Das Ende des menschlichen Internets? Mehr als ein Drittel neuer Webseiten stammt offenbar von KI

Eine neue Studie hat untersucht, wie weit KI-Texte im Internet verbreitet sind.

Laut einer Studie wird KI vielfach zur Erstellung von texten im Internet genutzt. (Bildquellen: adobe.stock.com - PixelArt_25, OpenAI) Laut einer Studie wird KI vielfach zur Erstellung von texten im Internet genutzt. (Bildquellen: adobe.stock.com - PixelArt_25, OpenAI)

Der Release von ChatGPT ist mittlerweile knapp vier Jahre her und KI-Chatbots haben seither einen ziemlichen Siegeszug hingelegt. Eine neue Studie hat jetzt untersucht, wie weit KI-Texte im Internet schon verbreitet sind.

Der Trend ist dabei ziemlich eindeutig und spricht nicht für menschliche Autoren.

KI übernimmt das Netz

Die Studie »How Much of the Internet Is Written With AI?« wurde kürzlich vom Pew Research Center veröffentlicht. Die Autoren haben dabei Daten des frei zugänglichen Web-Archivs »Common Crawl« untersucht.

Dabei kam das Tool »Open Pangram« zum Einsatz, mit dem Texte einfach auf Hinweise auf KI-Autorenschaft überprüft werden können. Solche Hinweise können etwa bestimmte Satzmuster oder die häufige Nutzung bestimmter Satzzeichen wie des Gedankenstrichs sein.

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Spannende Ergebnisse: Die Autoren konnten in einer Probe, die aus 10.000 englischsprachigen Websites bestand, bei knapp zehn Prozent der Seiten signifikante Hinweise auf KI-Autorenschaft feststellen. Seit dem Release von ChatGPT Ende 2022 geht der Trend dabei stark nach oben.

Nun muss aber bedacht werden, dass in der Probe auch allerlei Webseiten enthalten waren, die vor diesem Meilenstein angelegt wurden, also gar nicht von KI verfasst sein können.

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Die Autoren der Studie haben deswegen auch geprüft, wie es sich bei den Webseiten verhält, die nach dem Release von ChatGPT online gegangen sind. Hier sind es dann schon 35 Prozent, also mehr als ein Drittel aller neuen Seiten, die von oder unter starker Mithilfe von KI erstellt wurden.


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Dabei gibt es allerdings auch starke Unterschiede. Die allermeisten Seiten, bei denen KI-Hinweise festgestellt werden konnten, waren ».com«-Adressen, die in der Regel kommerziell genutzt werden.

Bei ».edu« und ».gov«, also Bildungs- und Regierungsseiten, beträgt der Anteil demnach nur etwa ein Prozent. KI scheint also vor allem im Unternehmenskontext für die Webseiten-Erstellung eingesetzt zu werden.


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