Tiktok und Hollywood schütteln sich die Hände: Gemeinsam wollen sie Urheberrechte vor KI beschützen

TikTok-Entwickler Bytedance und Hollywoods MPA einigen sich auf Schutzmaßnahmen gegen KI-Urheberrechtsverletzungen – eine Frage bleibt aber offen.

TikTok-Mutterkonzern ByteDance und die Motion Picture Association einigen sich auf Schutzmaßnahmen gegen KI-Urheberrechtsverletzungen. (Bildquelle: Wikimedia Commons Bytedance) TikTok-Mutterkonzern ByteDance und die Motion Picture Association einigen sich auf Schutzmaßnahmen gegen KI-Urheberrechtsverletzungen. (Bildquelle: Wikimedia Commons / Bytedance)

Vor rund einem halben Jahr ging das KI-Videomodell »Seedance 2.0« des chinesischen Unternehmens Bytedance – primär für TikTok bekannt – ans Netz. Binnen kürzester Zeit war das Netzwerk von Deepfakes und nachgestellten Filmszenen geflutet.

Die Motion Picture Association (MPA) reagierte darauf fast ebenso schnell mit einer Unterlassungsaufforderung und nannte die Rechtsverletzungen »ein Feature, nicht einen Bug« (via Variety). Auch weitere Branchengrößen wie Disney, Netflix, Warner Bros. oder Sony warnten Bytedance vor dem Ausmaß des Schadens, den Seedance 2.0 anrichten könnte.

Schnee von gestern, könnte man meinen: Die MPA und Bytedance gaben eine gemeinsame Verlautbarung zum Schutz von Filmrechten vor generativer KI bekannt.

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Ein »ernst gemeinter Schutz«

Das sogenannte »Memorandum of Understanding« (hierzulande auch schlicht als Absichtserklärung bekannt) richtet sich explizit an Seedance sowie das Bildmodell Seedream, das ebenfalls von Bytedance stammt.

MPA-Chef Charles Rivkin erklärt hierzu, dass »das Abkommen zeige, dass Urheberrecht ein Fundament der Film- und Fernsehbranche ist und dieses den Schutz kreativer Inhalte bekräftigt«.

Bytedance-Chefjustiziar John Rogovin betonte im Gegenzug, dass für das Unternehmen verantwortungsvolle KI-Innovation mit »ernst gemeintem Schutz für Rechteinhaber einhergeht«.


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Die ursprüngliche Unterlassungserklärung ist damit aber nicht vollumfänglich abgedeckt: Ursprünglich verlangte MPA-Justiziarin Karyn Temple darin, dass Bytedance nicht nur Schutzmaßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen einrichten soll, sondern auch den vollständigen Stopp des Trainings mit Filmen und Serien der Studios.

Ausgerechnet letztgenannter Punkt wird in der gemeinsamen Mitteilung mit keiner Silbe – mit welchen Daten Seedance tatsächlich gefüttert wurde, bleibt damit offen.


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