Anfang 2000 erhielt der Systemadministrator der University of North Carolina at Chapel Hill (kurz UNC) einen Anruf, der in die Geschichte des Internets eingehen sollte.
Sein Name ist Trey Harris und er hat den kuriosen Fall selbst dokumentiert. Und weil die Geschichte riesige Wellen geschlagen hat, verfasste er außerdem gleich noch eine passende FAQ dazu.
Zu verdanken hat der Fall die große Aufmerksamkeit seinem Kern, der zunächst völlig abwegig klingt: E-Mails, die nur eine bestimmte, vergleichsweise geringe Distanz von etwa 800 Kilometern überbrücken können, statt jeden Ort auf dieser Welt, wie wir es gewohnt sie? Wie soll das denn gehen?
Die Antwort darauf findet ihr in dieser kurzen Zusammenfassung der damaligen Abläufe. Sie basiert auf Harris eigener Schilderung, die er bewusst vereinfacht hat.
20:10
Profit zu jedem Preis? Warum das Internet stirbt und alle nur zuschauen
Was damals genau passiert ist...
- Der besagte Anruf an Harris kam vom Leiter der Statistik-Abteilung. Er kontaktierte ihn wegen eines kuriosen Problems, das bereits seit einigen Tagen bestand.
- Dass sich der Kollege von Harris erst recht spät gemeldet hat, lag daran, dass er und sein Team sich wirklich sicher sein wollten, dass ihr Problem tatsächlich besteht: Sie konnten Mails nur an Empfänger senden, die weniger als ca. 800 Kilometer weit entfernt waren.
- Harris konnte kaum glauben, was er da hörte, antwortete unter anderem
So funktioniert das mit E-Mails nicht
und dachte fast, es sei der 1. April. Doch ein Selbsttest auf dem Server bestätigte die Erkenntnisse des Statistik-Teams. - Verblüfft stellte Harris fest, dass nähere Ziele wie Richmond (ca. 250 Kilometer) oder New York (ca. 670 Kilometer) funktionieren, während E-Mails weiter entfernte Ziele wie Memphis oder Boston (je etwa über 1.000 Kilometer entfernt) scheiterten.
- Bei seiner Suche nach der Ursache stellte Harris fest, dass ein Upgrade des Betriebssystems durch einen anderen IT-Mitarbeiter vor einigen Tagen unerwünschte Folgen hatte.
- Offiziell wurde dieses Betriebssystem noch mit einer älteren Version der passenden Mail-Software ausgeliefert. Harris hatte aber bereits die Nutzung der neuesten Version etabliert. Das Update des Betriebssystems sorgte dadurch für ein Downgrade der Mail-Software – doch Harris Konfigurationsdatei blieb davon unberührt.
- Das hatte durch eine unterschiedliche Dateistruktur wiederum zufolge, dass viele festgesetzte Parameter nicht korrekt ausgelesen werden konnten und stattdessen auf den Wert
0
zurückgesetzt wurden. - Zu diesen Werten gehörte auch der Timeout für einen Verbindungsaufbau zu einem anderen Server. Effektiv bedeutete ein Wert von 0 hier, dass beim Versenden von Mails nur wenige Millisekunden Zeit blieben, um eine Antwort zu erhalten, bevor der Versuch abgebrochen wurde.
- Je weiter ein Mailserver entfernt war, desto wahrscheinlicher wurde es, dass es beim TCP-Verbindungsaufbau zu einem Timeout kam. Deshalb konnte die Uni nur Mails an Orte in einer Entfernung von ungefähr 800 Kilometern schicken.
Kaum kannte Harris die Ursache des Problems, ließ es sich leicht lösen, so dass wieder ein weltweites Versenden der Mails nötig war.
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Der WLAN-Router, der aussieht wie ein Mini-PC und extra Anschlüsse für das Gaming hat: Asus ROG Strix GS-BE7200 vorgestellt
...und was Online-Gaming damit zu tun hat
Dass es sehr wichtig sein kann, wie lange ein Signal physikalisch braucht, um von A nach B zu gelangen, wissen Spieler vor allem dann bestens, wenn sie online zocken wollen.
Ich kann mich beispielsweise noch gut an meine ersten Gehversuche in der Beta von Counter-Strike vor über 25 Jahren erinnern.
Als ich am Anfang noch recht ahnungslos war, bin ich gerne mal auf Servern gelandet, die in den USA lokalisiert waren – was zu den damaligen Zeiten eine Signalverzögerung von 300 Millisekunden und mehr bedeutete.
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In einem Shooter wie CS ist das eine halbe Ewigkeit, wenn es darum geht, im Duell mit anderen Menschen die Oberhand zu behalten.
Spaß hatte ich damals trotzdem, und heutzutage hat sich die Situation etwas verbessert. Es gilt aber weiterhin: Für möglichst reibungslose Online-Duelle ist es wichtig, auf Servern zu spielen, die sich möglichst nahe an dem eigenen Standort befinden.

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