Steam Machine: Wie schlägt sich der Valve-PC in ersten Tests?

Valve hat endlich die entscheidenden Infos zur Steam Machine nachgereicht – und erste Reviews durften sich den Mini-PC genauer ansehen.

Die Steam Machine zeigt sich in ersten Tests, kann die Presse aber nur bedingt überzeugen. (© Valve) Die Steam Machine zeigt sich in ersten Tests, kann die Presse aber nur bedingt überzeugen. (© Valve)

Nach Monaten der Wartezeit hat Valve die finalen Details zur Steam Machine veröffentlicht: Bei einem Preis von 1.039 Euro aufwärts dürfte so mancher Geldbeutel ordentlich schlucken.

Neben der Ankündigung der UVP sowie dem Start der Vorbestellphase durften erste Publikationen sich genauer ansehen, was Valve da mit der Steam Machine gelungen ist – und ob sie den erwähnten Kostenfaktor rechtfertigen kann.

Video starten 1:00:20 Wird die nächste Steam Machine wieder zum Desaster für Valve?

Tests zur Steam Machine: Das sagen die Pressestimmen

Vorneweg fällt eins auf: Die Reviews zur Steam Machine sind rar gesät. Davon sind auch wir betroffen, denn Valve hat uns kein Rezensionsmuster zur Verfügung gestellt.

Im deutschsprachigen Verlagswesen sind zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung nur die Kollegen von PC Games Hardware mit einem Test unterwegs, der hierzulande entsprechend den ersten herstellerunabhängigen Benchmark liefert.

  • In diesem Test wird ein Problem der Steam Machine auffällig oft moniert: Die 8 GByte Videospeicher, die Valve im Rechner verbaut, werden »schnell zur Grenze«.
  • Das zeigt sich insbesondere, wenn man die ursprünglichen Versprechen seitens Valve zu Rate zieht. Hoffnungen auf 4K-Gaming mit 60 Fps unter Zuhilfenahme von FSR werden nur selten und meist mit vielen Kompromissen erfüllt.

Fraglich sei also, für wen die Steam Machine bei dem hohen Preis geeignet ist. Valve selbst beantwortet diese Frage laut PCGH mit der Aussage, dass der PC »für Spieler gedacht ist, die kein High-End-System suchen, keinen Selbstbau planen, aber einen fertigen Gaming-PC mit möglichst wenig Reibung haben möchten«.

Auch international sind die Meinungen eher kritisch

Beim Blick auf internationale Steam-Machine-Reviews wird die Perspektive globaler, aber nicht sonderlich anders. In den USA beispielsweise – wo der Valve-Rechner übrigens für 1.050 US-Dollar startet – wird der Preispunkt ebenfalls in Kritik gezogen.

  • Steve Burke vom populären YouTube-Kanal Gamers Nexus nennt die Steam Machine »nicht schlecht, aber auch nicht die Rettung [des PC-Markts]«, denn dafür fehlt einigen spezifischen Fälle noch der Feinschliff.
  • Dafür geht der Blick hier etwas weiter in die Zukunft, denn Valve habe mit der Software wie auch schon beim Steam Deck fantastische Arbeit geleistet, da die Proton-Übersetzungsschicht für die Zukunft des Linux-Gaming wichtige Fortschritte macht.
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PC Gamer schlägt in eine ähnliche Kerbe, geht aber deutlich kritischer mit dem Kostenpunkt um.

Denn trotz eines »wundervollen Designs, exzellentem Controller und reinem Unterhaltungswert« könne die Steam Machine nicht die »hässliche Realität des Marktes« überdecken – schließlich könnten Interessierte einen besseren PC für dasselbe Geld oder einen gleichwertigen Rechner für weniger Kohle zusammenbauen.

IGN rechtfertigt die Valve-Position indes genau mit diesem Argument, nur umgekehrt: Die Steam Machine ist am Ende des Tages ein »unglaublicher Einstiegs-PC, [...] den die meisten Leute einfach nur anschließen und damit loslegen können – und genau das wollte die Steam Machine von Anfang an sein«.

Ihr seht schon, die Pressemeinungen gehen gerade wegen des Preises ein wenig auseinander – wie steht ihr dazu? Schießt Valve mit dem Preispunkt über das Ziel hinaus oder sind mehr als 1.000 Euro noch zu rechtfertigen? Lasst uns eure Meinung in den Kommentaren da!

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