Wir schreiben das Jahr 2026 nach Christus. Der komplette Markt ist vom Thermomix besetzt. Der komplette Markt? Nicht ganz! Die unbeugsame Konkurrenz von WMF hört nicht auf, Vorwerk Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für den Küchenprimus TM7.
Die WMF Avantgarde ist eine Küchenmaschine, die den "Thermi" endlich mal schlagen könnte. Aktuell ist sie sogar günstig wie noch nie bei Amazon. Schauen wir uns also mal an, was der schicke Kochautomat kann.
Hier findet ihr die WMF Thermomix-Alternative günstig wie noch nie bei Amazon!WMF Avantgarde: Kann diese Küchenmaschine den Thermomix schlagen?
Meine Frau und ich besitzen seit Jahren einen Thermomix, genauer gesagt den Thermomix TM6. Wir benutzen ihn jede Woche mindestens einmal.
Suppen, Soßen, Risotto, Teige oder schnell einmal etwas fürs Abendessen – wer behauptet, ein Thermomix sei lediglich ein besonders teurer Mixer, hat wahrscheinlich noch nie mit einem gekocht. Perfekt ist er trotzdem nicht.
Der Topf ist für eine größere Familie einfach zu klein, das Zubehör kostet zusätzlich und für den vollständigen Zugriff auf Cookidoo werden inzwischen 60 Euro pro Jahr fällig. Obendrein verlangt Vorwerk für den aktuellen TM7 stolze 1.549 Euro. Aua.
WMF will Thermomix da angreifen, wo's wehtut
Im Kern ist auch die WMF eine vollautomatische Multifunktions-Küchenmaschine, die auf den ersten Blick sehr stark an den Thermomix erinnert. Die Unterschiede sind teils größer, teils kleiner.
Die Avantgarde hat 1.550 Watt Leistung, viele Auf- und Einsätze, ein Touch-Display und ebenso geführte Rezepte wie auch Einstellungsmöglichkeiten.
Dazu kommen 14 automatische Kochprogramme für Gerichte und Arbeitsabläufe wie Risotto, Suppen, Saucen, Teige, Desserts, Dampfgaren, Aufwärmen, Wiegen, Mahlen und sogar die automatische Reinigung.
Hier findet ihr die WMF Avantgarde bei Amazon!WMF Avantgarde vs. Thermomix: Unterschiede im Vergleich
Der Platz: Der Thermomix TM7 besitzt wie sein Vorgänger einen Mixtopf mit 2,2 Litern nutzbarem Volumen. Die WMF Avantgarde kommt auf drei Liter und bietet damit rund 36 Prozent mehr Platz. Beim Dampfgaren stehen insgesamt sogar bis zu 3,7 Liter zur Verfügung. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die 2,2 Liter beim Thermomix sind echt ein Manko und für uns zu wenig. Hier ist jedes bisschen mehr sehr gut!
Das Display: Der Thermomix besitzt dafür das deutlich größere Display. Beim TM7 misst es zehn Zoll, während WMF ein 4,3 Zoll großes Display mit physischem Drehregler verbaut. Der Bildschirm des Thermomix schaut eher aus wiie ein Tablet. Allerdings hat die reine Touch-Bedienung nicht nur Fans.
Zubehör: Hier lässt der Thermomix wirklich Federn, denn WMF hat hier die Benchmark gesetzt. Ihr bekommt zusätzlich einen Rühraufsatz, einen Mixaufsatz, ein eigenes Knetmesser, einen Backquirl, einen Dampfkorb und einen Reibeaufsatz samt verschiedener Scheiben. Damit könnt ihr beispielsweise Gurken in Scheiben schneiden, Möhren raspeln oder Kartoffeln für ein Gratin vorbereiten. Beim Thermomix benötigt ihr für vergleichbare Aufgaben zusätzliches Zubehör wie den Gemüse Styler, der separat gekauft werden muss.
Funktionen und Modi: Bei der reinen Anzahl an Funktionen liegt der Thermomix weiterhin vorne. Der TM7 bietet mehr Automatikmodi und spezielle Programme, etwa für Sous-vide, Fermentieren, Slow Cooking oder Karamellisieren. Bei der Avantgarde fallen die 14 Programme etwas klassischer aus.
Die Sache mit der App und dem Abo
Cookidoo kostet 60 Euro im Jahr. Ich habe sie für meine Frau und mich bereits gekündigt, mir war das einfach zu viel. Auch WMF hat sich zu einem ähnlichen Modell hinreißen lassen - allerdings günstiger.
Die Grundfunktionen und das manuelle Kochen funktionieren selbstverständlich ohne dauerhaftes Abo. Für sämtliche Premiumfunktionen verlangt WMF nach sechs kostenlosen Monaten allerdings 3,99 Euro im Monat beziehungsweise 39,99 Euro pro Jahr. Ich finde das zu viel.
Fazit: Für wen lohnt sich denn die WMF Avantgarde nun statt des Thermomix?
Der Thermomix TM7 bleibt ein hervorragendes Küchengerät. Seine Software, die Rezeptauswahl und die einfache Bedienung sind weiterhin schwer zu schlagen. Er ist super. 1.549 Euro sind allerdings eine gewaltige Ansage und wirklich absurd viel.
Die WMF Avantgarde kostet aktuell 999 Euro und liefert trotzdem einen größeren Topf, zahlreiche Automatikprogramme, eine integrierte Waage, WLAN und deutlich mehr Zubehör bereits ab Werk.
Vor allem der Reibeaufsatz, die unterschiedlichen Messer und das großzügigere Fassungsvermögen machen im Alltag einen echten Unterschied. Ihr bekommt hier nicht einfach eine billigere Kopie, sondern eine eigenständige Küchenmaschine mit sinnvollen Vorteilen.
Wer auf Cookidoo verzichten kann, der bekommt eine verflixt gute Küchenmaschine, die im Grunde genommen alles kann, was auch der Thermi beherrscht - nur halt 500 Euro günstiger.
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