In Zukunft könnten Kratos und Co. laut einem Patent sogar auf die Nutzer zugeschnittene KI-Podcasts moderieren.

Zum Release der Steam Machine kann das japanische Unternehmen wohl noch auf den deutlich günstigeren Anschaffungspreis verweisen. Wie die PS5 Pro mit ihrem 800-Euro-Einstiegspreis gezeigt hat, könnte sich das in Zukunft aber auch wieder ändern.

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