In den letzten zwei Jahren hatte ich das Gefühl, bei Staub- und Wischrobotern ändern sich nur noch Nuancen. Ich habe hauptsächlich Staubsaug- und Mähroboter getestet und konnte mir dabei ein gutes Bild machen. Ob ein Roboter mit 19.000 Pascal oder mit 21.000 Pascal saugt oder das Wasser bei 60 oder 70 Grad erhitzt, macht für die meisten Nutzer kaum einen Unterschied.
Ich war an einem Punkt angelangt, an dem ich überzeugt war: Saugroboter sind fertig entwickelt. Eine Grenze ist erreicht. Ähnlich wie bei Smartphones, wo nur noch die vorhandenen Features immer weiter aufgebohrt werden.
Doch dann kam die IFA, mit den ersten Prototypen von Dreame, Eufy und Co. Und jetzt, zur CES 2026, hat Roborock mit dem Saros Rover den Sack zugemacht. Ich habe gesehen, was der nächste große Schritt
ist - und das ist Treppensteigen.
Treppen waren ein Tabu
Bisher kam jeder noch so teure Premium-Roboter spätestens bei Stufen oder gar Treppen an seine Grenzen. Wer in einem Haus mit mehreren Etagen lebt, hatte nur zwei schlechte Optionen zur Auswahl:
- Entweder man kauft für jedes Stockwerk ein eigenes Gerät,
- oder man spielt selbst den
Dienstboten
und schleppt das Gerät die Treppe hoch.
Eine vollständige Autonomie war damit nie gegeben.
Auf der IFA sahen wir bereits erste Versuche von namhaften Herstellern, dieses Problem zu lösen. Darunter eine Art von Schildkrötenpanzer, in die der Saugroboter hineinfährt, um sich von diesem dann tragen
zu lassen.
Nachdem die ersten Versuche schon recht interessant aussahen, legte Roborock jetzt mit dem Saros nach und präsentiert eine ganz andere Möglichkeit davon, wie Roboter Treppen steigen können. Nämlich mit einer Art von Hühnerbeinen. Ohne externes Taxi, sondern als ein Produkt.
Roborock Saros Rover - So ein Treppensteigen haben wir noch nie gesehen
Was macht den Saros Rover besonders?
- Hardware: Die Zwei-Rad-Bein-Architektur erinnert im ersten Moment an Hühnerbeine, verleiht dem Roboter aber eine fast schon tierische Agilität. Er rollt nicht nur, er balanciert.
- Treppensteigen: Der Saros Rover kann Treppen steigen und reinigt beim Steigen jede Stufe einzeln. Das funktioniert auf glatten Treppen, Teppichstufen und abgerundeten Kanten. Sogar Wendeltreppen sind laut Hersteller kein Problem.
- KI-Support: Durch die Kombination von KI-Algorithmen, 3D-Rauminformationen und Bewegungssensoren soll der Rover präzise Manöver ausführen. Das können plötzliche Richtungswechsel und sogar
kleine Sprünge
sein, während das Gerät stets waagerecht bleibt. - Andere Hindernisse: Auch Türschwellen und Steigungen sollen für den Rover mühelos überwindbar sein.
Hier seht ihr die Funktionen des Saros Rover im Video mit Sprüngen, Neigen, Treppen und Hindernissen:
2:28
Roborock Saros Rover beim Treppensteigen
Wann ist Release? Aktuell befindet sich der Saros Rover noch in der Entwicklungsphase. Es gibt noch keinen offiziellen Starttermin.
Preis für den Saros Rover: Ein Verkaufspreis für den Saros Rover wurde nach aktuellem Stand noch nicht mitgeteilt.
Andere Ideen zum Treppensteigen von Staubsaugrobotern konnten wir euch bereits vorstellen:
Bisher war das Thema Treppensteigen eher etwas für mutige Kickstarter-Kampagnen oder klobige Forschungsprojekte aus dem Labor.
Doch wenn Schwergewichte wie Roborock, Dreame und Eufy zeitgleich an Lösungen arbeiten, ist das das Signal: Die Technik ist reif für unsere Wohnzimmer. Wir reden hier nicht mehr über ferne Zukunftsmusik, sondern über die nächste Generation von Seriengeräten.
Fazit: Der Beginn einer neuen Ära
Der Saros Rover ist für mich mehr als nur ein weiteres Produkt auf dem Saugroboter-Markt. Er ist der Beweis dafür, dass die Branche gerade erst richtig loslegt. Wir verlassen die Ära der flachen Reinigung
. Der Roboter wird zu einem echten Haushaltshelfer, der selbstständig Türschwellen, Stufen und ganze Treppen überwindet.
Bisher war die Architektur der natürliche Feind des Saugroboters. Wir mussten Rampen legen (und mal ehrlich, wer hat das gemacht?) oder damit leben, dass bestimmte Räume und Etagen »Sperrzone« blieben. Mit dem Saros Rover dreht sich das Prinzip um: Der Roboter kapituliert nicht mehr vor unserer Wohnung, sondern meistert sie. Das ist der Moment, in dem die Technologie endlich erwachsen wird.
Würdet ihr einem kletternden Roboter eure teure Wendeltreppe anvertrauen?
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