Coca-Cola testet am New College Lanarkshire in Schottland das, was wir in Deutschland seit Jahren aus vielen Supermärkten kennen: Pfandautomaten, an denen man für leere Dosen & Co. bei der Rückgabe etwas Geld wieder bekommt.
Das sorgt auch in den USA für Aufsehen. Der Titel eines viel beachteten Yahoo-Beitrags dazu lautet: Coca-Cola führt innovative „Rücknahmeautomaten” für Hochschulgelände ein: "Werden bald zum Alltag gehören"
.
Das Zitat am Ende stammt von Jo Padwick von Coca-Cola Europacific Partners Great Britain. Das ist seine vollständige Aussage zu dem Thema:
Indem wir den Schülern die Möglichkeit geben, mit einem Pfandrückgabesystem zu leben – etwas, das bald zum Alltag gehören wird – können wir aus erster Hand sehen, wie die Menschen in der Realität mit Rücknahmeautomaten umgehen. Dadurch, dass wir vier Wochen lang direkt von den Schülern hören, erhalten wir einen ehrlichen, menschlichen Einblick in die praktischen und verhaltensbedingten Hindernisse bei der Adoption und erfahren, was sie wirklich zur Teilnahme motiviert.
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Mehr Details zu dem Cola-Pfandautomaten
Das befristete Programm sieht eine Gutschrift von etwa 23 Cent für die Rückgabe von recycelbaren Gegenständen wie Aluminiumdosen und Plastikflaschen vor.
Die Schüler können das Geld in den Kantinen vor Ort einlösen.
Völlig neu ist so ein System gleichzeitig auch für die USA nicht. Laut dem Yahoo-Bericht setzen neun der zehn US-Bundesstaaten mit den höchsten Recyclingquoten auf eine Erstattung bei der Rückgabe von Dosen & Co. Die zehn Staaten mit den niedrigsten Quoten haben dagegen kein System dieser Art.
Dass das System in den USA noch ausbaufähig ist, zeigen Zahlen des Ressource Recycling Magazine, wie es bei Yahoo heißt:
Würde heute in den USA ein landesweit führendes DRS [Deposit Return Scheme, Anm. d. Red.] eingeführt, könnten schätzungsweise 447 Milliarden Getränkebehälter zurückgewonnen werden, statt verlorenzugehen. Durch das Recycling dieser 447 Milliarden Behälter würden fast 31 Millionen Tonnen Material zur Wiederverwendung im Wert von rund 5,5 Milliarden US-Dollar gewonnen werden.
Die Recycling-Situation in Großbritannien und Deutschland
- Derzeit gibt es in Großbritannien genau wie in den USA kein landesweites Recycling-System. Dessen Einführung ist allerdings geplant, wenn auch erst im Oktober 2027.
- Wales nimmt dabei eine gewisse Sonderrolle ein, weil hier im Gegensatz zu England, Nordirland und Schottland auch Glasflaschen zu dem System gehören sollen.
- In Deutschland wurde ein bundesweites System dieser Art bereits vor über 20 Jahren eingeführt und seitdem immer weiter ausgebaut.
- Zuletzt war das etwa durch die Aufnahme von Einweg-Kunststoffflaschen von Milch- und Milchmischgetränken mit einem Milchanteil von mindestens 50 Prozent im Jahr 2024 der Fall.
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