Weniger FPS ab Oktober: Ein Windows-Update aktiviert ein Feature, das eure Spiele weniger flüssig laufen lassen kann – das könnt ihr tun

Windows aktiviert ein grundsätzlich praktisches Feature standardmäßig, doch das kann auch Leistung kosten.

Ein Windows-Update, sie zu senken... also die FPS in euren Spielen. Glücklicherweise ist nicht jeder betroffen. (Bildquelle: Adobe Stock – SAMDesigning – デデムシ) Ein Windows-Update, sie zu senken... also die FPS in euren Spielen. Glücklicherweise ist nicht jeder betroffen. (Bildquelle: Adobe Stock – SAMDesigning – デデムシ)

Ab dem 13. Oktober 2026 schaltet Microsoft ein zentrales Sicherheits-Feature in Windows 11 automatisch scharf: die »Memory Integrity« (via windowslatest). Für die meisten PCs bedeutet das mehr Schutz vor Angriffen auf den Systemkern. Für einige Gaming-Rechner könnte es aber spürbar Leistung kosten.

Was ist Memory Integrity überhaupt?

Memory Integrity ist auch unter dem Namen Hypervisor-protected Code Integrity (HVCI) bekannt. Es handelt sich um eine Sicherheitsfunktion, die den Windows-Kernel schützt – also die Kernkomponente des Betriebssystems.

Die Technik nutzt Hardware-Virtualisierung, um zu überprüfen, welcher Code im Kernel-Modus laufen darf. Nur als vertrauenswürdig eingestufte Treiber und Programme bekommen Zugriff.

Damit soll verhindert werden, dass Schadsoftware oder unsichere Treiber sich tief ins System einnisten und dort Sicherheitsmechanismen aushebeln.

Möglich wird das durch eine zweite Technologie, auf der Memory Integrity aufbaut: Virtualization-based Security (VBS). Ist VBS auf einem Gerät noch nicht aktiv, schaltet das Windows-Update sie laut Microsoft bei Bedarf ebenfalls automatisch ein.


Video starten 4:00 Was passiert, wenn man dem ersten Windows-Laufwerk den Buchstaben »C« wegnimmt?


Wieso kann das eure Gaming-Leistung beeinflussen?

Der Grund liegt in der Funktionsweise von VBS. Die Technologie legt eine zusätzliche, isolierte Sicherheitsebene über das System.

Jede Speicherzugriffs- und Code-Prüfung läuft dadurch über eine zusätzliche Kontrollinstanz. Das kostet Rechenleistung – und genau die brauchen Spiele oft in Echtzeit, etwa bei Zugriffen auf Arbeitsspeicher oder bei stark CPU-lastigen Szenen.

Betroffen sein können laut den Quellen nicht nur Spiele, sondern generell ressourcenhungrige Anwendungen.

Wie stark fällt der Leistungsverlust aus?

Die Auswirkungen können je nach Hardware unterschiedlich ausfallen:

  • Auf modernen PCs soll der Effekt laut ComputerShop.eu meist gering und im normalen Alltag kaum spürbar sein.
  • Auf älteren oder bereits stark ausgelasteten Systemen könnten die Unterschiede mit bis zu 15 Prozent Leistungsverlust deutlicher ausfallen. 
  • Wie stark die Bremswirkung ausfällt, hängt zudem von der jeweiligen Anwendung ab. Zwischen normaler Nutzung, CPU-intensiven Aufgaben und Gaming gibt es demnach Unterschiede.

Wenn ihr ein älteres Gaming-System besitzt, solltet ihr die Leistung nach dem Oktober-Update im Blick behalten und bei spürbaren FPS-Einbrüchen entsprechend handeln.

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Welche PCs sind betroffen?

Microsoft schaltet Memory Integrity nicht auf einen Schlag für alle Geräte frei. Der Rollout läuft schrittweise über reguläre Windows-Updates und richtet sich nur an »eligible devices«, also kompatible Geräte.

Bevor die Funktion aktiviert wird, prüft Windows laut Windowslatest mehrere Faktoren:

  • Intel-Prozessor der 8. Generation oder neuer
  • AMD Zen 2 oder neuer
  • Qualcomm Snapdragon 8180 oder neuer
  • Mindestens 8 GB RAM auf x64-Systemen
  • Mindestens 64-GB-SSD, Virtualisierung im Firmware/BIOS aktiviert
  • Treiber, die bereits als kompatibel mit Memory Integrity bestätigt sind

Was ist mit inkompatiblen Treibern?

Ein Risikofaktor bei Memory Integrity sind ältere oder unsichere Kernel-Treiber. Dazu zählen laut ComputerShop.eu etwa:

  • Übertaktungs-Tools
  • Monitoring-Software
  • Sonstige Programme mit Low-Level-Treibern

Erkennt Windows einen inkompatiblen Treiber, kann das Laden blockiert oder ein Update verlangt werden, bevor der Schutz greift. Wenn ihr eine solche Software nutzt, solltet ihr die Kompatibilität also vorab prüfen.


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Wie könnt ihr gegensteuern?

Falls ihr nach dem Update Leistungseinbrüche bemerkt, lässt sich der Status jederzeit einsehen und anpassen:

Windows-Sicherheit → Gerätesicherheit → Details zur Kernisolierung → Speicherintegrität

Empfehlung: Das Feature sollte grundsätzlich aktiviert sein, solange das System stabil läuft. Der Sicherheitsgewinn wiegt für die meisten Nutzer schwerer als ein minimaler Leistungsverlust. Bei Kompatibilitätsproblemen solltet ihr eher Treiber-Updates fahren, anstatt die dauerhafte Schutzfunktion abzuschalten.

Schaltet das Feature also nur ab, wenn euer System deutlich darunter leidet.


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