Forscher entwickeln Steckkasten-Roboter ohne Augen und Ohren, den selbst der Verlust eines Beines nicht aufhält

Das Prinzip des Baukasten-Roboters wurde mithilfe von KI erstellt und in der Praxis getestet.

Je mehr Teile man zusammensteckt, desto mehr Optionen hat der Roboter sich fortzubewegen.
(Bildquelle: Northwestern University YouTube) Je mehr Teile man zusammensteckt, desto mehr Optionen hat der Roboter sich fortzubewegen. (Bildquelle: Northwestern University / YouTube)

Stellt euch vor, ihr steckt ein paar Bauklötze zusammen und plötzlich erwacht das Konstrukt zum Leben, marschiert unermüdlich los und lässt sich selbst von fehlenden Gliedmaßen nicht stoppen.

Was sich wie Science-Fiction anhört, haben Forscher der Northwestern University nun Realität werden lassen: Das Team präsentiert in einem YouTube-Video einen KI-erstellten Roboter, der sich in Sekundenschnelle wie Legosteine zusammensetzen lässt.

Die Konstruktion kommt dabei völlig ohne Augen und Ohren aus, verblüfft aber dennoch mit einem großen Bewegungsspektrum und dem Talent, selbst beim Verlust von Gliedmaßen, einfach weiterzulaufen.

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Ein Roboter, der niemals aufgibt, sich zu bewegen

Die Forscher berichten in dem Video, wie sie mit einem einzigen autonomen Bein, welches neben einem Prozessor auch eine Batterie und einen Motor besitzt, angefangen haben. Das Design haben sie einer KI vorgesetzt, die einen Algorithmus entwickelt hat, wie mehrere unabhängige Teile zusammenarbeiten können.

Daraus entstand ein System, bei dem Beine wie in einem Steckkasten verbunden werden können. Den Forschern fiel auf, dass die KI nur einige Beine zur Fortbewegung einsetzte, während andere der Unterstützung dienten.

Die Bewegung ändert sich je nach Form des Roboters, der Anzahl der Gliedmaßen sowie dem Untergrund. Im Video sieht man, wie der Roboter sich selbst auf schwierigem Untergrund, wie Sand, Matsch oder im Gelände, fortbewegt.

Auch das Entfernen von Beinen stoppt den Roboter nicht: Die Bewegung wird angepasst und dann fortgesetzt.

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Für die Forscher hat der Baukasten-Ansatz viel Potenzial. Jeder könnte sich dann Roboter, wie etwa bei einem Legoset, zusammenbauen und auch neue Kreationen erstellen.

Xiaomi hat gerade eine weitere technologische Grenze überschritten: Es hat seinen humanoiden Roboter in einer echten Fabrik getestet.

Obwohl diese faszinierenden Maschinen derzeit noch keinen konkreten praktischen Nutzen haben – sie können noch keine Pakete ausliefern oder komplexe Aufgaben erledigen –, markieren sie laut den Forschern einen gewaltigen Sprung in der künstlichen Intelligenz und Widerstandsfähigkeit.

Die Wissenschaftler wollen diese "lebendigen Baukästen" künftig nutzen, um grundlegende evolutionäre Rätsel zu lösen, wie etwa die Frage, warum sich in der Natur bei vielen Tieren vier Beine als Standard durchgesetzt haben.

Nun ist eure Meinung gefragt. Was für einen Roboter würdet ihr euch bauen, wenn ihr unbegrenzt Bausteine erhalten würdet? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.

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