AMD - "Nvidia benachteiligt uns in Spielen"

Ian McNaughton von AMD hat dem Konkurrenten Nvidia vorgeworfen, in drei Spielen, die das Nvidia-Siegel »The Way It's Meant To Be Played« tragen, absichtlich für Benachteiligungen von ATI-Grafikkarten gesorgt zu haben.

von Georg Wieselsberger,
02.10.2009 13:19 Uhr

Ian McNaughton von AMD hat in einem Kommentar in seinem Catalyst-Blog dem Konkurrenten Nvidia vorgeworfen, in drei Spielen, die das Nvidia-Siegel »The Way It's Meant To Be Played« tragen, absichtlich für Benachteiligungen von ATI-Grafikkarten gesorgt zu haben. Nvidia habe durch das Verschicken dieser Spiele an die Presse erreichen wollen, dass diese bei den Tests der Radeon HD 5870 eingesetzt werden.

So sei in Batman: Arkham Asylum nur bei Nvidia-Karten eine In-Game-Option für Kantenglättung vorhanden, die von den Entwicklern flexibel in Szenen eingesetzt werden könnte, während ATI-Nutzer Kantenglättung nur über den Treiber erzwingen können. Dadurch werde aber jedes Objekt zu jeder Zeit so dargestellt, was viel mehr Leistung beanspruche. Man habe die abgefragten Hardware-IDs von ATI-Karten innerhalb der Demo des Spiels geändert und hatte dann Zugang zur eingebauten Kantenglättung, die wesentlich schneller lief. Bei der Verkaufsversion gehe dies nicht, wegen des Secure-Rom-Kopierschutzes.

In Need for Speed: Shift habe man während der Entwicklungsphase eine Reihe von Problemen festgestellt und dem Entwickler mitgeteilt. Die Probleme beträfen neben Fehlern auch ineffiziente Wege der Nutzung von ATI-Hardware durch die Engine des Spiels. Solange diese nicht behoben seien, sei auch hier kein fairer Vergleich möglich. Bei Resident Evil 5 habe AMD schlicht keine Versionen des Spiels rechtzeitig erhalten und arbeite nun mit dem Entwickler daran, Fehler und Leistungsprobleme zu berichtigen.

Nvidia verwahrt sich gegen die Behauptungen. Batman: Arkham Asylum verwende die Unreal Engine 3, die keine Kantenglättung beherrsche. Man habe aber mit Eidos eng zusammengearbeitet, um dieses Feature einzubauen und niemand hätte AMD daran gehindert, dies auch zu tun. Man habe ein Team von 200 Leuten im Einsatz, um Spiele besser zu machen, doch dabei dürfe nichts anderes gleichzeitig schlechter werden.

Für ATI-Karten habe sich bei der Kantenglättung nichts geändert. Selbst wenn Nvidia nicht mit Eidos daran gearbeitet hätte, bliebe für ATI-Karten nur erzwungene Kantenglättung über den Treiber. Hätte man auch ATI-Karten durch den eigenen Code unterstützt und würde sich dann etwas am ATI-Treiber ändern, was diese Funktion störe, hätte der Entwickler viele Support-Anfragen.

Statt unzählige Blogs, PDFs und Präsentationen zu veröffentlichen, solle AMD vielleicht doch lieber mehr Geld in die Verbindungen mit Spiele-Entwicklern investieren. Nvidia gebe für seine 200-Mann-Abteilung jedes Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag aus. Auch um Builds eines Spiels müsse man sich schon selbst kümmern.

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