Aus Südkorea kommen möglicherweise gute Neuigkeiten rund um die weltweite Speicherkrise. SK Hynix, einer der drei großen RAM-Hersteller, will sich wieder auf die Produktion von DDR5-RAM konzentrieren.
Eine Verbesserung der Verfügbarkeit könnte bis Ende des Jahres sichtbar werden. Ob die Preise dadurch sinken, ist aber unklar.
1:04:55
Gemeinsam durch die Hardware Krise: Warum die RAM-Knappheit uns ALLE angeht
Neuer Fokus auf DRAM
Der Bericht stammt vom südkoreanischen Nachrichtenportal ChosunBiz (via wccftech). Demnach sehe SK Hynix bei DDR5, also Standard-Arbeitsspeicher für PCs, Laptops und Server, derzeit ein größeres Gewinnpotenzial.
In den vergangenen Monaten hat sich der Hersteller, genau wie die beiden anderen Riesen Samsung und Micron, stark auf die Produktion von HBM (High-Bandwidth Memory) für KI-Firmen konzentriert. Gleichzeitig wurde die Produktion von Standard-DRAM zurückgefahren.
Laut dem Bericht macht HBM inzwischen 40 Prozent des gesamten Umsatzes von SK Hynix aus. Die Umstellung einiger HBM3E-Produktionslinien, die ursprünglich auf HBM4 umgerüstet werden sollten, wurde nun aber verzögert. Es gäbe schlicht keine Notwendigkeit, diese Umstellung zu überstürzen.
Da man im HMB-Markt mittlerweile sehr gut positioniert ist, rückt nun DDR5 wieder stärker in den Fokus. In diesem Segment verdient Samsung demnach aktuell viel Geld und SK Hynix möchte gewissermaßen ein Stück vom Kuchen abhaben.
Das Gewinnpotenzial ist dort aktuell natürlich besonders hoch, weil die Preise, die auf dem Markt gezahlt werden, zuletzt stark gestiegen sind. Unterdessen wirkt sich die ganze Krise auch auf andere Branchen aus:
Der Fokuswechsel könnte bis zum Ende des Jahres zu einer etwas besseren RAM-Verfügbarkeit bei Gerätebauern und im Servermarkt führen. Dass sich dadurch auch die Preise für Endkunden wieder verbessern, ist allerdings nicht garantiert.
Eine Hoffnung besteht darin, dass das Beispiel von SK Hynix Mode macht und auch Samsung und Micron sich wieder stärker auf die Herstellung von DDR5-RAM konzentrieren. Bis solche Veränderungen auf dem Markt ankommen, dürften aber in jedem Fall Monate vergehen.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.