Xiaomi hat gerade eine weitere technologische Grenze überschritten: Es hat seinen humanoiden Roboter in einer echten Fabrik getestet

In China kamen erstmals humanoide Roboter in einer Autofabrik zum Einsatz.

Zwei humanoide Roboter haben in einer chinesischen Fabrik ein »Praktikum« absolviert. (Bildquelle: Xiaomi) Zwei humanoide Roboter haben in einer chinesischen Fabrik ein »Praktikum« absolviert. (Bildquelle: Xiaomi)

Als der Film »I, Robot« 2004 in die Kinos kam, wirkte die Vorstellung einer Welt, in der Roboter den Menschen viele Aufgaben abnehmen, wie eine unrealistische Zukunftsvision. Nur 22 Jahre später rückt so eine Welt aber immer mehr in greifbare Nähe.

Roboterpraktikum in der Autofabrik

Der chinesische Tech-Gigant Xiaomi gilt in der Entwicklung von Robotern als eines der führenden Unternehmen. Das Modell »Xiaomi-Robotics-0« wird jetzt in Autofabriken getestet und könnte schon in wenigen Jahren fest integriert werden.

Das hat Lei Jun, der Gründer, Präsident und CEO von Xiaomi in einem Post auf seinem WeChat-Account mitgeteilt. In einem weiteren Post von Xiaomi werden zusätzliche Informationen zu den Tests geteilt und es gibt auch ein Video von den arbeitenden Robotern.


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Was haben die Roboter gemacht? Im Zentrum des Tests steht ein an sich simpler Arbeitsschritt. Die Roboter müssen selbstschneidende Muttern aus einem Behälter entnehmen und auf einer Positioniervorrichtung platzieren.

Die Herausforderung besteht darin, dass die Muttern immer unterschiedlich in den Behältern liegen und präzise platziert werden müssen, damit im nächsten Arbeitsschritt Druckguss-Bodenteile von Fahrzeugen montiert werden können.

Zwei Roboter haben diese Aufgabe knapp drei Stunden lang ausgeführt und dabei eine Erfolgsquote von 90,2 Prozent erreicht. Gleichzeitig wurden die Anforderungen der Produktionslinie hinsichtlich der benötigten Zeit erfüllt.

Riesiges Potenzial: Solche Roboter bieten ein enormes Potenzial zur Produktivitätssteigerung. Sie müssen nicht schlafen oder essen und brauchen auch keinen Urlaub. Sie können theoretisch 24 Stunden lang im Einsatz sein. Vorteile, die in Spielen wie Detroit: Become Human schon beschrieben wurden.

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Zudem benötigen sie für ihre Arbeitsschritte nahezu immer die exakt gleiche Zeit. Das ermöglicht eine deutlich engere Taktung bei Produktionslinien. Im Erkennen von Fehlern und beim Umgang mit unvorhergesehenen Phänomenen sind sie menschlichen Arbeitern hingegen deutlich unterlegen.

Weniger praktisch, dafür aber umso süßer ist der Roboter-Hund Loona, den Kollege Mirco vier Wochen lang ausprobiert hat.

Es handelt sich bei den Tests zwar nur um ein erstes »Praktikum« in einer realen Umgebung. Lei Jun macht in seinem Post aber deutlich, dass das nur der Anfang sein soll. In den nächsten fünf Jahren soll eine große Anzahl solcher Roboter in Fabriken zum Einsatz kommen.

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