Silber reinigen: Experten sind sich einig – ihr braucht nur heißes Wasser, Natron und etwas Alufolie

Ein simpler Kniff, um Silberschmuck neues Leben einzuhauchen.

Silberschmuck läuft mit der Zeit meist etwas an und verliert an Glanz. Ein simpler Trick hilft dagegen. (Bild: trendencias.com) Silberschmuck läuft mit der Zeit meist etwas an und verliert an Glanz. Ein simpler Trick hilft dagegen. (Bild: trendencias.com)

Irgendwann entscheiden wir uns vielleicht, etwas mehr in unsere Ohrringe, Armbänder oder Ringe zu investieren und greifen zu Materialien wie echtem Silber – in der Hoffnung, dass sie deutlich länger halten und nicht so schnell anlaufen.

Nach einiger Zeit kann Silber dennoch seinen Glanz verlieren und dunkel anlaufen. Verantwortlich dafür sind vor allem schwefelhaltige Verbindungen in der Umgebungsluft. Hohe Luftfeuchtigkeit kann den Prozess zusätzlich beschleunigen.

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass euer Schmuck dauerhaft ruiniert ist. Mit einer einfachen Mischung aus Haushaltsmitteln bringt ihr ihn im Handumdrehen wieder zum Glänzen wie am ersten Tag.

Die passende Methode bestätigen auch Experten wie die American Chemical Society und die Autoren der Studie Electrochemical Cleaning of Artificially Tarnished Silver.

Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite trendencias.com und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.


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Wie es funktioniert

Das Vorgehen basiert auf einer Kombination aus sehr heißem Wasser, Natron und Alufolie, die euren Silberschmuck wieder wie neu aussehen lässt.

Das Beste daran: Nach gerade einmal fünf Minuten seht ihr bereits das Ergebnis. In Härtefällen können aber auch längere oder mehrfache Behandlungen nötig sein.

  • Breitet einfach ein Stück Alufolie aus und legt das Schmuckstück darauf. Anschließend gebt ihr eine kleine Menge Natron hinzu und wickelt das Armband vollständig ein. Entscheidend ist der Kontakt zwischen dem Silber und dem Aluminium.
  • Sobald das Päckchen fertig vorbereitet ist, taucht ihr es für rund anderthalb Minuten in kochendes Wasser. Nach Ablauf der Zeit nehmt ihr es vorsichtig heraus und öffnet es behutsam, um das Armband zu begutachten.
  • Es kann abschließend helfen, das restliche Natron im Inneren mit den eigenen Fingern auf dem Schmuck zu verreiben. Den letzten Schliff verleiht ihr dem Schmuckstück mit einem weichen Tuch.

Dabei kommt es zu einer elektrochemische Reaktion: Aluminium ist unedler als Silber und gibt Elektronen ab. Das Silbersulfid wird dadurch zu metallischem Silber zurückverwandelt, der Schwefel geht als Schwefelwasserstoff ab (daher der leichte Geruch nach faulen Eiern). Das Natron macht die Lösung leitfähig.

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Was dabei zu beachten ist

Die Methode ist nicht für jeden Schmuck geeignet. Folgende Gegenstände solltet ihr besser nicht damit behandeln:

  • Schmuck mit Perlen, Opal, Türkis, Korallen oder anderen porösen/weichen Steinen sollte nicht in heißes Wasser mit Natron.
  • Geklebte Steine können sich lösen.
  • Bewusst oxidierter (geschwärzter) Schmuck verliert seine Patina, die Vertiefungen werden also auch hell.
  • Versilberter Schmuck (Plated) kann bei häufiger Behandlung Schaden nehmen.

Außerdem empfiehlt es sich, wegen des Schwefelgeruchs gut zu lüften und Schmuck trocken und luftdicht aufzubewahren, um den Prozess des Anlaufens generell zu verlangsamen.


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