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Android-Rooting - Mehr Freiheit für Smartphones

Per Rooting überlistet man das Google-Betriebssystem, so dass bestimmte Anwendungen erweiterte Rechte erhalten oder manche überhaupt erst laufen.

von Moritz Jäger,
19.05.2011 10:12 Uhr

Rooting befreit Android-Smartphones, birgt aber auch Risiken.Rooting befreit Android-Smartphones, birgt aber auch Risiken.

Wer sein Android-Smartphone richtig ausnutzen will, der kommt früher oder später mit dem Begriff »Rooting« in Kontakt. Anders als beim Jailbreak für iPhones geht es dabei aber nicht in erster Linie darum, den Schutz der Entwickler auszuhebeln, sondern lediglich um erweiterte Rechte für Anwendungen. Android basiert auf Linux, Applikationen können also nur in einem sehr beschränkten Rechteumfeld ausgeführt werden. Rooting sorgt dafür, dass sich einzelne Anwendungen erweiterte Rechte - eben die des Supernutzers Root - erhalten und so auf andere Funktionen zugreifen können.

Dennoch lohnt sich die Mühe: Ein gerootetes Smartphone unterstützt deutlich mehr Applikationen. Zwei prominente Beispiele sind die Bildschirmfoto-App Screenshot oder Sharkfor Root, ein mobiler WLAN-Sniffer auf Wireshark-Basis. Ein weiteres Beispiel: Mit Apps wie Open Overclocker kann man die CPU-Geschwindigkeit erhöhen oder verringern - letzteres verlängert unter Umständen die Akkulaufzeit. Gleichzeitig hat man weiterhin Zugriff auf den Android Market, auch gekaufte Anwendungen lassen sich weiterhin nutzen.

Grundsätzlich ist Rooting inzwischen relativ einfach und sicher, um das Risiko weiter zu minimieren sollte man allerdings einige Punkte beachten: Der Akku des Smartphones sollte während des Vorgangs vollständig geladen sein, zudem sollte das Smartphone am Stromnetz hängen. Ein Backup aller gespeicherter Daten macht ebenfalls Sinn.

Passende Rooting-Lösung finden

Unrevoked kann HTC-Smartphones rooten.Unrevoked kann HTC-Smartphones rooten.

Leider ist es nicht so, dass es eine Universal-Rooting-Möglichkeit für alle Android-Smartphones gibt. Zu jedem Gerät und jeder Android-Version ist ein darauf abgestimmtes Tool notwendig. Ein guter Startpunkt ist das Forum der XDA Developers, das Board ist ein zentraler Bestandteil der Entwicklercommunity. Drei Informationen sind notwendig, um ein Android-Smartphone oder Tablet zu Rooten: Die genau Modellbezeichnung des Gerätes, die Version der installierten Android-Firmware und die des Bootloaders. Die Modellbezeichnung ist einfach zu finden, die meisten Android-Smartphones tragen sie im Namen. Die aktuelle Firmware findet sich im Menü unter Einstellungen – Telefoninfo – Software-Informationen.

Der Bootloader ist ein wenig trickreicher: Die Information lässt sich aus dem System Recovery Menu auslesen. Dazu muss das Telefon zuerst komplett ausgeschaltet werden. Anschließend drückt man den Einschaltknopf und hält dabei die Taste für »Lautstärke leiser« gedrückt. Das Android-Smartphone startet anschließend in den Recovery-Modus, in der zweiten Zeile wird hinter »HBOOT« die Versionsnummer angezeigt.

Android 3.0 Honeycomb - Screenshots ansehen

HTC-Nutzer haben es beim Rooting besonders einfach: Für sie gibt es das Tool Unrevoked, das den Großteil der Arbeit erledigt. Einfach das eigene Smartphone auf der Homepage aussuchen, anschließend lässt sich die passende Software für Linux, Windows oder Mac OS herunterladen. Windows-Nutzer aufgepasst: Sie müssen eventuell installierte HTC-Sync-Treiber aus dem System entfernen, dafür müssen die separat die HBOOT-Treiber installiert werden, nur mit diesen kann die Software das Smartphone im Recovery-Modus ansprechen. Eine Anleitung zur Installation findet sich auf dieser Seite, der Treiber arbeitet auch unter Windows 7 64 Bit.

Die Unrevoked-Software führt den Nutzer Schritt für Schritt durch den Root-Vorgang. Wichtig dabei ist Geduld, denn der Rooting-Vorgang darf auf keinen Fall unterbrochen werden. Wer ein anderes Smartphone besitzt, etwa von Motorola, Acer oder Sony Ericsson, muss zu anderen Tools greifen, aber auch hier liefert das XDA-Developers-Forum meist die passenden Programme. Die Vorgehensweise ähnelt sich meist, neben dem Root-Tool ist aber normalerweise noch das komplette Android SDK notwendig. Dieses lässt sich kostenlos bei Google herunterladen.

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