Spieler kauft kaputte Hardware für 20 Euro und bringt sie ganz einfach wieder zum Laufen: Er macht sie langsamer

Dieser YouTuber hat ein Schnäppchen geschlagen und hinterher Call of Duty damit gespielt.

So einfach kann es sein, PC-Hardware zu reparieren. (Bildquelle: Tech YES City) So einfach kann es sein, PC-Hardware zu reparieren. (Bildquelle: Tech YES City)

Eigentlich teure, aber defekte Hardware für einen Bruchteil des Preises zu erstehen, kann seine Vorteile haben. Vor allem, wenn man weiß, wie man sie im Handumdrehen repariert.

Ein australischer YouTuber beweist, dass nicht jede instabile CPU automatisch Elektroschrott ist. Tech YES City hat einen angeblich defekten Ryzen 7 5800X für umgerechnet knapp 17 Euro (30 australische Dollar) gekauft und brachte ihn wieder zum Laufen, indem er die Leistung heruntergedreht hat.

Der defekte Prozessor

Einige CPUs haben ab und an mal Instabilitätsprobleme. Das ist so weit nichts Neues, doch der Ryzen 7 5800X macht besondere Schwierigkeiten - zumindest wenn man nach dem Verkäufer geht, der innerhalb von 12 Monaten angeblich 2 Modelle davon an die Tech-Götter verlor.

Was war das Problem?

  • Systemabstürze während normaler Nutzung
  • Probleme mit dem Memory Controller
  • Instabilität trotz BIOS-Updates und Resets
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Da der Besitzer keine Lust mehr auf stundenlanges Troubleshooting hatte, bot er die CPU auf Facebook Marketplace an – zunächst für 100 australische Dollar, dann für nur noch 30 Dollar.

Tech Yes City hat zugeschlagen und sich die CPU mal näher angeschaut. Er fand vier bis fünf verbogene Pins, die er vorsichtig zurückbog. Nach einer Grundreinigung startete der erste Stabilitätstest im BIOS. Nach 30 Minuten lief das System noch immer stabil – ein gutes Zeichen.

Stress-Test entlarvt das wahre Problem

Beim OCCT-Stresstest für Overclocking mit aktiviertem PBO (Precision Boost Overdrive – AMDs automatische Übertaktungstechnologie für Ryzen-Prozessoren) versagte die CPU jedoch nach wenigen Stunden. Das System stürzte ab und führte einen Neustart durch – ohne Fehlermeldung oder Bluescreen.

Die Diagnose: Silicon-Degradation bei hohen Boost-Frequenzen. Die Ryzen 7 5800X boosted standardmäßig auf bis zu 4,85 GHz und gilt als aggressivster AM4-Prozessor in Sachen Taktraten.

Die Lösung: Underclocking. Tech Yes City griff zu einer bewährten Methode und stellte einen negativen Frequenz-Offset von 300 MHz über die PBO-Optionen ein:

  1. BIOS öffnen
  2. PBO Advanced Settings aufrufen
  3. Negative Frequenz-Offset von 300 MHz einstellen
  4. Einstellungen speichern und System neu starten

Das Ergebnis: Die CPU lief eine Stunde lang stabil durch den OCCT-Test.

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Gaming-Performance überrascht trotz Underclocking

Die Benchmarks in fünf verschiedenen Spielen zeigten überraschende Ergebnisse. In Call of Duty: Black Ops 6 erreichte die gedrosselte 5800X 152 FPS bei 1080p, während eine Standard-5700X nur 147 FPS schaffte.

Damit lag sie nur minimal vorn, doch der YouTuber zeigte sich durchaus zufrieden.

Warum ist die 5800X besonders anfällig? Die Ryzen 7 5800X kombiniert mehrere problematische Faktoren, wie Tech YES City meinte:

  • Höchste Boost-Frequenzen der AM4-Generation (4,85 GHz)
  • Aggressive Werkseinstellungen für maximale Performance
  • Hohe Leistungsaufnahme bei Single-Core-Lasten

Diese Kombination macht sie angeblich anfällig für Degradation, also das Abnutzen der Hardware, genauer gesagt der Silikonstrukturen in den Komponenten.

Tech Yes City rettete eine vermeintlich defekte CPU für 17 Euro und vermittelte dabei wichtige Erkenntnisse über CPU-Degradation. Die Methode funktioniert bei anderen AM4-Prozessoren mit ähnlichen Problemen angeblich genauso gut.

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