Warum versenden Menschen Sprachnachrichten statt zu tippen? Für die Suche nach einer Antwort zu dieser Frage haben wir kürzlich einen Artikel mit wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema veröffentlicht.
Im Zuge dessen haben wir euch gefragt, wie ihr zu Sprachnachrichten steht – und bei den meisten von euch sind sie unbeliebt.
Was sind Sprachnachrichten? Sprachnachrichten sind eine moderne Form der asynchronen Kommunikation. Ihr könnt in Messenger-Diensten, wie etwa WhatsApp, eingesprochene Nachrichten an eure Kontakte senden, die diese dann anhören können. Inzwischen gibt es auch immer mehr Dienste, die sogar Videonachrichten anbieten.
Sprachnachrichten fallen in Umfrage durch
Hier ist das Zwischenergebnis unserer Umfrage. Es haben über 8.600 Menschen abgestimmt (Stand 02.09.2026).
Wie steht ihr zu Sprachnachrichten in WhatsApp und Co.?
- Ich mag sie gar nicht und nutze sie nicht. (57 Prozent, 4.911 Stimmen)
- Ich nutze sie nur, wenn Tippen gerade nicht möglich ist. (25 Prozent, 2.137 Stimmen)
- Ich finde sie gut und verwende sie regelmäßig! (17 Prozent, 1.456 Stimmen)
- Ich verwende sie selbst, mag es aber nicht, sie zu erhalten. (2 Prozent, 154 Stimmen)
Die Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer findet keinen Gefallen an gesprochenen Nachrichten. Etwa ein Viertel nutzt sie nur, wenn das Tippen gerade nicht möglich ist und nur 17 Prozent finden sie gut und nutzen sie regelmäßig.
Die Kommentare unter dem Artikel liefern etwas mehr Kontext zu den Gründen, warum viele eine Aversion gegenüber Sprachnachrichten haben:
Sprachnachrichten als Zeitfresser
»Was mich an Sprachnachrichten hauptsächlich stört, ist der Mangel an relevantem Inhalt, gemessen an der Länge der Nachricht. Würden die Personen schreiben müssen, würden sie auch schneller auf den Punkt kommen. So muss ich mir aber jede Menge banales Zeug anhören, was mir meine Lebenszeit raubt.« - kartodis
»Eine alte Schulfreundin und ich haben hier die Messeinheit Alf eingefügt, nachdem ich ihr erzählte, wie sehr es mich nervt, wenn ich von einem, oder wohl eher einer, angehörigen des schwatzhaften Volks eine Sprachnachricht erhalte, die Über 20 Minuten lang ist, also über eine gängige Sitcom-Episode hinaus geht. Ernsthaft! Grauenhaft!
Würde sogar sagen, meine Schwelle liegt bei 60 Sekunden. Ich kann aber auch Podcasts ums verrecken nicht ausstehen. Ist für mich ein relativ ähnliches Konzept. Jemand erzählt was, und ich kann nicht daran teilnehmen.
Anderer Punkt: Wenn jemand echt Zeit für eine Sprachnachricht Marke Doppel-Alf hat, also, 40 Minuten, kann er mich auch gleich anrufen!
Ne, wirklich!, Sprachnachrichten sind mir echt ein Greul!« - Darmok
Sprachnachrichten werden von vielen Kommentierenden als Zeitfresser angesehen. Während Sender mit wenig Aufwand eine lange Nachricht frei einsprechen können, müssen Empfänger die Nachricht in Ruhe anhören und können sie nicht mit dem Auge scannen oder überfliegen.
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Sind Sprachnachrichten beliebter bei Gen-X als bei Gen-Z und Millennials?
Unser Leser / Unsere Leserin Darnoc stellt eine interessante Frage in den Kommentaren: Ist die Beliebtheit beziehungsweise die Unbeliebtheit von Sprachnachrichten ein Generationenproblem?
Darnoc stellt sich die Frage, ob Menschen, die Sprachnachrichten versenden und Menschen, die sie nicht gerne erhalten, aus völlig anderen Generationen stammen? In Darnocs Personenfeld scheinen Menschen der Gen-X-Generation sehr gerne Sprachnachrichten zu versenden, während jüngere Menschen lieber Texte verfassen. Menschen, die noch älter sind greifen lieber gleich zum Telefon.
Würden unsere Umfrageergebnisse also ganz anders aussehen, wenn wir eine breitere Leserschaft in der Generation X hätten?
Was hält ihr von dieser These? Habt ihr ähnliche Beobachtungen gemacht? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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