TÜV-Studie zeigt: Wir Deutschen nutzen KI vor allem für eine Sache

Über zwei Drittel der Deutschen nutzen inzwischen generative KI – vor allem zum Suchen, Arbeiten und Lernen, wie eine aktuelle TÜV-Studie zeigt.

Die jüngste TUV-Studie zeigt: Deutsche setzen KI in erster Linie als Arbeitswerkzeug ein. Die jüngste TUV-Studie zeigt: Deutsche setzen KI in erster Linie als Arbeitswerkzeug ein.

Die Nutzung von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) ist in Deutschland im Jahr 2025 auf einem neuen Höchststand. Nach aktuellen Zahlen der TÜV-Studie hat mittlerweile jeder Dritte schon einmal ein KI-Tool wie ChatGPT, Google Gemini oder Microsoft Copilot verwendet – Tendenz steigend.

Besonders deutlich zeigt sich: Die Mehrheit betrachtet KI insbesondere als Arbeits- und Recherchetool und weniger als kreativen Sparringspartner oder persönlichen Begleiter.

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Nutzung und Reichweite generativer KI

Laut der repräsentativen TÜV-Studie wurden generative KI-Anwendungen innerhalb weniger Jahre zum Massenphänomen: 65 Prozent der Befragten haben entsprechende Tools mindestens einmal verwendet, bei den jüngsten Altersgruppen sind es sogar über 90 Prozent. Im Alltag dominiert das Smartphone die KI-Nutzung, gefolgt von PC und Laptop.

Insbesondere ChatGPT bleibt mit weitem Abstand das meistgenutzte Modell (85 Prozent der KI-Nutzenden), gefolgt von Google Gemini und Microsoft Copilot. Übersetzungsdienste wie DeepL und eher spezialisierte Tools wie Meta AI spielen ebenfalls eine Rolle, kommen aber auf geringere Reichweiten.

  • Die aktuellen Studienergebnisse zeigen zudem: Für 72 Prozent steht die Informationssuche mit KI im Vordergrund, 43 Prozent nutzen die Werkzeuge zur Texterstellung oder -verbesserung, und 38 Prozent setzen sie für die Ideenentwicklung ein.
  • Mehr als jeder Zweite gibt an, mit KI produktiver arbeiten oder lernen zu wollen. Klassische Alltagsfunktionen wie Übersetzungen, datengestützte Recherchen oder Hilfe bei Routineaufgaben gehören zu den Hauptmotiven.

80 Prozent der Deutschen definieren KI rein als Werkzeug ohne emotionale Bindung. Dennoch berichten sechs Prozent, KI auch als »Freund« zu nutzen. Das Vertrauen in KI-Resultate ist indes geteilt – etwa jeder Zweite misst den Ergebnissen mittleres bis hohes Vertrauen bei.

Auch zu potenziellen Sorgen wurden die Teilnehmer befragt. Hierzu zählen Datenmissbrauch, Hacking, Deepfakes sowie der Einfluss generativer KI auf Demokratie, Medien und gesellschaftliche Diskussionen.

Rund die Hälfte der Befragten gibt in diesem Kontext an, bereits mindestens einen KI-generierten Inhalt für echt gehalten zu haben, und fordert klare gesetzliche Regeln. Für 83 Prozent ist eine verbindliche Regulierung durch Gesetze wie den EU AI Act unabdingbar.

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