Gefühlt rüstet ganz Deutschland jeden Sommer auf, als ginge es in den Krieg der Sterne. Auf den Terrassen und Balkonen stehen mittlerweile Gasgrills, die mehr Knöpfe haben als ein Flugzeug-Cockpit, oder super teure Holzkohle-Kugeln. Aber während der Rest der Republik aus dem Grillen eine Wissenschaft macht, macht es ein Bundesland viel besser als alle anderen. Im Saarland pfeift man auf den ganzen Schick Schnack und setzt auf ein Konstrukt, das fast schon archaisch aussieht und traditionelles saarländisches Kulturgut ist: den Schwenkgrill.
Hier gibt es den saarländischen Schwenkgrill zum Hammerpreis!Die heilige Dreifaltigkeit: Der "Schwenker"
Um das Phänomen zu kapieren, muss man erstmal die Kultur dahinter kennen. Im Saarland ist Grillen kein Wettbewerb um das beste Equipment. Es ist eher ein soziales Event. Man steht mit einem Kaltgetränk in der Hand um die Feuerschale, quatscht die Welt und philosophiert höchstens darüber, wer den Rost gerade am elegantesten kreisen lässt.
Dabei stiftet die Sprache für Außenstehende oft Verwirrung. Der Begriff „Schwenker“ ist da unten nämlich etwas Besonderes. Er steht für das Dreibein an sich, für das marinierte Stück Fleisch, das darauf brutzelt, und gleichzeitig für den armen Tropf, der die Grillzange schwingen darf. Wenn man das weiß, ergibt auch dieser völlig bekloppte Kult-Satz Sinn: „Echte Schwenker schwenken ihre Schwenker auf dem Schwenker.“ Da brat mir doch einer nen Storch, aber das ist regionale deutsche Identität!
Hier gibt es den saarländischen Schwenkgrill zum Hammerpreis!Warum kein "normaler" Grill, sondern ein Schwenkgrill?
Aber was macht das Ding so anders? Es liegt nicht an irgendeiner Hightech-Funktion, sondern der Bauweise und Physik. Ein Schwenkgrill besteht nur aus einem Dreibein, einer Feuerstelle und einem Rost an einer Kette.
Genau diese Kette macht den Unterschied. Weil der Rost ständig sanft über der Glut hin und her schaukelt, verteilt sich die Hitze komplett gleichmäßig und das Fett vom Fleisch tropft nicht ständig auf dieselbe heiße Kohle. Bei meinem Grill ist es sonst so: Fett tropft in die Glut, dicke Stichflamme, Fleisch schwarz. Beim Schwenkgrill passiert das durch die ständige Bewegung so gut wie gar nicht.
Das Fleisch saugt Röstaromen vom echten Feuer auf und bleibt innen super saftig. Beim Schwenker gibt es logischerweise auch keine klemmende Lüftungsschieber oder Gasregler für die Temperaturregelung. Ist es zu heiß, zieht ihr die Kette einfach ein Stück hoch. Wollt ihr mehr Hitze für eine krosse Kruste, lasst ihr das Ding ab.
Hier gibt es den saarländischen Schwenkgrill zum Hammerpreis!Kostet weniger als die klassischen Grills!
Ein waschechter Saarländer würde seinen Schwenker natürlich niemals einfach so im Baumarkt kaufen. Da drüben wird das Schweißgerät angeworfen und das Dreibein in Handarbeit selbst zusammengeklöppelt. Nicht jeder von uns hat das nötige handwerkliche Geschick, schweres Gerät oder gleich eine halbe Schlosserei im Keller, um sich so ein Teil mal eben selbst zusammenzubrutzeln.
Es gibt mittlerweile richtig starke, fertige Schwenkgrills zu kaufen und im Vergleich zu den ganzen hochgezüchteten Grills kosten die Dinger nur einen kleinen Bruchteil!
Weitere tolle Grills, die ich empfehlen kann:
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