Woher die pinken und gelben Verfärbungen bei Gaming-Mäusen kommen

Es gibt einige Erklärungsansätze, die beschreiben wollen, was es mit den farblichen Veränderungen auf sich hat. Chemische Reaktionen spielen eine entscheidende Rolle

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Woher die Verfärbungen kommen

Manchmal verschwinden die Verfärbungen auch wieder oder lassen sich entfernen. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Manchmal verschwinden die Verfärbungen auch wieder oder lassen sich entfernen. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

  • Die pinkfarbenen Verfärbungen bei weißen Gaming-Mäusen entstehen hauptsächlich durch die Überoxidation von Schutzadditiven im Kunststoff, die farbige Chinone bilden.
  • Dieser pinke Farbton wird oft durch die Wechselwirkung mit dem weißen Pigment Titandioxid und einem höheren pH-Wert verstärkt.
  • Faktoren wie UV-Licht, menschlicher Schweiß und Hautöle, aber auch Herstellungsfehler und atmosphärische Schadstoffe beschleunigen diesen chemischen Abbau des Materials.

Besonders betroffen sind Kunststoffe, die in weißen Mäusen verwendet werden, zum Beispiel Polypropylen oder Polyethylen. Auch Schweiß und Hautfette beschleunigen diesen Prozess. Es handelt sich also nicht einfach um Schmutz, sondern um eine echte Materialveränderung, die mit der Zeit sichtbarer wird.

Die Verfärbungen können bei allen Maus-Produzenten auftreten. Hier abgebildet ist eine Maus von HyperX. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Die Verfärbungen können bei allen Maus-Produzenten auftreten. Hier abgebildet ist eine Maus von HyperX. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Chemische Reaktionen mit Antioxidantien/Additiven: Oft werden in Kunststoffen phenolische Antioxidantien verwendet. Diese können unter bestimmten Bedingungen (Kontakt mit UV-Licht, Stickoxiden aus der Luft, oder auch Chemikalien wie Reinigern oder menschlichem Schweiß) oxidieren und rosafarbene bis gelbliche Verfärbungen hervorrufen.

Das wird in der Kunststoffindustrie als Pinking oder Yellowing bezeichnet.

Körpereigene Öle und Schweiß: Der Kontakt mit Hautfetten, Schweiß und Ölen der Hände kann die chemischen Prozesse, die zu diesen Verfärbungen führen, beschleunigen oder direkt zu Ablagerungen führen, die sich mit der Zeit verfärben.

Abrieb und Umwelteinflüsse: Auch normaler Abrieb oder die Einwirkung von Licht und Schmutz können zur Verfärbung beitragen.

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Verschiedene Hersteller betroffen

Auf Social Media beklagen die Spieler die Verfärbungen vor allem bei weißen Modellen von Logitech und Glorious. In meinen über zehn Jahren als Hardware-Testerin habe ich das Phänomen aber auch bei anderen Herstellern wie Razer und HyperX erlebt.

Ich stellte zudem fest, dass die Verfärbungen bei manchen Modellen nach rund einem bis drei Monaten auftraten und sich ab da veränderten. Manche wurden blasser, andere deutlicher sichtbar.

Bei einzelnen Geräten konnte ich sie sogar mithilfe von feuchten Brillenputztüchern oder anderen Reinigern entfernen, wenn auch nicht immer vollständig.

Im krassen Gegensatz dazu wurden manche Mäuse aber auch so stark in ihrer Oberflächenbeschaffenheit verändert, dass man die Flecken nicht nur sehen, sondern auch fühlen konnte. An diesen Stellen fühlte sich die Schutzschicht abgetragen an.

Ihr seht, es kann extrem unterschiedlich ablaufen bei weißen Gaming-Mäusen. Habt ihr selbst schon einmal erlebt, dass Teile eurer weißen Maus rosa oder gelb wurden? Konntet ihr etwas dagegen unternehmen? Schreibt uns eure Tipps in die Kommentare.

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