Fallout: Jeder fürchtet Todeskrallen, aber wie sind die Monster des Ödlands eigentlich entstanden?

Todeskrallen suchen die Albträume der Einwohner des Fallouts-Universums heim. So kamen sie in die Welt und das lässt sie Papageien ähneln.

Herzlich willkommen im Ödland, Todeskralle, angenehm. Begegnet ihr den wuchtig-massigen Viechern mit Krallen und Hörnern, wisst ihr instinktiv, dass hier wer nachgeholfen hat.
(Bildquelle Amazon Prime, bearbeitet) Herzlich willkommen im Ödland, Todeskralle, angenehm. Begegnet ihr den wuchtig-massigen Viechern mit Krallen und Hörnern, wisst ihr instinktiv, dass hier wer nachgeholfen hat. (Bildquelle Amazon Prime, bearbeitet)

Wer ihnen in Fallout begegnet, sollte entweder rennen oder wissen, sich mit Hightech oder großen Kalibern zu wehren. Denn Todeskrallen kennen als Herrscher des Ödlandes kein Erbarmen. Mit ihnen begegnet ihr jedoch weit mehr als brutalen Monstern. Denn wo vermeintlich nur animalische Wut darauf lauert, euch niederzustrecken, auszuweiden und zu verspeisen, steckt eine Spezies, die älter ist als die meisten eurer anderen Widersacher.

Wir erklären euch Ursprung, Eigenschaften sowie die ein oder andere Überraschung der vielleicht mannigfaltigsten Tierart des Fallout-Universums, für die ihr deutlich mehr darstellt, als nur wildes Jagdgut – gerade familiäre Bande verbinden euch.

Video starten 54:50 Das muss Fallout 5 anders machen, um Bethesdas-Endzeitserie zu retten

Fluch des Ödlandes aus dem Reagenzglas

Todeskrallen kamen als ultra-tödlicher Ersatz für Soldaten in die Welt. Vor dem Großen Krieg von 2077 suchte das US-Militär nach einer neuen Waffe für Hochrisikoeinsätze. Durch Kombinationen von verschiedener DNA von, für sich genommen, wenig bedrohlichen Tieren entstand im Reagenzglas ein genetischer Freak: Zweibeinige bis zu 4 Meter große, gehörnte Reptilien, deren dicke, grünlich/bräunliche Haut sie vor Schäden schützt. Zusätzlich wachsen aus ihrem Rücken Stacheln.

Zum Angriff nutzen sie abseits der puren Wucht ihrer mit einem kräftigen Schwanz ausgestatteten Körper vor allem ihre mit spitzen Zähnen besetzten Kiefer oder die langen Arme, deren sehnige Hände in 30 Zentimeter langen Krallen enden.

Als die bis dahin bekannte, halbwegs stabile Weltordnung zusammenbrach, entkamen die zuvor willfährigen Bestien aus der Gefangenschaft und breiteten sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte im gesamten Ödland aus.

Sie nehmen unzweifelhaft die Spitze unter allen tierischen Wesen des Ödlandes ein. Ohne technische Hilfsmittel sind ihnen Menschen oder alles andere unterlegen.

Sie jagen in Rudeln von bis zu 20 Tieren, wobei sie ein starkes Alpha-Männchen anführt. Ihr Verhalten konzentriert sich auf von ihnen beanspruchte und aufs Ärgste verteidigte Gebiete. Sie halten sich zwar aktiv von Menschen fern, sobald ihr Revier aber verletzt wird – geschweige denn ihre Babys oder Eier bedroht scheinen – greifen sie erbarmungslos auch vor Waffen starrende Humanoide an (via fallout.fandom.com).

Eine Spezies, unterschiedliche Varianten

Obschon sich alle Vertreter der Spezies den Großteil ihrer Eigenschaften äußerlich wie innerlich teilen, haben sich im Laufe der Zeit durch Strahlung geförderte Mutationen entwickelt, die zu Anpassungen an die jeweilige Umwelt verhalfen. So sehen Todeskrallen je nach Region unterschiedlich aus oder weichen bei Größe, Färbung oder Körperproportionen von ihren Artgenossen anderswo ab. Einigen wächst auch eine Art Fell, das neben den Schuppen ihre Haut bedeckt.

Unabhängig von einer eindeutigen Umgebung existieren auch Varianten, die neben ihrer massigen Figur telepathisch begabt sind oder sich sogar ähnlich wie einer ihrer DNA-Spender (Chamäleons) bis zu einem gewissen Grad tarnen können.

Generell verfügen Todeskrallen nur über eine rudimentäre, animalische Intelligenz. Sie können sich im Rudel organisieren und auch spontan planend in Gruppen jagen. Aber selbst die smartesten Exemplare kommen, wenn überhaupt, maximal an kleinere Menschenkinder heran. Deshalb vermögen auch nur extrem wenige Sprache hervorzubringen, meistens beschränkt es sich auf erwartbare Laute wie Grollen, Brüllen oder Schnauben.

Allerdings ähneln sie in diesem Feld Papageien. Zusätzlich zu ihrer eigenen Lautsprache kopieren manche Todeskrallen menschliche Äußerungen und ahmen sie imitierend nach – ohne wirklich zu wissen, was sie da sagen.

Wo eine Lücke entsteht…

Letztendlich sehen wir anhand der Todeskrallen in Fallout ein klassisches Phänomen von biologischen Netzen: Wo sich Lücken auftun, wie zum Beispiel aufgerissen durch einen Atomkrieg, da nutzen Apex-Jäger unfehlbar ihre Chance, um sich durch- und festzusetzen.

Schließlich konnte nichts in der ohnehin geschwächten Wildnis des Ödlandes ihre durch fehlgeleitete, wirre Forschungen ausgefeilten Eigenschaften und Fähigkeiten übertrumpfen. Einzig der Mensch und seine Technik weisen sie, wenn nötig, in ihre Schranken beziehungsweise engen ihre Reviere durch Siedlungen ein.

zu den Kommentaren (12)

Kommentare(12)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Fallout 4

Genre: Rollenspiel

Release: 10.11.2015 (PC, PS5, PS4, Xbox Series X/S, Xbox One, Switch 2)