Umfrage belegt: Bargeldloses Zahlen wird in Deutschland weiterhin teils ausgebremst und es gibt einen klaren Grund dafür

Karte gezückt, aber abgeblitzt: Mehr als jeder Zweite stösst beim bargeldlosen Zahlen an Grenzen.

Jeder zweite Deutsche konnte im letzten Jahr trotz Wunsch mindestens einmal nicht digital bezahlen. (Bildquelle: Nattakorn - stock.adobe.com) Jeder zweite Deutsche konnte im letzten Jahr trotz Wunsch mindestens einmal nicht digital bezahlen. (Bildquelle: Nattakorn - stock.adobe.com)

Ein Griff zum Smartphone, die Karte schon griffbereit – und an der Kasse folgt der Dämpfer: »Nur Barzahlung möglich«. Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland stand laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov vor genau diesem Problem in den Läden des Landes.

Statt digital bezahlen zu können, wurden beim Kassieren nur Scheine und Münzen akzeptiert.  

Kein Einzelfall

Dass das Smartphone oder die Girokarte abgewiesen werden, ist längst kein Einzelfall: Mit 56 Prozent liegt der Anteil der Betroffenen deutlich über dem Vergleichswert von 2021, der bei 45 Prozent lag.

Für viele ist das Ärgernis zudem Alltag geworden: 39 Prozent gerieten im laufenden Jahr bereits zwei- bis fünfmal in eine solche Situation, weitere 17 Prozent sogar noch häufiger.

Dabei wächst der Wunsch nach digitalen Alternativen unaufhörlich: 41 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ihr persönlicher Bargeldgebrauch in den kommenden Jahren abnehmen wird, während nur 6 Prozent mit einem Anstieg rechnen.

Zur Verbesserung der Situation wünschen sich die Befragten »einen besseren Überblick darüber, wo Kartenzahlungen möglich sind«, mehr Optionen, auch Bargeld abheben zu können, sowie generell eine höhere Akzeptanz an den Kassen in Deutschland.

Die GameStar-Community bevorzugt übrigens die Zahlung mit Karte, über das Smartphone oder Wearables. Nur 30 Prozent der Community bezahlt am liebsten noch mit Bargeld.

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Die Politik möchte eingreifen

Die wachsende Unzufriedenheit an den Kassen ruft nun auch die Politik auf den Plan: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant eine gesetzliche Pflicht für Handel und Gastronomie, künftig neben Scheinen und Münzen stets auch digitale Zahlungsmethoden wie Karte oder Smartphone zu akzeptieren.

Entsprechende Eckpunkte sollen bereits in einer regierungsinternen Abstimmung beschlossen worden sein.

Das Ziel des Finanzministeriums ist es, den Gesetzentwurf noch in diesem Jahr im Bundeskabinett zu verabschieden, damit die Neuregelung 2027 greifen kann. Neben mehr Komfort für Verbraucher verspricht sich der Staat handfeste finanzpolitische Vorteile:

Da elektronische Zahlungen lückenlos dokumentiert werden, sollen Steuerhinterziehung und Geldwäsche im bargeldintensiven Gewerbe spürbar eingedämmt werden. Eine Abschaffung des Bargelds sei damit jedoch nicht verbunden – im Fokus stehe eine Wahlfreiheit an der Kasse.

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Zwischen Portemonnaie und Smartphone vollzieht sich an den deutschen Kassen ein schleichender Wandel. Die Umfrage zeigt, dass der Mythos »Nur Bares ist Wahres« vor allem dort überlebt, wo Händler ihren Kunden schlicht keine andere Wahl lassen. Die Zukunft an der Kasse soll nach den Wünschen der Bundesregierung daher weder rein digital noch rein analog sein.

Wie sieht es bei euch aus? Zahlt ihr noch mit Bargeld oder überwiegend schon digital? Seid ihr dabei schon mal an Grenzen gestoßen? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.


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