Aladria - Browserspiel des Tages - Vom Dorf zur Stadt

Im 22. Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Strategiespiel Aladria.

von Gerald Meyer,
25.09.2008 17:00 Uhr

Jeweils wochentags um 17:00 Uhr stellen wir Ihnen Browserspiele vor, die sich auf dem deutschen Markt etabliert haben. Dabei handelt es sich um bekannte und weniger bekannte, gute und weniger gute Browserspiele.

Im 22. Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Strategiespiel Aladria.

»"Seid Willkommen, dieses Land mit Leben und Spielspaß zu erfüllen", spricht der Wächter an dem großen Tor. "Ihr befindet Euch hier in den alten Zeiten des Mittelalters. Helft Eurem kleinen Dorf, sich zu entwickeln, damit es den Gefahren der Zukunft bestehen kann", spricht der Wächter weiter und bittet Euch freundlich um Eintritt.« So lautet der Aufruf zu Beginn des Spieles und lässt einiges erhoffen.

Das Omaha-Massaker - eine Liste ist eine Liste ist eine Liste

Das erste, was einem nach der Registrierung ins Auge sticht und verwöhnte Spieler die Seite durchaus sofort wieder schließen lässt, sind lästige, kommerzielle Werbeeinblendungen, die sich auf jeder Seite wiederholen.

Was sich spielerisch erschließt, wenn die verschiedenen Faktoren wie Bauhof, Produktion, Bewohner, Kontor, Marktplatz u. a. angeklickt werden, sind teils ellenlange Listen, die ein erstes skeptisches Stirnrunzeln entlocken: Der Einstieg verspricht schwierig zu werden. Auch nach dem Bau des Gemeindehauses fühlt man sich irgendwie allein gelassen. Nachdem das Spiel etwas stockend gestartet ist, macht sich hingegen Erleichterung breit, wenn neue Allianzen gestartet werden – Sie dürfen Ihre eigenen gründen. Über den Marktplatz erwerben Sie von anderen Mitspielern dringend benötigte Güter, der Technologiestammbaum versucht, die dringend benötigte Übersicht über die ungefähr 90 Untergruppen des Bauhofes und der Universität zu verleihen.

Innovativ sind die Zeitungs- und Notiz-Option, mit deren Hilfe man persönliche Daten abgleichen bzw. formulieren kann. Da im Anfangsstadium die Bauzeit/die Entwicklung neuer Gebäude auf nur mehrere Minuten festgesetzt ist, kann man sich durchaus dazu durchringen, 2-3 Spielzüge zu absolvieren. Um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein, nutzen Sie an besonders stressigen Tagen die Vorteile der Optionen, indem Sie einige Tage Urlaub festlegen.

Fazit: Die Seite hebt sich in keinster Weise von den ähnlich gearteten Java-Konsorten ab. Im Gegenteil – trotz der einfachen Grundstruktur braucht es eine mittlere Eingewöhnungszeit, um richtige Strategien für die Benutzung der Ressourcen zu entwickeln - und den einen oder anderen Neuanfang. Hier ist Langeweile definitiv kein Fremdwort!

Name:

Aladria

Webseite:

Sprache:

Deutsch

Genre:

Strategie / Fantasy

Präsentation:

++

Zugänglichkeit:

++

Spielspaß:

++

Downloadclient:

nein

Premium:

nein

Zeitaufwand:

niedrig

Lästerfaktor:

++++

Alle bisher getesteten Browserspiele finden Sie in der Übersicht.

Gerald Meyer, Jahrgang 1975, ist freiberuflicher Autor; zuletzt erschien von ihm Das Abandonware-Lexikon. Meyer war Gründer des "G. Meyer Taschenbuch Verlag", in dem insgesamt 52 Titel erschienen sind, u. a. Klassiker-Neubearbeitungen, vorwiegend jedoch Newcomer aus dem Underground. Er ist Mitglied im Komitee des Kurd-Laßwitz-Preises. Website: www.geraldmeyer.de


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