Staatministerin Dorothee Bär - Facebook ist für Alte, auf Twitter Psychopathen

Die neue Staatsministerin Dorothee Bär hat es in den letzten Tagen mehrmals geschafft, im Web für Spott zu sorgen – und auch das letzte Interview bietet Angriffsfläche.

von Georg Wieselsberger,
12.03.2018 08:24 Uhr

Dorothee Bär hat eine ganz eigene Ansicht zu Twitter. (Bildquelle: dorothee-baer.de)Dorothee Bär hat eine ganz eigene Ansicht zu Twitter. (Bildquelle: dorothee-baer.de)

Eigentlich gilt die designierte Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, seit Jahren als die Person der CSU, die sich mit Online-Themen am besten auskennt. Doch vor einigen Tagen erwähnte sie beim Thema Digitalisierung und Breitbandausbau in einem Fernsehinterview plötzlich Flugtaxis als Fernziel. Memes und Spott auf Twitter ließen nicht sehr lange auf sich warten und nun scheint Bär in einem Interview mit der Welt zurückzuschlagen.

"Die, die da auf Twitter aufgejault haben, haben nicht verstanden, worum es mir geht und was Digitalisierung bedeutet. Für mich war das ein Beweis dafür, wie viel Arbeit noch vor mir liegt. Twitter ist nun auch nicht der Hort der Innovation in Deutschland."

Facebook und Twitter

Überhaupt scheint die neue Staatsministerien die sozialen Medien nicht zu mögen oder zumindest nicht als zukunftsträchtig anzusehen. Im weiteren Verlauf des Interviews erklärte sie, dass Facebook bei Jüngeren sowieso »ausgespielt« habe, weil hier lieber Instagram und Snapchat genutzt werden.

"Außerdem wollen die Jüngeren nicht mehr auf einem Forum unterwegs sein, das ihre Eltern und Großeltern cool finden. Facebook wird zu einem Seniorennetzwerk. Auf Twitter sind ohnehin nur Politiker, Journalisten und Psychopathen unterwegs. Eigentlich müsste ich jetzt meinen Twitter-Account löschen. Das würde mein Leben leichter machen. (lacht)"

Aussagen teilweise belegbar

Auch diese Aussage wird nun natürlich in den sozialen Medien kritisiert. Zumindest die Aussage über Facebook wird aber durch Studien untermauert - auch wenn natürlich ein Wechsel auf Instagram nicht bedeutet, dass die jungen Nutzer keine Facebook-Nutzer mehr sind, weil Instagram wie auch das fast allgegenwärtige Whatsapp zu Facebook gehört. Die Aussage über Twitter kam dort allerdings weniger gut an, zumindest bei denen, die keine Politiker oder Journalisten sind.


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