YouTuber schrumpft die klobige PS5 um 43 Prozent und erntet dafür größtes Lob: »Eine unfassbare Menge an Arbeit«

Ein Modder hat Sonys PlayStation 5 auf 6 Liter geschrumpft – und die Mini-Konsole läuft kühler und verbraucht weniger Strom als das Original. Die Community feiert das Projekt als technisches Meisterwerk.

Die Tiny PS5 Redux schrumpft die PlayStation 5 um mehr als 40 Prozent, ohne an Leistung einzubüßen – im Gegenteil. (Bildquelle: Not From Concentrate via YouTube) Die Tiny PS5 Redux schrumpft die PlayStation 5 um mehr als 40 Prozent, ohne an Leistung einzubüßen – im Gegenteil. (Bildquelle: Not From Concentrate via YouTube)

Vor rund fünf Jahren erschien die PlayStation 5, die zu ihrem Release mit ihrer Optik überraschte. Neben der markanten Form geriet primär das Gehäusevolumen in die Kritik, die der Sony-Konsole einen Ruf als »klobiges Gerät« einbrachte.

Ein YouTuber nimmt sich diese Eigenschaft der PlayStation 5 zum zweiten Mal zur Brust: Erick vom Kanal »Not From Concentrate« stellt ein neues Gehäuse für die PS5 vor, die das Konsolenvolumen um 43 Prozent reduziert – und dabei auch noch die Kühlung und Energieeffizienz verbessert.

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Das »Tiny PS5 Redux«-Projekt: Eine PS5 im Miniaturformat

Das kürzlich erschienene YouTube-Video zeigt das Modding-Projekt von der Konzeptphase bis zur tatsächlichen Fertigstellung. Das Ergebnis trägt den Namen »Tiny PS5 Redux« und komprimiert die Konsole in ein gerade einmal 6 Liter großes Aluminiumgehäuse. Zum Vergleich: Die originale PlayStation 5 bringt es auf ein Volumen von rund 10,5 Litern.

Bereits 2023 hatte Erick mit der ersten Generation des Tiny PS5 für Aufsehen gesorgt, die mit 3,3 Litern sogar noch kompakter ausfiel. Allerdings litt dieses Modell unter Instabilitäten bei der Stromversorgung und eingeschränktem Luftstrom.

Die Redux-Version behebt diese Schwächen grundlegend und wurde gezielt so konzipiert, dass ihr sie selbst nachbauen könnt. Hierfür richtete Erick eine eigene Shop-Seite ein, in der alle 3D-Druckvorlagen mitsamt Anleitung und der notwendigen Komponentenliste für rund 9 Euro erworben werden können.

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Optimierungen auf und unter der Haube

Statt billiger Plastikverkleidungen setzt die Tiny PS5 Redux auf ein Aluminium-Chassis mit matter Beschichtung, durch die Fingerabdrücke und Schlieren verhindert werden sollen.

  • Dunkle Acryl-Seitenteile gewähren indes Einblick auf das Mainboard und die Lüfter – ähnlich, wie es bei Gaming-PCs schon seit Jahren im Trend ist.
  • Ein im Video besonders hervorgehobenes Detail ist der polierte Aluminium-Griff an einer Gehäuseseite, der nicht nur als Tragehilfe dient, sondern gleichzeitig als Abluftkanal fungiert.​
  • Die obere Abdeckung wird von vier Magneten gehalten und lässt sich werkzeuglos abnehmen. Wer den Kühlkörper abstauben möchte, hebt die Platte einfach ab – fertig. Die Power- und Auswurf-Tasten sowie USB-Anschlüsse sind schließlich in der Oberseite integriert.​

Auch der Rückseite der Tiny PS5 Redux finden sich wichtige Anschlüsse etwa - für Ethernet, HDMI oder das Netzteil. (Bildquelle: Not From Concentrate via YouTube) Auch der Rückseite der Tiny PS5 Redux finden sich wichtige Anschlüsse etwa - für Ethernet, HDMI oder das Netzteil. (Bildquelle: Not From Concentrate via YouTube)

Apropos Kühlkörper: An dieser Stelle hat sich Erick offensichtlich einige Gedanken gemacht. Zwar behielt der Modder die originalen Kühlplatten der PlayStation 5 bei, rüstete aber mit einem Alpenföhn Black Ridge-Kühler nach. Der CPU-Kühler selbst nutzt sechs 6-Millimeter-Heatpipes und ist auf eine thermische Verlustleistung von 95 Watt ausgelegt.​

  • Für die Luftzirkulation sorgen zwei 120-Millimeter-Noctua-Lüfter in Push-Pull-Konfiguration sowie drei zusätzliche 60-Millimeter-Noctua-Lüfter, die heiße Luft über den seitlichen Griff nach außen befördern.
  • Ein speziell angefertigter 3D-gedruckter Luftkanal mit Neopren-Dichtung verhindert, dass bereits erwärmte Luft erneut angesaugt wird.​

Die Messergebnisse sprechen für sich: Bei ausgiebigen Gaming-Sessions mit Clair Obscur: Expedition 33 erreichte die Redux-Version durchschnittlich 50 Grad Celsius bei einem Stromverbrauch unter 220 Watt. Die originale PlayStation 5 kam auf 59 Grad Celsius bei 230 bis 235 Watt.

Ursprüngliche PS5-Funktionen unberührt – Community zollt Respekt

Neben der verbesserten Kühlung adressierte Erick auch andere Schwachpunkte des Vorgängers. So nutzt die Redux-Version ein kompaktes 500-Watt-GaN-Netzteil (Galliumnitrid); die 250 Watt der vorherigen Version reichten schlicht nicht aus. Die Konsole unterstützt zudem nun M.2-SSDs im 2280-Format mit bis zu 4 TByte Kapazität.​​

Da sowohl das Kupfer des Hauptgehäuses als auch das Aluminium der Kühleinheit WLAN-Signale blockieren würden, verlegte Erick die Antennen für ungestörten Empfang nach außen. Sämtliche originalen Funktionen der PlayStation 5 bleiben ansonsten erhalten – inklusive der Möglichkeit, ein externes Disc-Laufwerk anzuschließen.​

Die »unfassbare Menge an Arbeit«, die Erick für das Projekt hinter sich hat, kommt auch bei der YouTube-Community gut an. Allgemein wird der NFC-Kanal als einer der Stützpfeiler der SFF-Community gesehen: Gemeint sind »Small Form Factor«-Gehäuse, die getreu ihres Namens möglichst viel in möglichst wenig Platz packen wollen.

Für manche Nutzer steht das nächste Moddingprojekt zumindest fest – und bei euch? Was haltet ihr von der Tiny PS5 Redux? Lasst es uns gern in den Kommentaren wissen!

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