Ich verwende in meinen PCs keine Wärmeleitpaste mehr – und auch AMD setzt auf die bessere Alternative!

Wärmeleitpaste ist ein Muss … gewesen! Ich greife beim Bau von Gaming‑PCs nur noch auf eine andere Alternative zurück, denn sie bietet mir krasse Vorteile.

Ich verwende schon lange keine Wärmeleitpaste mehr und kann euch nur auch dazu raten. Ich verwende schon lange keine Wärmeleitpaste mehr und kann euch nur auch dazu raten.

Erst kürzlich kontaktierte mich ein Bekannter, für den ich vor Jahren einen High-End-PC gebaut habe. Beim Zocken läuft sein PC immer schlechter, wird immer lauter und stürzt sogar manchmal ab. Er wollte neue Hardware kaufen, und dabei lag das Problem eigentlich hauptsächlich an einer Sache für nur ein paar Euro.

In diesem Artikel will ich euch kurz erklären, was Wärmeleitpaste überhaupt ist und warum sie beim Bau von PCs eigentlich unverzichtbar war, welche Nachteile klassische Wärmeleitpaste mit sich bringt und warum ich seit einiger Zeit auf eine ganz andere Alternative setze, wenn ich an PCs herumschraube.

Spoiler: Das könnte Wärmeleitpaste für immer ablösen

Wofür ist Wärmeleitpaste? Kurz und knapp erklärt

Beginnen wir damit, die Funktion und Bedeutung von Wärmeleitpaste ganz kurz zu erläutern. Auch wenn eine CPU für unser menschliches Auge flach aussieht, ist die Oberfläche nie perfekt eben. Das Gleiche gilt für die Oberfläche eures Kühlers – egal ob Luftkühler, oder AIO-Wasserkühler.

Würde man also den Kühler direkt auf die CPU schrauben, bliebe zwischen beiden Bauteilen Raum für Luft, und Luft ist dafür bekannt, eine isolierende Wirkung zu haben. Die Wärme, die eure CPU erzeugt, könnte also nur sehr schlecht auf den Kühlkörper übertragen und damit abgeführt werden.

Es braucht also ein Medium zwischen den beiden Flächen, und – wie es der Name bereits verrät – Wärmeleitpaste ist ein gutes Medium, um die Wärme von einer zur anderen Fläche zu leiten.

Übrigens gilt dieses Funktionsprinzip nicht nur für euren Prozessor, also eure CPU, sondern auch für eure Grafikkarte. Auch bei Grafikkarten ist Wärmeleitpaste, genau wie bei Prozessoren in einem PC, noch immer der verbreitete Standard.

Wenn schon Wärmeleitpaste, dann bitte diese!

Wärmeleitpaste hat aber einen entscheidenden Nachteil und genau der betrifft vermutlich sehr viele von euch.

Was sind die Nachteile von Wärmeleitpaste?

Die drei größten Nachteile von Wärmeleitpaste sind in meinen Augen die häufig falsche Dosierung, die „Sauerei“, wenn man den Kühler noch einmal entfernen möchte, und nicht zuletzt die Haltbarkeit.

Wie hier zu sehen, wird häufig viel zu viel Wärmeleitpaste aufgetragen. (Bildquelle: RegularTech575 Reddit) Wie hier zu sehen, wird häufig viel zu viel Wärmeleitpaste aufgetragen. (Bildquelle: RegularTech575 / Reddit)

Wie viel Wärmeleitpaste braucht man?

Der Spruch „Viel hilft viel“ trifft bei Wärmeleitpaste so ganz und gar nicht zu. Im besten Fall befindet sich zwischen Prozessor und Kühlkörper eine gleichmäßige, glatte und hauchdünne Schicht Wärmeleitpaste. Im Alltag klappt das nur selten. Eine maximal erbsengroße Menge ist in der Regel mehr als ausreichend.

Häufig wird jedoch zu viel Wärmeleitpaste verwendet, und das verschlechtert die Wärmeleitfähigkeit und spielt außerdem beim nächsten Nachteil eine große Rolle.

Wie kann man Wärmeleitpaste entfernen?

Wenn ihr hin und wieder an eurem PC bastelt, dann wisst ihr wahrscheinlich, wie hartnäckig Wärmeleitpaste an allem und euren Fingern kleben bleibt. Nicht selten landet ein Teil auf dem Mainboard oder im schlimmsten Fall sogar im Sockel für eure CPU.

Nur mit Isopropanol und viel Geduld bekommt man das alles wieder sauber.

Der größte Nachteil ist aber aus meiner Sicht die Haltbarkeit von Wärmeleitpaste. Wenn die Paste mit der Zeit austrocknet, verschlechtert sich ihre Wirkung drastisch und sie müsste eigentlich ausgetauscht werden – nur machen das viele nicht.

Dieses Produkt löst die Nachteile von Wärmeleitpaste

Nach welcher Zeit trocknet Wärmeleitpaste aus?

Schon nach ca. drei bis vier Jahren kann man in der Regel eine Verschlechterung der Temperaturen in einem PC messen. Nach dieser Zeit ist Wärmeleitpaste bereits trockener als zu Beginn und außerdem häufig längst nicht mehr ganz an Ort und Stelle. Erstes Symptom davon sind in der Regel lautere Lüftergeräusche.

Nach weiteren zwei bis drei Jahren kommt es nicht selten bereits zu Überhitzung wegen zunehmend trockener Wärmeleitpaste und dadurch sinkt die Leistung eures PCs zunehmend und es kann sogar zu Abstürzen kommen, wie eingangs erwähnt. Spätestens nach dieser Zeit müsste Wärmeleitpaste eigentlich ersetzt werden, und das nicht nur bei der CPU, sondern auch bei einer Grafikkarte – und das ist gar nicht mal so einfach.

Von der besten Alternative für Wärmeleitpaste ist sogar AMD überzeugt!

Es gibt eine Alternative zur Paste und die nennt sich Wärmeleitpad. Es handelt sich dabei um eine Art Folie aus ganz speziellem Material. Anstatt also die Paste flüssig auf einem Chip zu verschmieren, müsst ihr ein Wärmeleitpad nur darauflegen und den Kühler dann wie gewohnt montieren.

Ein Wärmeleitpad ist die beste Alternative zur Paste und bringt viele große Vorteile bei der Kühlung von CPUs und Grafikkarten mit sich. Ein Wärmeleitpad ist die beste Alternative zur Paste und bringt viele große Vorteile bei der Kühlung von CPUs und Grafikkarten mit sich.

Viele qualitativ hochwertige Wärmeleitpads sind bei Raumtemperatur fest und verflüssigen sich erst bei höheren Temperaturen. Beim Abkühlen werden solche „Phasenwechsel Pads“ also wieder fest. Im Vergleich zu den besten Wärmeleitpasten können solche Pads sogar vergleichbar gute Temperaturen erzielen und bieten darüber hinaus einen riesigen Vorteil.

Wärmeleitpads bieten eine viel bessere Langzeithaltbarkeit. Ihr müsst sie auch nach Jahren nicht austauschen und profitiert von konstanter Kühlleistung. Wenn ihr nicht unnötig oft an eurem PC herumschrauben wollt, ist ein Wärmeleitpad also die vernünftigste und sauberste Alternative. Ganz besonders bei Grafikkarten mache ich mir lieber nur einmal die Mühe, ersetze die Paste durch ein Wärmeleitpad und habe dafür dann Ruhe.

Nicht ohne Grund setzen auch einige Grafikkartenhersteller mittlerweile auf Wärmeleitpads auf den Grafikprozessoren. Besonders die AMD RX 9070 und RX 9070 XT gibt es von einigen Herstellern ab Werk ohne Wärmeleitpaste mit einem derartigen Wärmeleitpad. Aber auch bei CPUs schwenkt AMD anscheinend um, denn eine brandneue CPU liefert der Hersteller aktuell mit einem mitgelieferten Wärmeleitpad aus!

Damit könnt ihr eure Wärmeleitpaste für immer ersetzen

Besonders der Tausch von Wärmeleitpaste bei einer Grafikkarte gestaltet sich oft mühsam und ist auch mit Risiken verbunden. (Bild: reddit.comuserTortsinreddit) Besonders der Tausch von Wärmeleitpaste bei einer Grafikkarte gestaltet sich oft mühsam und ist auch mit Risiken verbunden. (Bild: reddit.com/user/Tortsinreddit/)

Der „neue“ AMD Ryzen 7 5800X3D wird mit einem Wärmeleitpad ausgeliefert

Die stärkste Gaming-CPU für den früheren AM4-Sockel von AMD ist von den Toten wiederauferstanden. AMD hat eine Neuauflage des legendären AMD Ryzen 7 5800X3D auf den Markt gebracht und für unzählige PC-Spieler da draußen ist er das beste und kostengünstigste Upgrade in einer so schwierigen Zeit wie jetzt.

Die Besonderheit: Die Neuauflage des AMD Ryzen 7 5800X3D kommt mit einem mitgelieferten Wärmeleitpad daher. Ich stehe also längst nicht ganz alleine da mit meiner Meinung. Für sehr viele von euch ist ein Wärmeleitpad die smarteste Alternative zur Paste und ihr solltet dem Ganzen eine Chance geben!

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