»Es wäre verrückt« – EA-Gründer ist überzeugt: Ein Handheld von Sony und Microsoft wäre ein Fehler

Laut Trip Hawkins fehlen Sony und Microsoft Spiele, die sowohl Kinder als auch Erwachsene ansprechen, um mit Nintendo zu konkurrieren.

Trip Hawkins, Gründer von EA, glaubt nicht, dass Microsoft und Sony in den Handheld-Markt einsteigen sollten. (Bildquelle: Triphawkins.com und Asus) Trip Hawkins, Gründer von EA, glaubt nicht, dass Microsoft und Sony in den Handheld-Markt einsteigen sollten. (Bildquelle: Triphawkins.com und Asus)

In einem Blogpost auf Medium hat Trip Hawkins, Gründer von Electronic Arts, über die Zukunft von Handhelds und Konsolen gesprochen. Er glaubt an die Nintendo Switch 2, aber bei Sony und Microsoft ist er in Bezug auf Handhelds weniger optimistisch.

Darum ist das wichtig: Die Nintendo Switch 2 steht vor der Tür und immer mehr Hersteller veröffentlichen eigene Handheld-Geräte.

Ausgerechnet die zwei großen Konsolenhersteller Microsoft und Sony habe bisher keinen eigenen dedizierten Handheld. Trip Hawkins hält dies jedoch für unnötig und meint sogar, es wäre ein Fehler, sollten sich die Firmen doch dazu entscheiden, in den Markt einzusteigen.

Sony hat sich mit Geräten wie der PlayStation Portable bereits an Handhelds versucht, aber bisher nie einen größeren Fokus darauf gelegt. Sony hat sich mit Geräten wie der PlayStation Portable bereits an Handhelds versucht, aber bisher nie einen größeren Fokus darauf gelegt.

Im Detail: Trip Hawkins argumentiert, dass Nintendo mit der Switch 2 nicht nur eine Fortsetzung, sondern eine Weiterführung seiner erfolgreichen Strategie präsentiert.

Die Konsole vereint ikonische Marken wie Mario, Zelda und Pokémon, die über Generationen hinweg Kultstatus erreicht haben und eine breite Zielgruppe, also nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, ansprechen.

Diese Exklusivtitel sind laut Hawkins ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, den weder Sony noch Microsoft in ähnlichem Umfang bieten können.

  • Hawkins betont, dass die Nintendo Switch 2 trotz ihres Preises von 449 Euro eine überzeugende Investition für Familien sei. 
  • Im Vergleich zu teureren Geräten wie Smartphones bietet die Switch 2 ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und einen hohen emotionalen Wert. 
  • Eltern, die selbst mit Nintendo aufgewachsen sind, sehen die Konsole als Möglichkeit, gemeinsame Spielerfahrungen mit ihren Kindern zu schaffen.

Die Konkurrenz: Sony und Microsoft hingegen fehlen laut Hawkins die exklusiven Inhalte, die notwendig wären, um im Handheld-Markt erfolgreich zu sein.

Das Steam Deck konnte zwar mit vier Millionen verkauften Einheiten Erfolge feiern, diese verblassen aber im Vergleich zu den über 100 Millionen verkauften Nintendo Switch-Konsolen.

Trotzdem sieht er eine gewisse Sinnigkeit für Valve einen eigenen Handheld zu verkaufen, auf denen Spieler und Spielerinnen, Software auf Steam kaufen. 

Einen Handheld von Sony oder Microsoft sieht der EA-Gründer kritisch. Als Grund dafür nennt er die Unschlagbarkeit von Nintendo bei familienfreundlichen Titeln und dem Fehlen von begehrten Exklusivtiteln, die Erwachsene vom Spielen auf dem Smartphone abhalten würden. 

»Es wäre verrückt, wenn jemand anders in den Handheld-Markt einsteigen würde, denn bei den Kindern ist Nintendo unschlagbar, und es gibt keine begehrten, exklusiven Spiele, die Erwachsene vom Spielen auf ihren leistungsstarken Handys abhalten.«

Trip Hawkins über Medium.

Während Sony mit Klassikern wie Spyro und Crash potenziell punkten könnte, sind diese Marken nicht exklusiv genug, um Nintendo ernsthaft Konkurrenz zu machen.

Microsofts Fokus auf Cloud- und Streaming-Dienste zeigt, dass sie eher auf den Ausbau ihrer Plattformen setzen als auf die Entwicklung neuer Hardware.

Video starten 0:34 Asus teast einen neuen Gaming-Handheld an – mit einem Hinweis auf Xbox-Kooperation

Eine Zukunft ohne Konsolen? Hawkins sieht den Trend klar in Richtung Cloud-Gaming und Streaming-Abonnementdienste. Die technische Lücke zwischen PCs, Konsolen und Smartphones schließt sich immer mehr, wodurch physische Konsolen an Bedeutung verlieren könnten.

Er glaubt nicht, dass sich jemals wieder eine Konsole, wie die Playstation 2, über 150 Millionen mal verkaufen wird.

Hawkins prognostiziert, dass Marken wie PlayStation und Xbox zunehmend über Cloud-Dienste verbreitet werden.

Was ist eure Meinung zu den Aussagen des EA-Gründers? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare! 

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