Sonys Antwort auf DLSS: Ein Patent zeigt, wie die neue Spiele-KI Nvidia und AMD abhängen soll

Ein neu aufgetauchtes Patent zeigt, wie Sony das Problem des Input-Lags bei der Frame Generation lösen will: Die KI wartet nicht auf fertige Bilder, sondern sagt sie einfach voraus.

Sonys KI soll Bilder auch mit Hilfe von Controller-Eingaben vorhersagen, um Input-Lag zu vermeiden. (Bildquelle: Sony) Sonys KI soll Bilder auch mit Hilfe von Controller-Eingaben vorhersagen, um Input-Lag zu vermeiden. (Bildquelle: Sony)

Ein neues Patent von Sony, das vom Portal Patentlyze entdeckt und von Techspot aufgegriffen wurde, deutet auf die Entwicklung einer hauseigenen KI zur Bildgenerierung hin.

Die Technologie soll in der Lage sein, das nächste Bild eines Spiels anhand des vorherigen Frames und aktueller Controller-Eingaben vorauszusagen, noch bevor die Konsole es berechnet hat.

Während bestehende Lösungen wie Nvidias Frame Generation durch das Warten auf Frames einen Input-Lag erzeugen können, soll Sonys Ansatz diesen entscheidenden Nachteil umgehen.

Ob und wann Sonys Idee jemals den Weg in eine PlayStation oder auf den PC finden wird, steht allerdings noch in den Sternen. Es handelt sich vorerst nur um eine Patentanmeldung.


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So soll es funktionieren

Während gängige Frame-Generation-Technologien oft ein künstliches Bild zwischen zwei bereits berechnete Frames schieben, muss das System dafür auf die Fertigstellung beider Originalbilder warten. Genau diese kurze Wartezeit verursacht die Verzögerung, den vorhin erwähnten Input-Lag.

Sonys Ansatz geht einen anderen Weg: Eine KI, bestehend aus einem sogenannten »Encoder« und »Decoder«, analysiert das zuletzt gezeigte Bild und wirft sofort eine hochgerechnete Prognose des nächsten Bildes auf den Bildschirm, während die Grafikhardware im Hintergrund noch rechnet.

Zusätzlich soll die KI optional in der Lage sein, die Eingabe des Spielers in die Berechnung einfließen zu lassen. Wird so etwa der Stick nach rechts gedrückt, weiß die KI schon, in welche Richtung sich das Bild voraussichtlich bewegen wird.

Das Resultat wäre auf Papier ein flüssigeres Spielgefühl ohne zusätzliche Eingabeverzögerungen bei anspruchsvollen Titeln.

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Reine Software-Lösung mit einer großen Hürde

Die gute Nachricht für Spieler: Da das Konzept laut dem Patent mit alltäglichen Komponenten wie Prozessor, Arbeitsspeicher und Bildschirm auskommt, handelt es sich im Kern um eine Software-Lösung.

Theoretisch ließe sich Sonys KI-Feature also ohne neue Spezial-Hardware in künftige Spiele integrieren, sei es auf der PlayStation oder dem PC.

Doch die Technik bringt eine entscheidende Herausforderung mit sich: die Bildqualität. Da die KI das nächste Frame im Grunde anhand einer errechneten Wahrscheinlichkeit voraussagt, können Fehler auftreten, die sich in Form von Darstellungsfehlern äußern.

Wie die Experten von Patentlyze anmerken, fehlen selbst im eigens von Sony gewählten Patent-Beispiel bereits kleine visuelle Details im generierten Bild.

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Damit Spieler diese falschen Vorhersagen im Gefecht nicht als störendes Flackern oder Artefakte wahrnehmen, muss das KI-Modell nahezu fehlerfrei arbeiten.

Bis Sony den Beweis antritt, dass die geratenen Bilder auch in der Praxis einwandfrei aussehen, bleibt der Frame-Booster vorerst wohl ein Konzept auf dem Papier.


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