»Wir wissen, dass wir die Benutzererfahrung verbessern müssen« - Windows-Chef äußert sich nach Kritik an KI-Plänen für Windows 11

In einer Antwort auf X gab der Windows-Chef zu, dass Microsoft noch viel Arbeit vor sich habe.

Entwickelt Microsoft Windows an den Bedürfnissen vieler Nutzer vorbei? Die Kritik wurde auf X geäußert.
(Bildquelle: Microsoft) Entwickelt Microsoft Windows an den Bedürfnissen vieler Nutzer vorbei? Die Kritik wurde auf X geäußert. (Bildquelle: Microsoft)

Vor rund einer Woche sorgte der Windows-Chef Pavan Davuluri auf X mit der Ankündigung der Microsoft Ignite Konferenz für Aufsehen. Ursache für die zumeist harsche Kritik von Nutzern auf X, war die Aussage, dass Microsoft Windows 11 zu einem agentischen Betriebssystem umbauen würde, bei dem KI-Agenten Aufgaben für die Nutzer erledigen.

Das ist passiert: Nachdem Davuluri die Kommentarfunktion eingeschränkt hat, ging er in einer Antwort auf X zumindest teilweise auf die ausgesprochene Kritik ein.

Video starten 0:35 So sieht es aus, wenn ihr Datei- und Ordnernamen nutzen wollt, die Windows bis heute nicht erlaubt

Software-Entwickler Gergely Orosz kritisierte auf X, dass Windows nicht mehr das Betriebssystem sei, welches Entwickler wegen der KI-Ausrichtung auswählen könnten. Vor allem die fehlende Kontrolle über Windows wurde von dem Entwickler genannt:

»Ich sehe keinen Grund, warum Software-Entwickler sich für Windows entscheiden sollten, wenn sie diesen seltsamen Kurs einschlagen, auf den sie sich jetzt noch stärker konzentrieren.

Das ist so seltsam, weil Microsoft die Entwicklung von Tools in seiner DNA hat ... Ihr Betriebssystem sieht nicht so aus, als würde es einen Entwickler wählen, der die Kontrolle über das Betriebssystem haben möchte.

Mac oder Linux sind für Entwickler geeignet.«

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In seiner Antwort gab Davulri zu, dass Microsoft wisse, dass es die Benutzererfahrung auch für erfahrene Anwender verbessern müsse.

»Wir wissen, dass wir an der Benutzererfahrung arbeiten müssen, sowohl hinsichtlich der alltäglichen Benutzerfreundlichkeit als auch hinsichtlich inkonsistenter Dialoge und der Benutzererfahrung für Power-User. Wenn wir uns als Team treffen, diskutieren wir diese und andere Probleme ausführlich, denn wir möchten, dass Entwickler sich für Windows entscheiden.«

Microsoft sei auf Feedback angewiesen und versuche, diese Informationen mit den eigenen auszubalancieren. Beide seien bedeutungsvoll, auch wenn sie nicht immer im Einklang stehen würden.

Auf die Hauptkritik des Entwicklers, dass Microsoft Windows in eine falsche Richtung entwickeln würde, ging Davulri allerdings kaum ein.

Die Kritik auf X lässt sich in wenigen Punkten zusammenfassen:

  • Windows-Nutzer, inklusive Administratoren, haben immer weniger Kontrolle über das Betriebssystem oder müssen auf Behelfslösungen zurückgreifen.
  • Werbung und Telemetrie nehmen überhand und können zum Teil zumindest nicht abgeschaltet werden.
  • Der Fokus auf eine KI-Zukunft für Windows steht nicht im Fokus der meisten Nutzer.
  • Zuverlässigkeit soll über die Jahre immer schlechter geworden sein.

Microsoft wird aller Wahrscheinlichkeit nach den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Die Diskussion zeigt aber, wie weit Microsofts Vision für Windows und die Bedürfnisse vieler Nutzer auseinanderklaffen.

Was haltet ihr von der Entwicklung hin zu einem Betriebssystem mit KI-Agenten? Habt ihr schon Pläne oder Wünsche, Agenten einzusetzen, oder wünscht ihr euch lieber etwas ganz anderes? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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