Zebrastreifen sollen Straßenteilnehmer aufmerksam machen, doch die Realität sieht nicht immer optimal aus: Dunkelheit, Regen, parkende Autos oder einfach nur Unaufmerksamkeit können Fußgänger Übergängen zu »unsichtbaren« Personen werden lassen.
Herkömmliche Verbesserungsansätze wie zusätzliche Bodenmarkierungen oder Beschilderung lösen das eigentliche Problem nicht: Sie machen auf den Zebrastreifen an sich aufmerksam – und nicht unbedingt auf die Person, die ihn gerade benutzt.
Genau hier setzt eine Technologie aus dem Münsterland an: Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat im Rahmen ihres Smart-City-Entwicklungsplans einen sogenannten smarten Zebrastreifen in der Breslauer Straße auf Höhe der Hausnummer 19 am Eschberg in Betrieb genommen.
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Saarbrücken setzt als erste Großstadt auf das SafeXOne-System
Das System selbst stammt von der Blömen Verkehrs- und Sicherheitstechnik GmbH aus Gescher im Münsterland und trägt den Namen »SafeXOne«.
Grundsätzlich besteht SafeXOne aus vier Säulen, die an den Ecken des Zebrastreifens aufgestellt werden. Sobald eine Person den Überweg betritt oder sich ihm nähert, reagiert das System automatisch in zwei Stufen.
- Tagsüber und bei guten Sichtverhältnissen aktivieren die Sensoren ein gelbes LED-Blinklicht in rund 90 Zentimetern Höhe, das heranfahrende Fahrer frühzeitig warnt.
- Bei Dämmerung, Dunkelheit oder schlechten Witterungsbedingungen wird eine zusätzliche Laserlichtquelle eingeschaltet, die einen etwa zwei Zentimeter hohen Lichtteppich über die gesamte Breite des Zebrastreifens auf die Fahrbahn projiziert.
- Tritt eine Person in dieses Licht, erscheint ein Lichtstreifen in Fußhöhe, der ihre Bewegung und Position in der Dunkelheit deutlich hervorhebt.
Das System kostet nach Angaben des Herstellers deutlich weniger als eine klassische Ampelanlage, lasse sich einfacher installieren und könne auch nachgerüstet werden.
Neben Saarbrücken ist SafeXOne laut der Blömen VuS GmBH inzwischen in weiteren deutschen Kommunen aktiv, etwa im hessischen Obertshausen oder Emsdetten und Olpe in Nordrhein-Westfalen – und weitere könnten folgen: Im Bezirk Eimsbüttel etwa wurde im vergangenen März ein Antrag eingebracht, smarte Zebrastreifen nach Saarbrücker Vorbild auch in Hamburg zu testen.
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