»Wir behandeln unsere Mitarbeiter nicht wie Kinder« Spotify sieht keinen Grund für die Rückkehr der Mitarbeiter ins Büro

Spotify bleibt ganz klar Pro-Homeoffice.

Spotify wird seine Mitarbeiter nicht zwingen, ins Büro zurückzukehren. (Bild: Andrey Popov über Adobe Stock) Spotify wird seine Mitarbeiter nicht zwingen, ins Büro zurückzukehren. (Bild: Andrey Popov über Adobe Stock)

Spotify hat in einem Interview bekannt werden lassen, dass das Tech-Unternehmen keinen Grund dafür sieht, die Mitarbeiter zurück ins Büro zu holen.

Darum ist das wichtig: In einer Zeit, in der immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter zurück in ihre Büros fordert, geht Spotify einen anderen Weg und positioniert sich klar für das »Arbeiten von überall«. Fälle wie diese können als Vorbild für andere Unternehmen dienen. 

Im Detail: Katarina Berg, CHRO (Chief Human Resources Officer) bei Spotify, hat mit Raconteur über das Arbeiten bei dem Unternehmen gesprochen. Ein Kernthema des Gesprächs war Spotifys Stellung zum Homeoffice:

  • »Du kannst deine Zeit zum Einstellen von all diesen erwachsenen Menschen verbringen und sie dann wie Kinder zu behandeln. Wir sind ein Unternehmen, das von Anfang an digital war, also warum sollten wir unseren Leuten nicht Flexibilität und Freiheit bieten? Arbeit ist kein Ort, zu dem du gehst, sondern etwas, das du tust.« 

Spotify hat keinen negativen Einfluss auf die Produktivität und Effizienz seiner Mitarbeiter durch das Arbeiten von Zuhause feststellen können. Das Unternehmen hat aber dennoch festgestellt, dass es Schwierigkeiten bei Kollaboration und Innovation gibt. Mithilfe der Stockholm School of Econimics wird an einer Lösung für dieses Problem geforscht. 

  • »Wir tun uns schwer in einer virtuellen Umgebung zusammenzuarbeiten. Aber heißt das, dass wir die Leute zwingen, ins Büro zu kommen, nur weil es dafür aktuell einen Trend gibt? Nein.«

Das Büro bleibt dennoch bestehen: Spotify zieht zwar in Erwägung, die Fläche an Büroräumen zu reduzieren, aber nicht komplett zu eliminieren. Das liegt zum Teil an Bedenken hinsichtlich der psychischen Gesundheit und dem Wohlbefinden der Mitarbeiter. 

  • »Wir wissen, was passiert, wenn Menschen sich hinsetzen und sich tatsächlich in die Augen blicken können. Das ist etwas anderes, als auf den Monitor zu schauen. Manche Leute kommen deswegen gern ins Büro, um Leute zu treffen.«

Angesicht dessen gibt es bei Spotify eine sogenannte »Kernwoche« in der von jedem Team erwartet wird, dass sie zusammenkommen, zusammenarbeiten und gemeinsam Strategien besprechen. Laut Berg hat das bisher besonders gut funktioniert. 

Und jetzt seid ihr gefragt: Wie steht ihr zum »Arbeiten von überall«? Seht ihr es als sinnvoll an, dass andere Unternehmen ihre Mitarbeiter zurück ins Büro holen wollen oder seht ihr das eher wie Spotify? Arbeitet ihr selbst von zu Hause aus oder leitet ihr ein Team, das größtenteils im Homeoffice tätig ist? Wie sind eure Erfahrungen damit? Schreibt es uns gern in die Kommentare! 

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