Auf den weltweiten Launch-Partys zu RTX Spark hat Nvidia-Manager Jeff Fisher Spekulationen über ein Ende der Geforce RTX 5090 zurückgewiesen: Die Produktion sei nicht eingestellt, die Lieferkette aber »etwas eingeschränkt«. Im Handel zeigt sich das.
Wohin ein Teil der noch vorhandenen Karten wandert, zeigt ein Video, dass der X-Account des Hongkonger Hardwaremagazins HKEPC verteilt: Zu sehen ist eine Werkstatt, in der Arbeiter fabrikneue RTX 5090 auseinandernehmen.
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Umbau am Fließband
Auf dem HKEPC-Video stapeln sich auf den Arbeitstischen Retail-Verpackungen und neue Karten mehrerer Hersteller, sogar Nvidias eigene Founders Edition ist darunter.
- Jede Karte durchläuft hierbei mehrere Stationen: Zuerst fällt der große Dreilüfter-Kühler, anschließend wandern GPU und Videospeicher von der Original-Platine auf eine neue, die einen schlanken Blower-Kühler trägt.
- Danach folgt die Prüfung: Auf offenen Prüfständen laufen dem Medium zufolge Dutzende umgebaute Karten gleichzeitig unter Last, was besteht, wird sortiert, neu verpackt und an Abnehmer übergeben.
- Wie viele Karten tatsächlich durch diesen Prozess laufen, ist unbekannt; bei der schieren Menge dürften da aber locker hunderttausende Euro an GPUs liegen.
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Zerlegt wird fast alles außer GPU und Speicher: Original-Platine und Kühler werden laut ComputerBase nicht weiterverwendet, der GB202-Chip selbst bleibt unverändert.
Woher die Grafikkarten stammen – die RTX 5090 ist hier aufgrund US-Exportbestimmungen nicht offiziell erhältlich –, ist indes komplett unklar. Die eigens für den chinesischen Markt geschaffene Alternative in Form der RTX 6000D scheint jedenfalls weiterhin uninteressant zu bleiben.
Gaming-Bauform raus, Server-Bauform rein
Der Grund für diese Umbauten ist schnell gefunden: Es geht um die Bauform.
- Schließlich schrumpft die RTX 5090 so auf zwei Steckplätze; die üblichen Custom-Modelle mit ihren drei bis vier Steckplätzen lassen sich so kaum in mehrfacher Stückzahl in ein Gehäuse mit vier Höheneínheiten packen.
- Die Lüfter der klassischen Gaming-Karten blasen die Wärme ins Gehäuse hinein, während der Blower sie nach hinten hinausschiebt – das erleichtert die Kühlung, wenn Karten dicht an dicht sitzen.
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