Windows will wieder »euer Vertrauen zurückgewinnen« und die PC-Community hat ein paar Vorschläge, wie das funktionieren könnte

Microsoft will Windows 11 in den Griff bekommen. Nach Monaten der Kritik an Update-Problemen, Werbung und KI-Zwängen verspricht der Konzern Besserung. Die PC-Community hat dazu klare Vorstellungen.

Windows 11 steht vor einer der größten Vertrauenskrise seiner Geschichte – Microsoft verspricht nun Besserung und erhält deutliches Feedback aus der Community. Windows 11 steht vor einer der größten Vertrauenskrise seiner Geschichte – Microsoft verspricht nun Besserung und erhält deutliches Feedback aus der Community.

Windows 11 musste sich in den vergangenen Monaten – wenn nicht gar Jahren – viel Kritik anhören. Der (mehr oder minder erfolgreich) forcierte Wechsel von Windows 10, ungeliebte KI-Features wie Copilot oder Recall und Bug-gepflasterte Updates haben dafür gesorgt, dass der Microsoft-Ruf ordentlichen Schaden erlitten hat.

Nach einem in diesem Kontext verheerenden Jahr 2025 verkündet der Konzern gegenüber The Verge einen Strategie-Wechsel. Pavan Davuluri, Präsident von Windows and Devices, gesteht ein:

Das Feedback unserer Community von engagierten Kunden und Windows Insiders ist klar. Wir müssen Windows auf eine Art verbessern, die für Menschen bedeutsam ist.

In der PCMR-Community auf Reddit wurde diese Aussage schnell aufgegriffen. Zahlreiche Nutzer formulieren hier mit klarem Tenor ihre Erwartungen: Leere Versprechen reichen nicht mehr.

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»Swarming«-Strategie soll fundamentale Probleme beheben

Die Microsoft-Pläne, die The-Verge-Redakteur Tom Warren vorliegen, sehe eine notfallartige »Swarming«-Strategie vor. Hierbei werden Entwickler-Ressourcen gebündelt, um die Performance- und Stabilitätsprobleme von Windows 11 dringend anzugehen

Das Problem: Windows 11 hatte laut Windows Latest allein 2025 mehr als 20 gravierende Update-Fehler, darunter eingefrorene Explorer-Fenster, Boot-Schleifen oder Remote-Desktop-Ausfälle. Auch das aktuelle Januar-Update wurde von uns mehrfach mit unterschiedlichen Fehlern aufgegriffen:

Die angekündigten Verbesserungen umfassen The Verge zufolge grundlegende Fehlerbehebungen wie die Korrektur des Dark Mode, der aktuell mit störenden weißen Bildschirmflackern beim Öffnen des Explorers kämpft.

Microsoft will außerdem vernachlässigte System-Bereiche modernisieren, die seit Jahren unverändert blieben. Performance und Zuverlässigkeit sollen oberste Priorität erhalten, nachdem selbst Linux bei manchen Gaming-Benchmarks Windows überholt hat.

PC-Community wird konkret

Im angesprochenen PCMR-Subreddit wollen es die Nutzer genauer haben; zahlreiche der Kommentare im Beitrag kommen gleich mit einer ganzen Liste um die Ecke, die Microsoft ändern sollte, falls das Unternehmen es mit seinem Vorhaben ernst meint. Der Übersicht halber fassen wir hier die meistgenannten Wünsche zusammen:

  • Eine große Mehrheit will die KI-Features vollständig optional sehen. Idealerweise seien diese gar nicht erst vorinstalliert; bei einer Windows-Neuinstallation wäre etwa eine Option à la »Möchten Sie KI-Features aktivieren?« mit einfacher Ablehnungsmöglichkeit denkbar.
  • Auch die Cloud-Integration gehört auf den Prüfstand: Erzwungene OneDrive-Synchronisation und die Abhängigkeit von einem Microsoft-Konto soll weg.
  • Besonders kritisiert wird gezielt auf den Nutzer zugeschnittene Werbung, die aktiviert bleibe, obwohl der Anwender sie explizit deaktiviert hat. Generell soll Windows 11 werbefrei werden. Ein weiteres Problem in diesem Kontext: Mit Updates kehrt entfernte Bloatware zurück (sofern man nicht tiefer ins Betriebssystem geht).
  • Apropos Updates: Die PCMR-Nutzer wünschen sich auch mehr Kontrolle über den Update-Prozess. Konkret wünschen sie sich eine Möglichkeit, Updates unbegrenzt zu verschieben. Kritisch ist auch die Erkenntnis, dass Updates absichtlich deaktivierte Features (wie Copilot oder OneDrive) wieder aktivieren. Und natürlich: Grundsätzlich sollte Stabilität Vorrang vor neuen Features haben.
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Diese Liste ließe sich nahezu beliebig im Detail fortführen, zu groß scheint die Kluft zwischen Microsoft-Entwicklung der vergangenen Monate und Community-Wünschen zu sein. Entsprechend klar ist laut The Verge: Die Stimmung rund um Windows 11 befindet sich auf einem historischen Tiefpunkt.

Die vielschichtigen Probleme äußern sich inzwischen in einem simplen Wortspiel, das zeitgleich Sinnbild für die Frustration geworden ist. So kursiert in sozialen Netzwerken der wenig schmeichelhafte Name »Microslop«, eine Verschmelzung aus »Microsoft« und »[AI]-Slop« (zu Deutsch: KI-Müll). Bis zum Rückgewinn des Nutzervertrauens dürfte Microsoft also noch einen langen Weg vor sich haben.

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