Eigentlich sollte es frischen Wind auf den Desktop bringen, doch für viele Nutzer endet der Download derzeit im puren Frust.
Microsoft hat in diesen Tagen das optionale Windows 11-Update KB5120998 veröffentlicht, das zwar langersehnte Funktionen verspricht, im Gegenzug aber gleich mehrere Systemeinstellungen völlig ruinieren soll.
Wie das Tech-Portal Windows Latest berichtet, klagen Betroffene nach der Installation der Aktualisierung über verschwundene Hintergrundbilder, streikende Systemreparaturen und einen riesigen Mauszeiger, der direkt aus der Windows 98-Ära zu kommen scheint.
Warum ihr um den Patch aktuell vielleicht eher einen großen Bogen machen solltet, erfahrt ihr hier.
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So sieht es aus, wenn ihr Datei- und Ordnernamen nutzen wollt, die Windows bis heute nicht erlaubt
Neue Features mit bösem Erwachen
Eigentlich bringt das optionale August-Update genau die Funktionen mit, auf die die Windows-Community seit Monaten wartet.
Wer KB5120998 installiert, soll mit einer frei verschiebbaren Taskleiste, einem flexibel in der Größe anpassbaren Startmenü und einer aufgeräumten Suchleiste ohne störende Bing-Integration belohnt werden.
Doch der Preis für diese neuen Freiheiten dürfte für viele momentan noch zu hoch sein. Anstatt nur das System zu verbessern, grätscht der Patch tief in die Personalisierungsoptionen von Windows 11 hinein.
Diese 3 Dinge können durch die Installation von KB5120998 beeinträchtigt werden
Konkret klagen Nutzer auf Reddit und in Microsoft-Foren über drei massive Störfaktoren:
- Der Retro-Mauszeiger: Wer seinen Cursor individuell angepasst hat, erlebt eine unschöne Zeitreise. Das Update überschreibt alle persönlichen Designs und zwingt dem System einen riesigen, weißen Mauszeiger auf, der fatal an Windows 98 erinnert. Das Schlimmste daran: Die Optionen sind blockiert. Jeder Versuch, das Design über die Einstellungen der Barrierefreiheit wieder zu ändern, soll vom System völlig ignoriert werden.
- Statt Wallpaper eine schwarze Wand: Das oftmals mühsam ausgesuchte Hintergrundbild verschwindet bei Betroffenen ins Nirvana. Stattdessen starrt man auf eine tiefschwarze Leere. Besonders hartnäckig: Selbst wenn ihr euer Wunschbild manuell wieder einstellt, setzt Windows den Desktop nach dem nächsten Neustart wieder auf die Farbe Schwarz zurück.
- Kaputte Systemreparatur: Wer angesichts dieser Fehler versucht, sein Betriebssystem über das hauseigene DISM-Tool zu reparieren, läuft direkt gegen die nächste Wand. Betroffene Nutzer erhalten den Fehlercode 0x800f0915. Das Werkzeug findet plötzlich keine gültige Reparaturquelle mehr, was die Fehlerbehebung zusätzlich erschwert.
Die einzige Lösung: Den Rückwärtsgang einlegen
Microsoft hat sich zu den Problemen bisher noch nicht geäußert. Momentan heißt es noch, es gebe keine bekannten Probleme.
Da es sich um ein rein optionales Update handelt, lautet die oberste Regel: Füße stillhalten und den Patch auf keinen Fall manuell anstoßen. Die versprochenen Features landen ohnehin mit dem nächsten regulären Sicherheitsupdate auf eurem Rechner. Bis dahin dürften die Bugs hoffentlich von Microsoft behoben sein.
Solltet ihr bereits in die Falle getappt sein, gibt es nur einen einzigen funktionierenden Ausweg: Ihr müsst KB5120998 restlos deinstallieren. Wechselt dazu in die Einstellungen unter Windows Update, navigiert zum Update-Verlauf und werft das fehlerhafte Paket über Updates deinstallieren wieder von der Festplatte. Nach einem Neustart sind euer altes Wallpaper und der gewohnte Mauszeiger sofort wieder da.
Mehr zu Windows: Erst bringt mich Windows in die Update-Sackgasse, dann sorgt ein Microsoft-Mitarbeiter für eine Fehlermeldungs-Flut, doch am Ende ist alles wieder gut
Nun ist eure Meinung gefragt. Wie haltet ihr es mit optionalen Updates für Windows? Installiert ihr diese direkt, um vielleicht eher Zugriff auf neue Features zu erhalten, oder gehört ihr eher zur »Abwarten und Tee trinken«-Fraktion, um Bugs wie die genannten möglichst auszuschließen? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.

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