Laut Samsung-Chef ist die RAM-Krise in einem Jahr vorbei – doch Intel warnt vor einem ganz neuen Problem

Laut einem ehemaligen Samsung-Chef gibt es Hoffnung in der RAM-Krise. Der nächste Engpass wartet aber schon.

Die RAM-Krise könnte früher enden, aber das nächste Problem wartet wohl schon. (Bild: Crucial) Die RAM-Krise könnte früher enden, aber das nächste Problem wartet wohl schon. (Bild: Crucial)

Laut dem ehemaligen Chef von Samsungs Halbleiterdivision ist ein Ende der Speicherkrise schon absehbar. Eine andere Sparte scheint aber gerade in einen ganz ähnlichen Engpass zu schlittern.

Die CPU-Flaute könnte die RAM-Krise ablösen

Seit Herbst 2025 sorgt eine weltweite Speicherknappheit für stark gestiegene Hardware-Preise und Lieferengpässe. Der Grund dafür ist, dass der KI-Boom der letzten Jahre Ressourcen frisst, bis quasi keine mehr übrig sind.

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Bisher traut sich kaum jemand, eine Prognose abzugeben, wann sich die Lage wieder bessern könnte. Die großen Hersteller gehen aber nicht davon aus, dass es vor 2028 eine Trendwende gibt. Kye-hyun Kyung, der ehemalige Chef von Samsungs Halbleitergeschäft, sieht das allerdings anders.

Wie Seoul Economic Daily (via PC Gamer) berichtet, hat sich Kyung positiver geäußert. Er gehe davon aus, dass der Anfang vom Ende der Krise schon in knapp einem Jahr anbrechen könnte. In China würden gerade in extremem Tempo Produktionskapazitäten hochgefahren. Gleichzeitig glaubt er, dass der KI-Boom durch ausbleibende Einnahmen verlangsamt werden wird.

Tatsächlich hat der große Hype um die Technologie bisher zwar zu massiven Investitionen, aber kaum zu nennenswerten Gewinnen geführt. Die Aktienbewertungen sind hoch, die Geschäfte können das aber noch nicht erfüllen. Ob es dadurch zu einem Einbruch kommt, kann aber nur spekuliert werden.

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Eine neue Bedrohung: Während das Ende der RAM-Krise von vielen herbeigesehnt wird, gibt es auch Berichte, dass die nächste Knappheit schon begonnen hat. Nikkei Asia berichtet etwa darüber, dass Prozessoren immer schwieriger zu bekommen sind und dadurch immer teurer werden.

In dem Bericht geht es vor allem um die Hersteller von Notebooks und Komplett-PCs, die angeben, dass es zuletzt sehr schwer geworden sei, CPUs von Intel zu bekommen. Der US-amerikanische Hersteller hat seine Produktion im Rahmen des KI-Booms ebenfalls umgestellt und konzentriert sich nun wieder verstärkt auf Serverprozessoren.


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Ein großer Unterschied zur Speicherkrise ist allerdings, dass bei CPUs nicht einfach die Spezifikationen gesenkt werden können. Wenn RAM teurer wird, kann man in Laptops eben weniger RAM verbauen. Wenn es aber keine Prozessoren gibt, gibt es auch keine funktionierenden Laptops. Ein Ende des Krisenmodus ist also wohl doch nicht in Sicht.

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