Bildschirme mit 3D-Effekt sind ohne Frage eine spannende Erfindung. So richtig durchsetzen konnten sie sich bisher aber nicht. Samsung wagt jetzt einen neuen Ansatz und hat dabei vor allem Werbeflächen im Blick.
3D-Effekte im schlanken Design
3D-Displays galten schon mehrmals als »das nächste große Ding«. Nachdem der erste Avatar-Film im Kino lief, gab es etwa massenhaft 3D-Fernseher auf dem Markt, für die allerdings eine spezielle Brille benötigt wurde.
Unvergessen ist natürlich auch der Nintendo 3DS, der ohne Brille 3D-Effekte bot.
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Solche Effekte waren zwar nett, auf Dauer aber einfach nicht für den Alltag zu gebrauchen. Kaum jemand wollte einen Filmabend veranstalten, bei dem alle klobige Brillen tragen müssen. Beim 3DS wurde der 3D-Effekt ebenfalls oft ausgeschaltet. Bei den TVs kam natürlich noch der extrem hohe Preis dazu.
Aus den heimischen vier Wänden sind die 3D-Bildschirme daher mittlerweile wieder größtenteils verschwunden. Geht es nach Samsung, feiern sie aber bald in einem anderen Kontext ein Comeback.
In den USA hat der südkoreanische Tech-Gigant jetzt nämlich die neue »Spatial Signage«-Linie veröffentlicht. Dabei handelt es sich um 3D-Bildschirme, die etwa als Werbeflächen oder in Museen zum Einsatz kommen sollen.
Den Anfang macht ein Modell mit 85 Zoll, später sollen aber auch Modelle mit 32 und 55 Zoll folgen. Ein großer Vorteil der neuen Samsung-Technologie ist, dass sie im Vergleich zu Modellen anderer Hersteller deutlich schmaler ist. So fallen die Displays etwa in Geschäften weniger stark auf.
Sie sind ausgestattet mit dem Samsung-Quantum-Processor, kommen mit integriertem 4K-Upscaling und einer breiten Farbpalette. Die »Visual eXperience Transformation« (VXT) soll es Unternehmen extrem einfach machen, passende Inhalte zu erstellen.
Das in VXT integrierte »AI Studio« kann etwa statische Bilder in kurze 3D-Videos umwandeln. Die bewegten Bilder und der 3D-Effekt, für den keine Brille oder Ähnliches benötigt wird, sollen spannender sein als beispielsweise klassische Plakate.
Samsung ist übrigens nicht der einzige Hersteller, der auch 2026 noch an 3D-Bildschirme glaubt. Ein neuer Handheld setzt ebenfalls auf die Technologie.
Das erste Modell ist in den USA schon jetzt für Business-Accounts verfügbar und kostet 15.800 US-Dollar. Umgerechnet sind das etwa 13.600 Euro. Ob in Zukunft auch andere Märkte beliefert werden, ist aktuell unklar. Eigentlich sollte aber nichts dagegen sprechen.
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