Aktuell wird in der Handheld-Community heiß über ein neues Gerät diskutiert, in gleich vielerlei Hinsicht hervorsticht – und sein brillenloser 3D-Bildschirm ist nur eine Besonderheit von mehreren.
Der Abxylute 3D One soll noch in diesem Jahr an erste Käufer und Käuferinnen ausgeliefert werden – und obwohl ich sehr gespannt auf das Gerät bin, fällt mir eine Empfehlung jetzt schon schwer.
Abxylute 3D One: Die Highlights im Überblick
Der 3D-Bildschirm: Das namensgebende Feature, das diesen Handheld so besonders macht, ist sein 11-Zoll großer 3D-Bildschirm mit KI-Eye-Tracking. Dadurch soll der 3D-Effekt nicht nur ohne Brille möglich sein, sondern auch in verschiedenen Blickwinkeln. Die Frontkamera soll die Position eurer Augen kontinuierlich erkennen und so den 3D-Effekt anpassen.
Laut dem Hersteller sollen sogar einige Spiele extra für die 3D-Darstellung optimiert worden sein, wie etwa Baldurs Gate 3, Metaphor: ReFantazio oder Lies of P. Weitere Inhalte lassen sich mit einem physischen Schalter von 2D zu 3D konvertieren.
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Abxylute 3D One: So sieht der XXL-Handheld mit 3D-Display aus
Abnehmbare Controller: Wie bei der Nintendo Switch 2 oder dem Lenovo Legion Go 2 lassen sich die Controller abnehmen und kabellos verwenden. Bei so einer Größe ergibt das auch viel Sinn, weil ihr den Handheld dann ganz einfach als Kickstand auf dem Tisch abstellen könnt und ihn nicht unbedingt in den Händen halten müsst.
Auch als Laptop oder Tablet verwendbar: Sind die Controller erst einmal abgenommen, wird aus dem Abxylute 3D One ein 11-Zoll-Windows-Tablet, mit dem ihr sogar 3D-Inhalte ansehen könnt. Mit einer angeschlossenen Tastatur wird daraus ein kompaktes Notebook.
Dual Trackpads: Zwei Trackpads sind längst nicht zum Standard bei Handhelds geworden, aber das sollten sie. Wie beim Steam Deck befindet sich auf jeder Seite des Gerätes ein kleines quadratisches Trackpad. So lassen sich auch Spiele spielen, die man üblicherweise mit der Maus steuert.
Hohe Gaming-Leistung: Im Inneren treibt der Intel Core Ultra 7 258V das Gerät an. Ihm stehen 32 GByte RAM zur Verfügung. Diese Konfiguration konnte mich schon im MSI Claw 8 AI+ überzeugen. Selbst im Vergleich zu den neuen AMD Ryzen Z2 Extreme-Handhelds (Asus ROG Xbox Ally X und Lenovo Legion Go 2) kann der Chip mithalten.
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- CPU: Intel Core Ultra 7 258V
- GPU: Intel Arc Graphics 140V
- RAM: 32 GByte LPDDR5x @ 8.533 MT/s
- SSD: 1 TByte PCIe 4.0 SSD
- Bildschirm: 10,95-Zoll, IPS, 2560 x 1600 Pixel, 120 Hz, 480 Nits, Brillenloses 3D mit Eye-Tracking
- Akku: 50 Wh mit 100 Watt Ladeleistung (GaN-Ladegerät im Lieferumfang)
- Konnektivität: WiFi 6E, Bluetooth 5.3, USB-A 3.2 Gen1, 2x USB-C (1x Thunderbolt 4), 3,5mm-Audioklinke, microSD-Slot
- Maße und Gewicht: Mit Controller 365 x 171 x 47 mm / 1,11 Kg; ohne Controller 259 x 171 x 15,9 mm / 0,87 Kg
- Betriebssystem: Windows 11 Home Edition
Warum mich das Gerät schon vor dem Release zweifeln lässt
Ist 3D wirklich so ein Mehrwert? Der Markt für Handheld-PCs ist noch immer wie der wilde Westen der frühen Smartphones und das ist gut so! Die Hersteller sind noch für Experimente bereit, und jedes Gerät soll auf seine eigene Art und Weise aus der Masse hervorstechen.
Ich frage mich jedoch, ob ein 3D-Bildschirm das Feature ist, das uns noch gefehlt hat. Schon beim Nintendo 3DS fand ich den Effekt zwar schön anzusehen, habe ihn aber schnell wieder deaktiviert, weil dadurch die Bildqualität litt und der Effekt nicht wirklich für mehr Immersion, sondern für Ablenkung sorgte.
Seit dem Nintendo 3DS sind natürlich viele Jahre vergangen und inzwischen dürfte die Technologie deutlich weiter sein. Dank des Eye-Trackings sollte insbesondere die Blickwinkelstabilität des 3D-Effekts merklich besser sein und durch die große Displaygröße ist das Spielerlebnis immersiver. Ich bin gespannt, aber skeptisch.
So ein großer Handheld und so ein kleiner Akku: Obwohl der Abxylute 3D One einer der größten Handhelds auf dem Markt ist, hat sich der Hersteller für einen vergleichsweise kleinen Akku mit 50 Wh entschieden. Der verbaute Intel Core Ultra 7 258V ist zwar sehr effizient, aber dieser Vorteil wird durch das stromhungrige 11-Zoll-3D-Display geschmälert.
Bei einem so großen Handheld hätte doch wohl ein 80-Wh-Akku hineingepasst? Ich muss allerdings zugeben, dass ein so großes Gerät eher für die heimische Couch und nicht für den mobilen Einsatz gedacht ist. Daheim ist ein kleiner Akku bei Handhelds weitaus weniger problematisch, weil eine Steckdose meistens nicht weit entfernt ist.
Der horrende Preis: Aktuell lässt sich der Abxylute 3D One über eine Crowdfunding-Kampagne »vorbestellen«. Frühe Unterstützer erhalten einen Rabatt von 300 US-Dollar. Das klingt nach viel, aber trotzdem werden immer noch 1.500 US-Dollar fällig. Die UVP des Herstellers beträgt also satte 1.800 US-Dollar. Dass für diesen Preis nur ein 50-Wh-Akku verbaut ist, ist somit doppelt enttäuschend.
Natürlich ist dieser Handheld ziemlich einzigartig auf dem Markt, aber seid ihr bereit dafür fast 2.000 Euro auf den Tisch zu legen? Der Preis relativiert sich etwas, wenn man bedenkt, dass ihr mit dem Abxylute 3D One drei Geräte in einem erhält: Handheld, Laptop und Tablet.
Vielleicht muss man das Gerät einfach mal selbst in Action sehen
Linh: Auf den ersten Blick überzeugt mich dieser Handheld noch nicht. Für seine technischen Daten ist er schlichtweg zu teuer, aber der Formfaktor weckt mein Interesse. Ein so großer Bildschirm mit abnehmbaren Controllern könnte tatsächlich ganz praktisch als »Daheim-Gerät« herhalten.
Beim 3D-Effekt bin ich noch sehr skeptisch, ob er in der Realität wirklich überzeugt, aber vielleicht täusche ich mich und gerade auf dem gigantischen Bildschirm (für Handheld-Verhältnisse) macht es einen großen Unterschied, den ich selbst nicht auf dem Schirm hatte.
Es steht noch in den Sternen, ob ich an ein Testgerät kommen werde, aber sollte es klappen, werde ich für euch hier auf GameStar Tech über meine Erfahrung mit dem Gerät berichten!
Was haltet ihr von diesem Handheld? Weckt er euer Interesse und würdet ihr ihn euch selbst kaufen? Schreibt es uns gern in die Kommentare!

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