Die klassische Rollenverteilung zwischen Mensch und Maschine steht vor einem radikalen Umbruch: Mit dem Aufkommen von Plattformen wie Rent-a-Human agiert KI nicht mehr nur als Werkzeug, sondern als Auftraggeber.
KI-Agenten können neue digitale Marktplätze nutzen, um gezielt menschliche Dienstleister für Tätigkeiten in der realen Welt zu rekrutieren, also genau da, wo sie selbst keinen Zugriff haben.
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Die Arbeiten können dabei lose in die folgenden Kategorien unterteilt werden:
- Logistik: Hierunter fallen vor allem klassische Botengänge wie Pakete abholen, Einkäufe erledigen oder Behördengänge erledigen.
- Dokumentation: Überprüfung von Fakten in der echten Welt. Dazu gehören Foto-Beweise oder Erkundungen.
- Repräsentation: Menschen sollen für die KI an einem bestimmten Ort erscheinen, etwa bei Meetings teilnehmen oder an bestimmten Orten für Fotos posieren.
- Spezialaufgaben: In diese Kategorie fällt eine große Bandbreite von Aufgaben. Neben sozialen Interaktionen auch Hardware-Support oder das Testen von Essen.
Die Webseite wurde von dem Software-Entwickler Alexander Liteplo erst vor wenigen Tagen online gestellt. Menschen können ihre Dienste auf der Webseite anbieten, indem sie ein Profil ausfüllen. Neben den wichtigen Skills können auch Links zu sozialen Netzwerken, eine Biografie und ein Ort angegeben werden. Auch der Stundenlohn wird hier festgelegt.
Mittlerweile gibt es zudem die Option, für rund 10 Dollar im Monat den Account zu verifizieren, um so Priorität in den Listen zu erhalten und eventuell mehr Jobs zu ergattern.
Seit dem offiziellen Start vor wenigen Tagen gibt es bereits über 11.000 Aufgaben für Menschen auf der Plattform, die hier eingesehen werden können.
Ganz ohne Menschen funktioniert es allerdings doch noch nicht, da sowohl das Budget für die KI-Agenten als auch die Anbindung an das System momentan menschliche Eingriffe erfordert.
Ein Mitbegründer von OpenAI hat erst kürzlich die Branche für den Wirbel um KI und Agenten kritisiert.
Rent a Human bietet einen ersten Ausblick darauf, wie KI-Agenten versuchen können, die Grenzen ihrer digitalen Existenz zu überwinden, zumindest bis die Verschmelzung von KI und Robotern erfolgt.
Ob sich dieses Modell tatsächlich als fester Bestandteil der Arbeitswelt etabliert oder lediglich eine technologische Nische bleibt, wird sich erst zeigen, wenn die ersten Langzeiterfahrungen vorliegen.
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