Gaming-PCs immer teurer: Die nächste Runde der Preiserhöhungen betrifft ausnahmsweise mal nicht RAM, SSDs oder Grafikkarten

Schlechte Nachrichten für PC-Bauer: Weil Chip-Fertiger TSMC die Preise anzieht, werden CPUs von Intel, AMD und Qualcomm jetzt um bis zu 20 Prozent teurer

Intel erhöht die Prozessorpreise um bis zu 20 Prozent. Qualcomm und AMD sollen ebenfalls Erhöhungen planen. (Bildquelle: BoliviaInteligente via Unsplash) Intel erhöht die Prozessorpreise um bis zu 20 Prozent. Qualcomm und AMD sollen ebenfalls Erhöhungen planen. (Bildquelle: BoliviaInteligente via Unsplash)

Wer in diesen Tagen einen neuen PC zusammenstellen oder aufrüsten möchte, braucht einmal mehr ein dickes Fell – und ein gut gefülltes Portemonnaie. Die nächste große Preiswelle auf dem Hardware-Markt ist bereits angerollt und trifft diesmal ausgerechnet das Herzstück jedes Rechners: den Prozessor.

Wie die taiwanesische Zeitung Commercial Times (CTEE) (via PC Games Hardware) unter Berufung auf interne Quellen aus der Lieferkette berichtet, haben Tech-Größen wie Intel und Qualcomm die Preise für etliche ihrer CPU-Reihen bereits im September und Oktober 2026 klammheimlich um bis zu 20 Prozent angehoben.

Auch AMD soll dem Beispiel bereits in den nächsten Tagen folgen. Auslöser für diese deutliche Anhebung sind gestiegene Wafer-Kosten beim weltweit wichtigsten Chip-Fertiger TSMC.

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Welche Prozessoren konkret teurer werden

Besonders hart trifft es Intels High-End-Segment: Für die Mobilprozessoren der Panther-Lake-Generation wurden die Preise um spürbare 15 bis 20 Prozent nach oben korrigiert.

Branchenkenner sollen davon ausgehen, dass vor allem die Topmodelle mit zwölf Kernen und Arc-B390-Grafik im modernen Fertigungsverfahren betroffen sind, während Standard-Varianten vorerst verschont bleiben.

Doch auch bei etablierten Desktop- und Notebook-Generationen schlägt der Preishammer zu:

  • Meteor Lake & Arrow Lake: Preissteigerungen zwischen 5 und 10 Prozent.
  • Alder Lake & Twin Lake: Ältere Generationen sowie CPUs ohne P-Kerne werden um 10 bis 20 Prozent teurer.
  • Qualcomm: Die Snapdragon-X- und X2-SoCs für Windows-PCs verteuerten sich zum 1. Oktober um rund 10 Prozent.
  • AMD Ryzen & Epyc: Für ausgewählte Modelle im Desktop- und Serverbereich ist eine Erhöhung um 10 Prozent bereits beschlossene Sache, der genaue Stichtag steht allerdings noch aus.
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TSMC und der KI-Boom

Dass praktisch alle Branchengrößen zeitgleich an der Preisschraube drehen, ist kein Zufall, sondern liegt an einem gemeinsamen Nenner: dem Auftragsfertiger TSMC.

Die Taiwanesische Firma hat mit gestiegenen Infrastrukturkosten zu kämpfen und kündigte bereits an, die Wafer-Preise für moderne Fertigungsprozesse unterhalb von 6 nm um bis zu 10 Prozent anzuheben.

Hinzu kommt die schier unersättliche Nachfrage nach KI-Beschleunigern, die TSMCs modernste Produktionslinien blockiert und Kapazitäten verknappt. Weil AMD seine Ryzen- und Epyc-Chips schon lange und Intel Teile seiner aktuellen Chiplets bei TSMC fertigen lässt, reicht die Chip-Schmiede die gestiegenen Produktionskosten nun direkt an die Chiphersteller weiter – die sie wiederum an Endkunden und Händler abwälzen.

Was das jetzt für PC-Käufer bedeutet

Für Endkunden bedeutet das vor allem eins: Geduld wird in den kommenden Wochen voraussichtlich nicht mit sinkenden Preisen belohnt. Zwar dauert es erfahrungsgemäß ein wenig, bis Erhöhungen auf Großhandelsebene in den Regalen und Online-Shops der Einzelhändler ankommen, doch die Richtung ist klar vorgegeben.

Mehr zum Thema: Unsere besten Gaming-PCs für 4K, WQHD und Full HD – GameStar-PC-Kaufberatung Oktober 2026

Wer bald ein CPU-Upgrade plant oder ein System von Grund auf neu baut, sollte die Preise genau im Auge behalten und womöglich lieber früher als später zuschlagen, bevor die neue Preisrealität den Handel vollends erreicht.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr vor Kurzem bereits neue Hardware gekauft oder wartet ihr auf den passenden Zeitpunkt zuzuschlagen? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.


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