Damals kaufte sie Windows-Keys für 5 Millionen US-Dollar. Heute muss sie deshalb 22 Monate ins Gefängnis

Mehrere Jahre lang kaufte und verkaufte eine Frau aus Flordia Schlüssel für Windows 10 und Microsoft Office.

Für den Verkauf von Produkt-Keys wurde eine Frau aus Florida jetzt von einem Gericht schuldig gesprochen. (Bildquelle: Microsoft) Für den Verkauf von Produkt-Keys wurde eine Frau aus Florida jetzt von einem Gericht schuldig gesprochen. (Bildquelle: Microsoft)

Was als scheinbar lukrative Geschäftsidee mit billigen Software-Lizenzen begann, endet für eine Unternehmerin nun hinter Gittern und mit einer Geldstrafe.

Eine Inhaberin eines Online-Handels wurde kürzlich von einem Bundesgericht in Tampa, Florida, zu 22 Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 50.000 US-Dollar verurteilt.

Die Geschäftsfrau hatte laut den Gerichtsakten über Jahre hinweg illegal zehntausende Microsoft-Echtheitszertifikate (COA-Labels) für Windows 10 und Microsoft Office zu günstigen Preisen erworben, die Aktivierungsschlüssel von ihren Angestellten in Tabellen übertragen lassen und diese weltweit mit Gewinn weiterverkauft.

Sie soll mit dem Handel einen millionenschweren Umsatz in den Jahren 2017 bis 2023 erzielt haben.

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Kauf von Echtheitszertifikaten

Insgesamt soll die Geschäftsfrau mehr als fünf Millionen US-Dollar für sogenannte COA-Labels ausgegeben haben. Die Echtheitszertifikate dienen als Nachweis, dass es sich bei einer erworbenen Software, wie beispielsweise Windows, um ein Originalprodukt handelt und der Nutzer eine legale Lizenz für den Betrieb besitzt.

Auf dem Zertifikat steht ein 25-stelliger Produktschlüssel. Dieser wird benötigt, um das Betriebssystem oder eine Software nach einer Installation zu aktivieren. Ohne Aktivierung kann es zu Einschränkungen bei der Nutzung bis hin zu der Verweigerungführen, überhaupt zu starten.

Anstatt das gesamte Produkt zu kaufen, erwarb die Frau aus Florida allerdings nur das Zertifikat.

Microsoft untersagt den Verkauf von Echtheitszertifikaten. Diese dürfen nicht separat, also ohne dazugehörige Software oder einen Computer, an Einzelkunden verkauft werden, so das Gericht in seiner Urteilsbegründung.

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Das Urteil setzt ein Zeichen im Kampf gegen Softwarepiraterie und den unerlaubten Handel mit Produktschlüsseln in den USA. Für die 52-Jährige endet das vermeintlich clevere Millionen-Business nun nicht nur mit dem Verlust ihrer persönlichen Freiheit, sondern auch mit einer Geldstrafe.

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