Radeon Crimson Version 15.11.1 - Hotfix für Lüfterprobleme, Star Wars: Battlefront, Fallout 4 & Just Cause 3

Die neue Radeon-Software Crimson sorgt laut Berichten einiger Nutzer dafür, dass die Lüftergeschwindigkeit mancher Grafikkarten auch bei Last bei 20 Prozent bleibt und so Hitzeprobleme auftreten. Ein Hotfix behebt das Problem.

von Georg Wieselsberger,
01.12.2015 06:50 Uhr

Einige Nutzer berichten über Probleme mit der Lüftersteuerung der Radeon-Software Crimson.Einige Nutzer berichten über Probleme mit der Lüftersteuerung der Radeon-Software Crimson.

Update: AMD hat wie versprochen eine aktualisierte Version der Radeon-Software Crimson veröffentlicht. Das Update 15.11.1 behebt mehrere Probleme mit den Overdrive-Einstellungen, die dafür sorgten, dass die Lüfter auf manuelle Steuerung gestellt und damit bei Last nicht mehr automatisch hochgeregelt wurden. In Star Wars: Battlefront und Just Cause 3 behebt der neue Treiber einige Grafikprobleme und in Fallout 4 wird das Flackern der Kompass-Darstellung auf Modellen der Radeon R9 390 behoben. Die neue Version 15.11.1 Beta steht bei AMD als Download zur Verfügung.

Quelle: AMD

Originalmeldung: Die neue Radeon-Software Crimson bietet zwar viele neue Funktionen und wurde auch von vielen Nutzern von AMD-Grafikkarten gelobt, allerdings hat sich wohl ein schwerwiegender Fehler in die Lüftersteuerung des neuen Treibers eingeschlichen. Mehrere Nutzer melden im Internet, dass nach der Installation des neuen Radeon-Software Crimson die Lüftergeschwindigkeit ihrer Grafikkarte fest auf 20 Prozent eingestellt ist. In den meisten Fällen bemerken das die Nutzer allerdings zunächst nicht, so dass die Grafikkarte bei hoher Last überhitzt und erst der Absturz des Rechners den ersten Hinweis darauf liefert.

Anscheinend wurden einige Grafikkarten auf diese Weise durch zu hohe Temperaturen auch beschädigt, obwohl das eigentlich durch automatisches Heruntertakten der GPU in solchen Fällen verhindert werden müsste. Einige Nutzer melden daher auch, dass ihre Grafikkarte wegen des Fehlers durch eine gesenkte Taktrate plötzlich eine viel schlechtere Leistung liefert. Ob die gemeldeten defekten Grafikkarten also wirklich an einem Treiberfehler lagen, bleibt zunächst unklar und wird von anderen Nutzern stark bezweifelt.

Ein Workaround für das Problem ist laut Berichten, die Profile der installierten Spiele in den Overdrive-Einstellungen der Treiber auf automatische Lüftergeschwindigkeit zu setzen. Bei anderen Nutzern hilft es, dies bei den globalen Einstellungen vorzunehmen. Allerdings gibt es auch Nutzer, bei denen sich der Treiber nach dem Reboot des PCs wieder auf die Grundeinstellungen zurücksetzt.

Es gibt auch den Verdacht, dass eventuell Grafikkarten-Tools, die zusätzlich zu der Crimson-Edition des Treibers installiert wurden, für manche dieser Probleme verantwortlich sein könnten, da es auch sehr viele Nutzer gibt, bei denen die Lüftersteuerung bei gleichen Modellen einwandfrei funktioniert. Andere hingegen nutzen solche Tools, um die Lüftersteuerung selbst einzustellen und das Problem so zu umgehen. Wir konnten die Probleme in einem kurzen Test mit einer Asus Radeon R9 290 DirectCU II nicht nachvollziehen. Immerhin hat AMD bereits reagiert und für den heutigen Montag einen Hotfix für einen Lüfterfehler versprochen, der bei manchen GPUs gemeldet wurde. Es dürfte also keinen Zweifel geben, dass tatsächlich ein Fehler im Treiber vorliegt.

Quelle: Reddit, AMD

Radeon Software Crimson - Überblicks-Video zum neuen AMD-Treiber 2:44 Radeon Software Crimson - Überblicks-Video zum neuen AMD-Treiber


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